Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2018 10 Apr

Liste und Tücke

von | Kategorie: Blog | 2 Kommentare

Ich wollte, dass es ein erfolgreicher Wiedereinstieg bei den „man davon ist das“ sein würde. Dazu erschien mir Regelmäßigkeit und strukturiertest wichtig. Und wie hilfreich wäre es, ein durchgängiges Thema zu haben, so wie etwa der geöffnete BücherPlattenschrank oder die Abenteurer eines Musikboxen Vertreters Gregors. Ich überlegte lange; schließlich waren zwei Themen eingefallen: das Öffnen eines Plattenschrankes und das Leben eines Kickboxen Vertreters. ausgerechnet diese beiden Themenkreise waren bereits vergeben.

Und danke dann kam mein Geburtstag und unter anderem Dr. Musik mit einer Sammlung von 361 Versionen von Hey Joe. Da wurde mir schnell klar: das einzige, das was ich wirklich interessierte etwas ich wirklich konnte, was alle zusammen vermissten, waren meine Listen Und wofür es sich lohnte, stundenlang am Computer &, war das aufstellen von Listen und Produktion von Mixtapes. Das konnte öffnen konntest Ich das würde meine Serie nehmen müssten interessiert, außerdem ermöglicht und würde bald mehr Listen haben als privat einen Bücherschrank verbleiben Plattenschrank je im ganzen leben auf und zu machen konnte.

Ich würde schnell einsteigen meinen Listen, ich war gerade zwei CDs in Arbeit: Geburtstags Politik Mix CD sowie ein Tribut an Jimi Hendrix CD, die ich dringend brauchte um an dem anstehenden Schulfest Klassentreffen einen Schulfreund. Endlich nach vielen Jahrzehnten ab bitte zu leisten: ich hatte mich von Ignoranz sein großes Gitarren Vorbild Jimi Hendrix lustig gemacht, und auch bei Business in seinem Sinne zu verstehen. Führen Sie dann Aufgaben sind zu bewältigen Dixieland. Was frei frei frei war, aber der Visionär war er.

Seine CD war fast fertig, ein Stück Bastelei auf untersuchten auch noch der zu kühlen und wie glaubwürdig Biologie und wie auch ich selbst auch in ein steckt fand auch noch jeweils ein Stück inhaltlich beide Original Veröffentlichung der Produktion sind außergewöhnlich gut. OLG wiederholte Ausfüllen eines Einzelunternehmens. Ein Ereignis, die Rückbesinnung von Schulzeit ein und. Eine meiner ersten Weblogs war von ihm darum, Sängerin von Familie und Atlantis. Dann plötzlich Zusammenstellung von drei CDs, die darum Imker Rumpf zwei deutschen Rundfunkorchestern eingespielt eine CD von Handelskammern, eine CD voll Leute in einem Alter Beifall.

Die noch einmal in einem zweiten Versuch, das ist alles sehr verwirrend. es ist Liquidität! Hintergrund! Synchronizität! Also es gibt eine CD 20 in einer Ox mit Livemitschnitten von Tagen Ingvar Rumpf klassischer der Bigband natürlich Orchester wenn. Also ein Sängerin, zwei verschiedene Orchester, zwei verschiedene Stile, und sie bewältigt das ganz grandios.

Ein Lob auf einem einzigen Programm zum Diktieren, das mich mit seiner Kreativität stets aufs neue überrascht. welche versteht schon derrida. Rechtschreibung wird sowieso überbewertet Punkt das weiß jedes Legastheniker Kind. Die deutsche Sprache ist nicht in Gefahr, aber manch freuen Formulierung des Textes in der Mitte ist schwer zu erkennen; des Morgen Zivilisten Titel ist, deshalb morgen zwei Titelliste, wieder korrigiert: Billy Holyfield und Chemie in Tricks.

2018 10 Apr

Mein Jahrbuch: 1966

von | Kategorie: Blog | 4 Kommentare

 

 
 
 

Es ist schön, ein Buch zuhause zu haben, auf das man sich jeden Monat freuen kann. Jon Savage hat mit viel Wissen und genauesten Kenntnissen der LP-Neuerscheinungen im Jahr 1966 The Year the Decade Exploded verfasst – ein dickes Werk, das er in Monatskapitel aufteilt. Ich lese im April 2018 über den April 1966, dem Monat, in dem LSD angesagt war. Bob Dylan warf es ein: „Take me for a trip upon your magic swirling ship …“. The Birds flogen „Eight Miles High“The Dovers sahen mit „The Third Eye“.

Meine LSD Erfahrung ist vergleichsweise bescheiden. Wir fuhren mit unserem Buckelvolvo hinaus in den Kaiserstuhl, lagen unter Kirschbäumen und zählten die Käfer auf der Wiese. Ich bekam ein großes Verlangen nach dem Müdigkeitsgefühl, das ich als angenehmeren Zustand herbeisehnte. Mit viel Bier kam ich wieder „runter“. Das war 1978.

In der Musik öffnete die bis dato erlaubte Droge LSD im April 1966 neue Pforten des Hörerlebnisses. Ravi Shankar, Coltrane und Albert Ayler mischten sich unter die Popmusik. „Freejazz and Indian classical music had been the period’s secret soundtrack  – the preserve of beats and hipsters – and „Eight Miles High“ brought them into the mainstream pop market …“ (S.123)

In dem neuen Buch Die Schönheit der Zukunft von von F.C. Delius ist sehr anschaulich beschrieben, wie Delius 1966 in einem New Yorker Club den Freejazz entdeckt. Er hatte das Glück, Albert Ayler auf der Bühne zu erleben.

Und – was ist das Thema vom Mai 1966?  „Walkin‘ My Cat Named Dog“ …

Ich freue mich drauf.

 

 

 
 
 

„It was renamed, I believe it used to be under the name Bley-Peacock Synthesiser Show in which she was sponsored by Moog who gave her a synthesiser to tour around with and get people interested in the product. What she created was something extremely strange and not commercial at all! I kind of feel like her and Laurie Anderson, although very different, I love them for similar reasons. I think Annette Peacock is one of the most brilliant lyricists of our time which is what initially drove me to her music. As a vocalist and as a composer she’s really amazing, but as a vocalist as well I really like her experimentations with the Moog and electronics. It’s very difficult to do and she’s expressive and it sounds human, robotic but super-human robotic, you know?“

 
– Patrick Clarke (Circuit des Yeux)

 

„I think for the foreseeable future we have to disabuse ourselves of any ideas of unifying, or coming together, or all getting along. I don’t think we’re going to reconcile the America that elected the first African American president with the America that just elected a president avidly endorsed by the Ku Klux Klan – I’m not sure I even want to reconcile the two.“

 

(Steve Erickson, author of „Amnesiascope“ and other great novels)

 

 
 

 
 

Dear friends,

 

they offered this opportunity, and I agreed. It‘s the infamous „wooden cabin“, known (in general and all its mythical dimensions), as a place for singers and songwriters in recluse, for people reading Thoreau, lovers’ retreat, or just taking a break from mobile phones. This cabin is placed on the island of Amrum, close to a forest – and a place that once offered shelter for the first German Kinks fanclub. From old days on, I stayed in contact with those nice guys, and now they invited me for a freewheelin‘ visit that will end the day before my live show on April 21st. Quiet days, no web, no photos, just listening to the waves and the music, walking, eating fish, writing some lines for my campfire radio night in the long hours before the record store day will open its doors. It‘s quite a pile of records I have transported here. Arriving at night, the first thing I have been listening to is the „Standards Vol. IV“ album from The National Jazz Trio of Scotland. No jazz, no standards, but sublime songs with a nod to the spirit of Young Marble Giants. Oh, a knock at the door. Hope you will join the „Klanghorizonte“!

 

Best, Michael

2018 7 Apr

Nordub

von | Kategorie: Blog | 3 Kommentare

Gefunden. Da haben sich die Richtigen gefunden! Immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Klangräumen. Zugegebenerweise hätte man da sicherlich auch schon früher drauf kommen können (vielleicht werde ich jetzt zu meiner großen Freude eines besseren belehrt…) Dub mit kühlem nordischen Jazz und subtiler Elektronik zu mischen, aber dafür ist das Ergebnis nun exzellent und äußerst hörenswert. Keine Geringeren als Sly & Robbie fanden doch Nils Peter Molvaer schon immer gut und so kam es irgendwann 2016 zu einem Projekt, deren erste Einspielung mit Eivind Aarset und Vladislav Delay jetzt vorliegt. Zum Glück habe ich seit kurzem einen Subwoofer, der ordentlich hilft dieses Klangspektrum zur Geltung zu bringen. Der tiefe, wuchtige Bass, die jamaikanischen, recht experimentellen Drums und die Trompete verbinden sich mit einer entspannten Selbstverständlichkeit und dazwischen verbinden, modulieren und akzentuieren Eivind Aarsets Gitarre und die elektronische Bearbeitung Vladislav Delays und zusammen schaffen sie eine wunderbare Vielschichtigkeit, der man stets den Spaß beim gemeinsamen Jammen anhört. Ethnotrance, die sich passagenweise vor Jon Hassell verneigt und als Gruppe weit über die Summe ihrer Teile hinauswächst. Für mich jedenfalls ein klares Highlight des Jahres.

 
 
 

 


 
 

Song titles such as „The Big Wind,“ „Form,“ „Walking,“ and „Aerial View“ convey a marriage of sound and word. The strong Asian influence present in much of Tibbetts‘ music is less obvious on „Northern Song“, but an openness to non-western music, as well as a reverence for the natural world and big landscapes still prevails. The songs sound like music for a locale defined by the elements and surrounded by a lot of primeval space. Space and sky, time and wind, rock and earth. More accurately, it’s the music of a rich wild nothingness. A wild nothingness sometimes dark, occasionally lonely, but just as often warm, intimate and inviting.

(Rob Caldwell, All About Jazz)

 

Of course, his albums have nothing to do with jazz. I‘m waiting for a new record by Steve Tibbetts, like I‘ve been waiting, over the years, with a similar set of joyful sensations, for forthcoming albums by other favourites of mine. Tibbetts made records of high diversity, and I nearly fell for all of them. I still think, one of his works, „Full Moon Dogs“ ist one of the most disturbing and wild hardcore „fusion records“ ever made. For „Big Map Idea“, I wrote the liner notes. When he called his last and very sophisticated CD, „Natural Causes“, with a sense of irony, „a three-legged dog“, what can we expect from his forthcoming work: an army of cats? Wait and listen!

(m.e.)

 

 
 
 

Hearst a nit wia die Zeit vergeht singen die Alpinkatzen.

 
 

Der G Punkt Gipfel ist längst vorbei, geblieben ist das seltsam solitäre Schloss in der Elmau. Man erreicht es von Garmisch-Partenkirchen aus mit einer viertelstündigen Regionalbahnfahrt und einer anschließenden eineinhalbstündigen Wanderung. An der angemessenen Auffahrt zum Schloss will man augenblicklich den Rückweg antreten, so ausladend sind die Schilder: „Eintritt in das Luxushotel nur für Hotelgäste.“

Ich habe mich selten von Sperrungen oder Verboten beeindrucken lassen. Wir leben in der Moderne, wo das Subjekt gelernt hat, in sich hineinzuhören! Ich betrete das 5-Sterne Retreat und gehe gelassen an den beiden Empfangsdesken vorbei, steuere auf eine Tür mit dem Namen Liperello zu, trete ein und setze mich an den noch einzigen freien Tisch. Aha, hier sind sie also, die „Unentbehrlichen“ (Ilija Trojanow).

Der livrierte Kellner bittet mich um meine Zimmernummer, ich bitte um einen Kaffee, der Trainierte fragt noch einmal, mein Blick fällt auf einen Herrn mir gegenüber, ja ist das nicht, doch doch, da sitzt Roland Spiegel, Jazz Redakteur beim BR, ich sage geistesgegenwärtig: „Ich wohne nicht in diesem Hotel. Ich habe hier eine Verabredung mit einem Herrn vom Deutschlandfunk.“ Der ausgezeichnete Schümli kostet 5 Euro inklusive Babygeschrei vom Nachbartisch. Hier wird Edutainment angeboten für die Kleinsten der Nichtüberflüssigen. Es findet ein Schachturnier für Sechsjährige statt. Kleine Mädchen schleppen Schachbretter wie Schutzschilde vor sich her.

Ich verlasse diese seltsame Lounge. Mein Ziel ist der renommierte Konzertsaal, wo schon so viele Götter und Göttchen gespielt haben. Im März erst trat Brad Mehldau dort auf. Der Konzertraum ist erstaunlich klein. Schwere dunkelrote Sessel stehen unter goldverkleideten Stehlampen in einem Halbrund zur Bühne. Auf einem Louis 14 Tischchen liegt ein Programm für 2018. Ich sehe unter „Jazz“ folgende Künstlernamen:

 
 

Nils Wülker

Jukka Perko (kenne und mag ich)

Sebastian Gürtler

Joo Kraus

Cleo

Trilok Guru (Neuentdeckung für mich, coole indische Rhythmen)

Kinga Glyk Trio (habe mir paar Stücke angehört, die polnische Bassistin gefällt mir)

Kristjan Randalu Trio (habe mir ABSENCE angehört, na, wenn das nichts für Michael ist)

 
 

Ansonsten kommt natürlich die Luxustruppe aus dem FAZ Feuilleton angereist: Felicitas von Lovenberg trifft auf Grütters. Wie cool wäre das denn, wenn sie mal ein bisschen Schwung in die lahme Runde brächten und den hyper zeitgenössischen Text von Mick Jagger diskutierten: „GIMME SHELTER“. Und dann muss ich doch schmunzeln. Heinz Bude darf vorlesen aus Adorno für Ruinenkinder. Herrlich, das passt. Gestern habe ich das Championspiel Bayern München gegen Sevilla in einem oberbayrischen Gasthof angesehen. Er war überfüllt bis auf einen freien Tisch, an dem ein Neger alleine saß. Ich bin ein Kind von Fassbinder (Angst essen Seele auf). Ich setzte mich zu ihm. Wir sprachen nicht miteinander.

Als ich heute auf der Zugspitze stand, fragte ich mich, was ich aus dieser schönen Welt mitnehmen würde in eine mir unbekannte. Neben mir stand Effi mit dem DFB Pokal in der Hand für Werbeaufnahmen. Stinkefinger würde ich nicht mitnehmen. Vielleicht etwas aus der Kunst?  Ja klar, eine TÜTE LUFT (Duchamp).

1982 gehört zu meinen wildesten Jahren, und so wundert es mich, dass ich mich nicht daran erinnere, wann und wie  mich, an einem Tag in jenen zwölf Monaten, die mich gnadenlos durch Höhen und Tiefen purzeln liessen (mit meiner tätigen Mithilfe), via „jazz py post“ (wie sonst am Ende der Welt) ein Päckchen aus München erreichte, mit Gary Peacocks „Voice from the Past“ – diese Wahnsinnsmusik hätte sich, auch mit dem farbig aufgerissenen Himmelsmotiv, bestens in meinen Soundtrack jenes Jahres eingefügt.

 

Noch heute produzieren die Kompositionen Gänsehaut, so eindringlich, dass man sich ihnen ganz hingeben muss, lauschend: eine Traumgruppe hatte der amerikanische Basssist um sich geschart, und von dem stetig befeuerten Jack DeJohnette abgesehen, spielten Tomasz Stanko und Jan Garbarek mit einer Furiosität,  von der sie in nachfolgenden Jahrzehnten weitgehend ablassen würden, zugunsten anderer Spielideale. Als sollten es die Soli ihres Lebens werden, als würden sie ALLES hineinlegen! Selten passt das Wort „entfesselt“ mehr, und auch die im Titel zu vernehmende „Stimme aus der Vergangenheit“ kommt eher aus slawischen Urwäldern und des Bassmannes Erinnerungen an Jazzclubzeiten mit Albert Ayler, als aus einem idyllischen Shangrila.

 

„Guamba“ erschien fünf Jahre später, 1987, an das Cover erinnere ich mich, denn ich mochte es auf Anhieb, und es gibt einige dieser Art, bei denen sich sonderbare Gestalten im Vordergrund eher im Kontakt befinden mit dem Horizont und dem Abgelegenen als der Porträtlaune eines Fotografen zu folgen (man denke nur an den Wanderer auf einer John Surman-Platte, „The Amazing Adventures of Simon Simon“).  Instrumental gesehen ist es die gleiche Besetzung, allerdings spielt neben Jan Garbarek Palle Mikkelborg Trompete (ich habe zwei Lieblingsscheiben, an denen der Däne mitwirkt, „Waves“ und „Returnings“, gerade mal vier Jahrzehnte liegen zwischen ihnen, wer sagt, Zeit fliegt?), und am Schlagzeug sitzt Peter Erskine.

 

In meiner leicht pastell getönten, flüchtigen  Erinnerung (ich verlor das Werk bei irgendeinem Umzug) ist das Album im Vergleich viel melodischer, weniger ekstatisch. Es hat also bei mir nicht so viele Spuren hinterlassen, und doch möchte ich es gerne auf Vinyl wiederhören. Ich wäre sehr, sehr gespannt, wie dann diese „Stimme aus der Vergangenheit“ tönt.


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