Beim luziden und vitalen Manatreffen in Stuttgart hatte er von einer Sternstunde erzählt: in einem reizvollen Bergörtchen in den französischen Alpen wurde eines schönen, sonnigen Sonntagmorgens etwas aus der H-Moll Messe in der dortigen Kirche vorgetragen, von einer Gruppe „Meditierer vom Berg“, in Begleitung ihres Gurus. Der Dirigent war ein begnadeter Chorleiter (ebenso wie dessen Bruder ein ebensolcher Bandleader war, der als Sänger und Organist eine holländische Gruppe einst in die höchsten Höhen der Popstar-Sphären führte, unter Mithilfe eines virtuos ackernden Gitarrenmannes) und so sang der Chor letztendlich frei und ohne Notenblatt. Die erzkatholische und guru-skeptische Gemeinde dankte es mit spontanem Applaus. Der Ort hiess Beaufort, die heutige Etappe sollte hindurchführen, das Wetter machte dem den Garaus. Schade, er hatte sich darauf gefreut. Freude gab es dennoch über den grossartigen Auf-Tritt des Emanuel Buchmann, der ähnliche Körperdaten hat, was ihn für eigene Touren wiederum beflügeln wird, auf denen er gerne immer auch mal eine Fotopause einlegt, für Stadtarchitektonisches beispielsweise. War sie nicht spannend gewesen, die diesjährige Rundfahrt? Dem ARD sei Dank (and France TV as well) für tolle Bilder, Gespräche, Sequenzen und das Timing.