Manafonistas

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2021 23 Apr

Werner Enke wird 80

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Zur Sache, Schätzchen“ sah ich damals gar nicht, als er gerade in die Kinos kam. Als ich von ihm erstmals hörte, in unserer Strasse der Wohlbehüteten, im Süden Dortmunds, geriet Peter ins Schwärmen, Er war etwas älter war als meine beiden Kumpel Manfred und Michael, sollte später Kommissar werden, und so, wie er von dem Film redete, schien mir das eine heisse Nummer zu sein.  Peter hatte drei Mädels am Start, wie wir irgendwie mitbekamen, und ich fragte mich, ob das wohl die Alternative zu romantischer Liebe sei. Ich war gerade mal dreizehn, und  die Kinks waren, neben den Beatles, meine Helden. An einem Tag schwänzte ich eine Klassenarbeit, und suchte mir eine sonnige Wiese  im Westfalenpark. Ich weiss heute noch, dass es da sehr anschauliche Bilder gab zu Wasserstoff- und Kohlenstoffverbindungen. Als ich an diesem Nachmittag ins Kino wollte, war er wohl gerade abgesetzt worden. Manche Tage blieben unerfüllt, und andere besassen einer heiteren Leerlauf. Erst Jahre später sah ich im Film-Casino „Wehe, wenn Schwarzenbeck kommt“, und mir gefiel die verrückte Art von Werner Enke. Ich konnte ihn hinterher sogar gut imitieren, und dachte mir, Schwabing wäre mal eine Reise wert. Mit einer Liebe war ich dann irgendwann tatsächlich vor Ort, in einem dieser kleinen Kinos sahen wir Robert Altmans „Nashville“, und in einem Theater Urs Widmers „Stan und Ollie in Deutschland“. Uschi Glas erinnert sich heute in der SZ an die Dreharbeiten, und dass dieser Film von May Spils „einen Hauch von Nouvelle Vague“ habe. Dem würde ich aus der Erinnerung zustimmen –  schön albern ging es ja ja auch in manchen  frühen Truffaut-Filmen zu. Wer so durch die Tage stolperte wie Werner Enke,  bekam ja auch einiges geboten.  Auf jeden Fall habe ich mir gleich die Blu-Ray bestellt. Die alte Zeit, digital restauriert. „Es wird böse enden.“

2021 22 Apr

„slow motion morning“

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Heute leistete ich mir einen faulen Tag, das mache ich sowieso gerne, schon in jungen Jahren liebte ich Songs, in denen Sänger die Welt vom Fentster aus betrachteten, Ray Davies praktizierte das gerne, und Brian Eno auch. Ich nahm mein Birchermüsli zu mir, mit Weizenkeimen, zuvor einen gut gehäuften Teelöffel Malay White, in Apfelschorle aufgelöst. Ich las ein paar Seiten aus James McBrides Brooklyn-Roman (was für eine Fabulierlust!), als das Telefon schellte, und ich einen Anruf aus Westerland bekam, von dem Mann, der mir vor Monaten auf der Insel, im ersten Lockdown, nachts eine Sauna öffnete – und einen Strandkorb bereitstellte. Heute würde sich entscheiden, ob die Insel zwischen Anfang und Ende Mai am Öffnungsprojekt teilnehme. Es ist wohl damit zu rechnen, dass das Rosenhaus im Mai für mich ausfällt, und ich hätte doch so gerne Shakespeares „Sonnet 18“ mit den „darling buds of May“ laut vor den Wellen rezitiert, voller Wonne in den Wind gebrüllt. Dann, in aller Ruhe, ein Duo aus Texas namens Balmorhea, „The Wind“, Deutsche Grammophon Gesellschaft. So wie ECM einst mit der „New Series“, hat vor Jahren auch die  gute alte Tante DGG eine neue Sparte geöffnet, ohne ihr einen besonderen Namen zu geben. Seitdem haben Klangkünstler aus sog. „avancierten Kreisen“ der Popkultur dort eine ganze Reihe von Werken veröffentlicht an diversen Schnittstellen von „Neo-Klassik“ und „Ambient“, das Schlagwort ist „post classical“. Manches in diesem Genre langweilt, anderes nimmt gefangen, so geht es mir immer wieder mit diesen Zwischenzonen wohlklingender Experimentierlust. Ein Balanceakt oft, zwischen klanglicher Finesse und ins Leere laufender Schöngeisterei. Auch „The Wind“ ist in diesen Räumen angesiedelt, die Beteiligten kennen alle ihren Satie, ihren Eno, ihren Pärt. Dieses Album hat allerdings etwas Seltsam-Verführendes, ich kann es nicht genau benennen, stets ein gutes Zeichen. Es ist ungemein reichhaltige Musik, die ihre gesammelten Ideen umreisst, anklingen und verschwinden lässt, anstatt sie „ad infinitum“ zu erschöpfen. Wären diese Stücke Lieder, bei einem mindestens würde jemand zum Fenster hinausschauen, und alles, was er sieht, in Zeitlupe verwandeln. 

 

We once met in Kristiansand, and I did at least one interview with drummer / percussionist Thomas Strønen, for instance on a solo album he had released on Rune Grammofon. I liked and loved all the albums he made as part of the ever-changing world of the band „Food“. When I listened to his new work, Bayou, produced by Manfred Eicher, recorded in Lugano, I was deeply impressed by the sounds of Thomas, Ayumi Tanaka (piano) and Marthe Lea (clarinet, voice, percussion). In more than one way this is space-conscious music, and I sent him some thoughts and questions about those days in August, 2018. Don‘t wait for the answers to turn down the lights and listen.

 

One of the thrilling things here is the rare appearance of vocals, their place in the sequence of tracks. Quite at the beginning we have an old folk song, then, a long time later, a variation on that melody, followed by track 9, that, different to all all the pieces, makes one think of a song-like instrumental followed by the last track with the voice humming. Was this planned before, in regards to the inner suspense? This has a really strong impact when listening to the album as a whole.

 

We don‘t have to speak about the special acoustics in Lugano, Thomas. I have once been there when Tigram Hamasyan’s album Atmosphères had been recorded and mixed. And later I spoke with Manfred Eicher about the microphones‘ placment in the auditorio stelio molo RSI, Lugano. So, then again, let‘s speak about the special SOUND of this album. Because there is quite an amount of sounds growing out of silence, of sounds slowly decaying -subtle dynamics, and you hear it all! it is such a joy to listen to the overall / enveloping sound  (it could easily be regarded as a reference recording, ideal for testing loudspeakers and headphones, haha). I got the feeling the big room plays an important part.

 

As one can see at the compositional credits, everything, apart from that old tune had been freely improvised. Was there been, apart from the free flow of ideas, another idea behind the album you might have had? And, what makes it so interestung for you and the trio to kind of „surrender“ to the moment and its special gifts?

 

Is there, a blueprint for this album, in jazz history maybe, where this kind of improvisational approach has been realized with dreamlike perfection?

 

Can you remember one or two moments of the days of production, a little anecdote, a conversation you had with your pals, or Manfred, or the tone engineer, that may may reveal something about the moods of those days in Lugano? That can be something quite ordinary, whatever. 

2021 20 Apr

Roedelius live

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Online-Konzert zum Vormerken:

24. April, 20.30 MEZ.

Anmeldung hier.

 

2021 20 Apr

Shabaka

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Ein verdammt kluger Kopf. Shabaka Hutchings zuzuhören, wenn er über emotionale Vieldeutigkeit redet, über seine Liebe zu alten Platten von Impulse! Records wie Pharoah Sanders‘ Album „Thembi“, über Nyabhingi-Trommeln auf Jamaika, oder Tuk-Orchester auf Barbados in den Räumen seiner Kindheit – das alles ist eine Freude! Auf den Punkt, das Abstrakte mit Sinnlichkeit bereichernd, und reich an Nuancen. Und nun wird am 13. Mai das famose  Album „Black To The Future“ seiner Sons of Kemet erscheinen, und wohl kaum kann sich das revitalisierte Label Impulse zum 60. Geburtstag ein furioseres, tanzbareres, vielschichtigeres wünschen wünschen als dieses – es gibt zweifelsfrei eine historische Parallele zwischen der Bürgerrechtsbewegung der spätern Sechziger Jahre, den Impulse-Platten jener Jahre (bis ca. 1975), zu all dem Wahnsinn in den USA heute, und „Black Lives Matter“. Und es ist auch Fakt, dass Shabaka Hutchings‘ Kompositionen auf Universalität zielen und nicht auf seine afro-karibo-amerikanische brotherhood zugeschnitten sind.

 

Ich bin von dem Reichtum dieser Musik begeistert, von der Palette der Emotionen, von der Durchdachtheit und dem Abenteuer dieses Werkes. Und als ich dann spürte, dass ich für drei Sendungen ausreichend O-Töne hatte, bedankte ich mich für  das Gespräch, und wollte ihn zum Ende hin noch fragen, wie das „street life“ in diesen Tagen in South London aussehe, in denen die Stadt erstmals wieder durchatmen könne. Anders als wir hier in Deutschland.  Aber dazu kam es nicht, weil er feststellte, dass er vergessen hatte, unser Gespräch aufzuzeichnen. Das war hart, aber wir machten nach einer kleinen Pause einen „second take“. Der nicht ganz an das erste Mal rankam, aber nah dran. Und ich weiss nun gar nicht mehr, ob seine Gedanken zu musikalischer Innovation im ersten oder zweiten Durchgang vorkamen. Der Aufhänger war, dass mich sein Album, „with its mix of street credibility and innovation and post-production skills“ an Miles Davis‘ „On The Corner“ erinnert. Aber egal. In den JazzFacts des DLF, am 6. Mai um 21.05 Uhr, und in den Klanghorizonten am 17. Juni, sind „Sons of Kemet“ gesetzt. Wer bis dahin nicht warten möchte, lege „On The Corner“ auf den Plattenteller, oder „Thembi“. Und für Einsteiger in die Welt des Labels „Impulse!“ gibt es auch bald eine feine Compilation. Wer da einmal Feuer gefangen hat …

 

„RIGHT FROM its inception in 1961 as the jazz imprint of ABC/ Paramount Records, a wellheeled major pop label, Impulse! had the creative mindset of an independent record company. Initially founded by producer Creed Taylor, Impulse! evolved under his successors (Bob Thiele and Ed Michel) into an entity that became synonymous with musical revolution, spiritual enlightenment, Afrocentrism, and sociopolitical commentary during a turbulent time in American history. Those themes resonate deeply in the grooves of the 25 tracks on Music, Message And The Moment, a 4-LP set celebrating the iconic jazz label’s 60th anniversary. Ranging from the spiritual exaltations of the Coltranes (John and Alice) to the astral travels of Pharoah Sanders and the earthbound, bluesy soul-jazz of organist Shirley Scott and saxophonist Stanley Turrentine, the retrospective takes the listener on an exhilarating journey through varied sonic landscapes. The aesthetically pleasing package includes two magazine -style booklets and a vinyl slip mat.“

(Charles Waring, Mojo, June Edition)

2021 19 Apr

Nord Nord Mord

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Kaum haben die drei Sylter Kommissare Carl Sievers, Ina Behrendsen und Hinnerk Feldmann dem Hochzeitsvideografen Thilo Rumbuchner den Mord an seinem Agenturpartner Stefan Borg mitgeteilt, muss dieser auch schon zu seinem nächsten Auftrag. Wie gut, dass Hinnerk mit größtem Vergnügen auch seine Fähigkeiten als Tonassistent für Rumbuchner unter Beweis stellen möchte. So steht einem perfekten Hochzeitsvideo nichts im Wege, oder? Ja, so geht es zu in den Friesenkrimis im deutschen Fernsehen. Nun kehrt in den nächsten Tagen das Filmteam von „Nord Nord Mord“ nach Sylt zurück. Ab dem 27. April wird dort wieder eine Zeitlang gedreht, und gerade sucht man Komparsen. Ich kehre auch bald zurück auf die Insel, werde mich aber anderen Projekten zuwenden, und in meinen wengen freien Stunden im Strandkorb  wahrscheinlich  „Deacon King Kong“ lesen, von James McBride, Olafs Osterlektüre. Mit dabei, auf einem entstaubten Sony Walkman aus alter Zeit, eine Kassettenversion von Robert Ashleys „Private Parts“ – dieses Album erschien 1977 bei „Lovely Music“ (wie übrigens auch Jon Hassells „Vernal Equinox“), und wird im Mittelpunkt der kommenden „Nahaufnahme“ der „Klanghorizonte“ stehen. Martina und ich sind grosse Fans dieses „spoken word music“-Klassikers, und ich werde sie bitten, einen Drei-Minuten-Essay über das Album zu schreiben, für die Radionacht.

 

2021 18 Apr

Aus den wilden Siebzigern

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„Die vier Männer, die in der Halloween-Nacht 1975 die schweißtreibende Bühne des Stuttgarter Gustav-Siegle-Hauses betreten, machen dies ohne großes Theater. Im Gegensatz zur Theatralik anderer Progressive-Rock-Gruppen jener Zeit tragen sie weder ausgefallene Kostüme noch kommen sie mit einem aufwändigen Bühnenbild – keine Schlösser, Styropor-Megalithen oder Eisbahnen hier. Die Musik, die sie leise anstimmen – aus einem brummenden Synthesizer und einer wimmernden E-Gitarre, ohne aufwändiges visuelles Feuerwerk – beschwört neblige Ausblicke auf ferne Hügel herauf. Nach drei Minuten kommt durch dieses wirbelnde Gewebe der leichte Tritt eines Schlagzeugmusters, wie ein in den Sümpfen verlorener Krieger. Stampfende Bassnoten tragen den Geschmack persischer Tonleitern in sich. Alle Elemente drehen sich umeinander, verschmelzen und münden schließlich in einem Groove, den wir im 21. Jahrhundert als Techno-Puls erkennen würden. Dies beschreibt die ersten sechs Minuten von Live In Stuttgart 1975, der ersten in einer Reihe von restaurierten Live-Aufnahmen von Can.“

(Rob Young, Uncut, June 2021; übersetzt von D.L. und M.E.)

Daniil Trifonov spielt Rachmaninovs Klavierkonzert No. 3
 

Ich komme immer wieder zurück zu dieser phänomenalen Interpretation. Trifonov im Rausch, in Höchstform. Exzellentes Dirigat von Myung-Whun Chung! Es scheint eine telepathische Verbindung zwischen Dirigent und Solist zu geben, das Orchester spielt – besonders im 3. Satz – mit bissiger rhythmischer Wucht und Präzision und jedes noch so waghalsige rubato gelingt mit unglaublicher Sicherheit und Eleganz.

 
 
 

 
 
 

Alexandre Kantorow spielt Chopins Klavierkonzert No. 2
 

Alexandre, Frankreich, ist Erster Preisträger des letzten Tchaikovsky-Wettbewerbs (2019), ein Pianist vom Kaliber Sokolov oder Trifonov. Sein Papa Jean-Jaques ist Violinist & Dirigent. Über ihn soll Glenn Gould gesagt haben, er sei der originellste Geiger, den er je gehört habe.

Und hier ist die hinreißendste Interpretation von Chopins Erstem Klavierkonzert, die ich je gehört habe.
 
 
 

 
 

2021 17 Apr

Ein Hauch von Kino

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Die einen berichten davon, oft Bildhaftes bei (bestimmten) Musikstücken zu erleben, andere erleben solche optisch-akustischen Verschränkungen so gut wie nie, oder allenfalls in raren Zuständen von geleiteter Trance und Tiefenentspannumg („kathathymes Bilderleben“). Manchmal „denkt“ man auch an (bewegte) Bilder, ohne sie plastisch vor sich zu sehen, während des Hörens. Man kann auch einfach beim Klang verweilen. Mehr als einen Hauch von Kino erlebe ich bei diesem neuen Song von Lambchop, und, ehrlich gesagt, ohne Bilder. Kurt Wagner ist in gewohnter Art und Weise experimentell an das im Mai erscheinende Opus von Lambchop herangegangen. Eine Art digital vermittelter Instrumenten-Transfer stand am Anfang des Prozesses, aus dem „Showtunes“ werden sollte. Der Songschmied aus der berühmten Countrymetropole hatte zu Beginn Gitarrenklänge aufgenommen und in MIDI-Pianospuren umgewandelt.

 

Plötzlich entdeckte ich, dass ich Klavier „spielen“ konnte. Es war eine Offenbarung, dass ich aus diesen Konvertierungen jede Note manipulieren und die Akkorde und Melodien in einer Form hinzufügen, subtrahieren, arrangieren konnte, die keine der Einschränkungen aufwies, die ich bei meinen früheren Schreibmethoden mit einer Gitarre hatte.

 

Ich bin gespannt, wie sich dieser Ansatz auf das neue Album auswirkt. Im Laufe der Jahre haben sich bei Lambchop immer wieder andere Ansätze des Songschreibens und Song-Entwickelns ergeben, ein Grund für ihre ungebrochene Kreativität. Wie gesagt, „A Chef‘s Kiss“ enthält in meinen Ohren mehr als einen Hauch von Kino. Mit oder ohne Bilder im Kopf. Aber machen Sie sich doch bitte selbst ein Bild! 

„… and then you’re left in this wonderful area of floating which i love so much“  (David Darling, 1994, in that old radio show)

 


 

 

THE FIRST HOUR 


Pino Palladino & Blake Mills:
Just Wrong (from Notes With Attachements)  / 
Thomas Stronen, Marthe Lea, Ayumi Tanaka: Varsha (from Bayou) / Sinikka Langeland: Wolf Rune (from Wolf Rune) / Simon Goff: Wooden Islands (from Vale) / Nik Bärtsch speaking / Nik Bärtsch: Modul 55 (from Entendre) / Ballaké Sissoko: Kora (from Djourou) / Daniel Lanois: Every Nation (from Heavy Sun) / Valerie June: Stardust Scattering (from The Moon and Stars: Prescription for Dreamers) / Balmorhea:    (from The Wind)

 

 

THE SECOND HOUR

 

Sternzeit – /  A Winged Victory for the Sullen: Total Perspective Vortex (from Invisible Cities) / Daniel Lanois: Under The Heavy Sun & Mother’s Eyes (from Heavy Sun) / Lana del Ray: Chemtrails over the Country Club (from Chemtrails Over The Country Club) / Floating Points, Pharoah Sanders, London Symphony Orchestra: Movement 7 (from Promises) / Joshua Abrams speaking* Natural Information Society with Evan Parker: Part III (from: Descension (Out Of Our Constrictions – out now on Aguirre Records, promoted in Germany at least, by Werner and Klaus, no kidding) / Balmorhea: some more quiet moments from The Wind)

 

Joshua Abrams (transcript of his special „solo speech“): „At the time of this recording we had performed descension (Out of Our Constrictions) 17 times in concert over a period of 5 months. i wrote the music in February of 2019 for the current touring incarnation of Natural Information Society made up of Lisa Alvarado, Mikel Avery, Jason Stein & myself. Lisa plays harmonium amplified with effects, Mikel – drums, Jason Stein – bass clarinet & i play guimbri.  The guimbri is a 3 string bass lute sometimes called a sintir or a hajhouj. It is Gnawan instrument that can be heard in sacred & secular music. I like to think of the guimbri as a sophisticated form of soundmaking technology for focusing & guiding concentration.

The music i write for Natural Information Society is interwoven & multilayered. we are all weaving a sound together. With time & experience performing the piece we find new paths, resting places & occasional detours.  it is the woven nature of the composition that gives descension (Out of Our Constrictions) its hypnotic qualities. The music encourages the band’s members to find variation & embellishment & is written with room for mutability & improvisation.  

From time to time we have the pleasure of having guests join the group.  when we last played in berlin, a couple days before this recording, Tony Buck, Magda Mayas & Theaster Gates all joined us at Arkaoda.  other guests have included Chris Abrahams, Josh Berman, Hamid Drake, Alexander Hawkins,  Tomeka Reid, Dave Rempis & Helge Sten.  In most cases guests are free to improvise along with the group and respond to the vibration and context of the piece (music)

Evan Parker needs no introductions for his contributions & innovations to free improvisation, the saxophone & music in general.  Far be it for me to tell him what to play or say.  he’s a free agent.  It is always a challenge & an honor to try to rise to what he brings to the music.  What you will hear is side C of a recording from a concert we presented at Cafe OTO in London. The piece is about 1/2 way through a 70 something minute performance.  The music is opening up, Jason is soloing a little, trying to catch up to Evan and the band is fully in.  CAFE OTO is one of the group’s favorite places to play & this night was no exception. The audience was crowded & the room was full of good energy bouncing off the walls.  playing the concert was a thrilling experience & and the hang (was) a fine time to boot.“ (translated by Deepl. in comment 3) 

 

THE THIRD HOUR 

 

This theme hour on DAVID DARLING will be quite a surprise. Deep in the archives Odilo C. found two portraits I did about the music of the late composer and cello player, from the years 1994 and 2001. – what a joy, to listen once more to Darling’s voice and musical confessions, not to forget the days in the studio with Manfred Eicher working on „Cello“. The second show has the better title: „Mr. Darkwood und die Langsamkeit der Steine“, but I will broadcast  „Das Herz der Dunkelheit“,  which is more centered around his primal inspirations, with music mainly from the solo cello albums JOURNAL OCTOBER and CELLO. And some excerpts from Darling‘s duo album with Terje Rypdal, EOS, and his album as band leader, CYCLES. 20 years of  great achievements, produced by  Manfred Eicher between 1979 und 2000. Here the old show in its entirety, without introductory and closing words  from the radio broacast yesterday … 

 

 

 

THE FOURTH HOUR 

Beverly Glenn-Copeland (from Keyboard Fantasies)
Various Artists:  Made To Measure, Vol. 1 (Minimal Compact)

Die Welttraumforscher: two tracks  from DIE RÜCKKEHR DER ECHTEN MENSCHEIT: DIE JAHRE 1981-1990

Grandaddy: He‘s Simple, He‘s Dumb, He‘s the Pilot (from The Sophtware Slump….on a wooden piano)

Die Welttraumforscher: two tracks from WIR ARBEITEN FÜR DIE NÄCHSTE WELT: DIE JAHRE 1991-2012

Various Artists:  Made To Measure, Vol. 1 (Aksak Maboul)
Beverly Glenn-Copeland (from Keyboard Fantasies*)

V.A. – Soul Jazz Records presents Studio One Dub Fire Special 

 

*Re-release of Beverly Glenn-Copeland’s rural Canadian  suite for DX7 and TR707 …keyboard fantasies… with new carefully reconstructed glasswork design by Alan Briand.  Beverly Glenn-Copeland is already known amongst collectors and music heads for two sought-after albums of folky jazz in the key of Joni. But it was this album, originally self-released on cassette in 1986 that really caught our attention. The album, entirely recorded on DX-7 and TR-707, lies somewhere between digital new-age and (accidentally) early Detroit techno experiments. The inimitable style of BGC here is both peaceful and meditative while simultaneously rhythmic and bass heavy. The album was recorded in the northern Canadian town of Huntsville where BGC was living at the time and is a beautiful fusion of personal vision, technology and place.

 

THE FIFTH HOUR (PART 1) 

 

Eduardo Ramos: Vocacion Revolucion / Groupo Mounmental: Hasta Los Cuantas / Los 5 U 4: Solo Esta Musica / Grupo de Experimentacion Sonora del ICAIC: Concion Con Todos / Orquestra Los Van Van: Yo Se Que Van Van / Grupo Monumental: Nadia Se Siente Cansado / Orquestro Ritmo Oriental: Maria, Baila El Son / Juan Pablo Torres Y Algo Nievo: Rampe Cocorioco (all tracks from the Soul Jazz Records compilation:  V. A. – Cuba Music And Revolution – Culture Clash in Havana Cuba – Experiments In Latin Music Vol. 1)*

 

THE FIFTH HOUR (PART 2) 

 

Omar Khorshid   (from Omar Khorshid with Love)**
Ayalew  Mesfin: Mot Aylerim (from Tewedije Limut)
Marcos Resende & Index: My Heart (from Marcos Resende & Index)

 

*Like Manna from the heavens, this superb collection heralds in the New Year and has to be one of the most significant compilations for many a decade.  Released as both a heavyweight 3 x vinyl LP and deluxe 2xCD set, this Soul Jazz Records album is the culmination of some 20 odd years of research and crate-digging by compilers Gilles Peterson and Stuart BakerFeaturing a number of legendary Cuban artists who flourished in the 70s and 80s, for example Los Van Van, Grupo Irakere and Pablo Milanés,alongside other lesser-known performers, such as Grupo De Experimentación Sonora Del ICAIC, Grupo Monumentaland Orquesta Ritmo Oriental, who remain unknown outside their native country, virtually none of the tracks appearing on the collection have ever been heard outside of Cuba.

 

** „With Love“ released by the Beirut-based Voice of Lebanon label in 1978 is a testament to Omar Khorshid’s greatness and encapsulate the unique sound of his guitar playing over modern arrangements establishing him as one of Arabic music’s true innovator. Featuring reworkings of such favourites as Mohamed Abdel Wahab’s „Ahwak“, Farid El-Atrache’s „Hebbina Hebbina“ (a Brian Eno Favourite), and the Rahbani Brothers‘ „Rahbaniyat“, the album is a fascinating example of modern arabic music that aimed at fusing traditional influences with the more contemporary ones, and has become highly sought-after by lovers of this Middle Eastern sounds around the world.“

 


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