Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2014 18 Okt

Das lange Frühstück nach der kurzen Nacht

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | 4 Comments

 

 
 
 

Heute Nacht, in den „Klanghorizonten“, war meine Nase eine ziemlich geschlossene Veranstaltung. Ist es dem Londoner Dauerregen geschuldet? Meiner Lust, touristisch hochfrequenzierte Orte zu untouristischen Zeiten aufzusuchen? So hielt mich auch der Wolkenbruch am Mittwoch nicht davon ab, in aller Herrgottsfrüh, bevor die Japaner und andere Nostalgiewandler sich auf den Weg machten, nur Minuten von meinem Hotel entfernt, den berühmtesten Zebrastreifen der Welt zu überqueren. Und das war, im Morgendämmer, ein angenehm geisterhaftes Erlebnis. Ich machte kein Bild, der dezente „power spot“ schien sich selbst und seiner reinen Nutzfunktion überlassen: es stand auch kein Volkswagen am Strassenrand. Sie kennen den Ort ja schon so lang, werte Leser, auf dem sich die Beatles für das Cover von „Abbey Road“ ablichten liessen. Paul ist da, glaube ich, barfuss unterwegs gewesen, oder spielt die Erinnerung mir einen Streich? Der Zebrastreifen ist immer an diesem Platz geblieben, er wurde nie verlegt, und auch nie an eine Ausstellung in eine andere grosse Stadt verliehen. Eigentlich erstaunlich.

This entry was posted on Samstag, 18. Oktober 2014 and is filed under "Blog". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed.

4 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Robert Curgenven’s record „Sirene“ was part of my show tonight. Another non-touristic take on so called „well-known places and areas“!

  2. Bob:

    What I find fascinating about the Abbey Road crossing (I’d need to research this) is that if there were Belisha Beacons there (one if my fave artefacts) at the time, little mention is made of them (again, I’d need to check this) …

  3. Henning Bolte:

    Der Zebrastreifen gehört zu den besten Gebrauchsgegenständen der letzten 50 Jahre. Es hat eine Zeit gedauert, bis die Leute damit umgehen konnten. Aber heutzutage läuft’s (im doppelten Sinn des
    Wortes). Ein Photo neben dem Zebrastreifen laufend, würde wenig Einprägungs- und Anziehungskraft besitzen. Im Gänsemarsch hinüber suggeriert höchste Einheit. Nur dann …

  4. Michael Engelbrecht:

    Ah, was für ein feiner Fehler: hochfrequenziert!:)


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz