Manafonistas

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Kategorie: Blog

 

 
 

“THERE WERE THREE GREAT BEATS IN THE 70s: FELA KUTI’S AFROBEAT, JAMES BROWN’S FUNK AND DINGER’S NEU BEAT.” (Brian Eno)

 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 

 
 

 
 
1) Andy Sheppard: SURROUNDED BY SEA 
2) Anders Jormin / Lena Willemark / Karin Nakagawa: TREES OF LIGHT 
3) Alva Noto: XERROX, VOL. 3 
4) Biosphere / Deathprod: STATOR 
5) The Mountain Goats: BEAT THE CHAMP 
6) Franz Schubert / Andras Schiff: DITO 
7) Bill Wells & Aidan Moffatt: THE MOST IMPORTANT PLACE IN THE WORLD 
8) Kate Moore / Saskia Langhoorn: DANCES AND CANONS 
9) Sufjan Stevens: CARRIE AND LOWELL 
10) Paolo Fresu – Daniele di Bonaventura: IN MAGGIORE 
11) Polar Bear: SAME AS YOU 
 
 
 

 

 
 

 
 
1) The New Jazz Orchestra: LE DEJEUNER SUR L´HERBE 
2) Darren Hayman: CHANTS FOR SOCIALISTS 
3) Sam Lee: THE FADE IN TIME 
4) Robert Wyatt: OLD ROTTENHAT 
5) Linton Kwesi Johnson: FORCES OF VICTORY 
6) Big Youth: SCREAMING TARGET 
7) Linton Kwesi Johnson: BASS CULTURE 
8) Brian Eno: ON LAND 
9) Karl Hyde: EDGELAND 
10) John Surman: THE AMAZING ADVENTURES OF SIMON SIMON 
 
 
 

 

 
 

 
 
1) Chick Corea: PIANO IMPROVISATIONS Vol. 1 

2) Ralph Towner: DIARY 

3) Edward Vesala: INVISIBLE STORM 

4) Nils Okland: MONOGRAPH 

5) Steve Tibbetts: NORTHERN SONG 

6) Shankar: SONG FOR EVERYONE 

7) Dave Darling: SOLO 

8) Federico Mompou / Herbert Henck: MUSICA CALLADA 

9) Andy Sheppard: SURROUNDED BY SEA 
 
 
 

 

Record Store Day – ich schlafe 400 Meter entfernt von Kölns wunderbarem Musikladen “a-Musik”. Für heute habe ich (auf Vinyl) “Exklusiv-Pressungen” geordert von Brian Enos “My Squelchy Life” und Willie Nelsons “Teatro”, produziert von Daniel Lanois in einem alten mexikanischen Kino. Country Noir – die Musik, die ich hören möchte, nachdem ich wieder mal Robert Altmans “The Long Goodbye” gesehen habe. Die dritte Stunde heut Nacht war speziell – bei der Beschreibung all der ausgewählten ECM-Cover hatte ich bald das Gefühl, etwas “psychedelisch” draufzukommen. Das Betrachten von Herbert Hencks Cover (zu Mompous Musica Callada) liess mich dann  entspannt in helles Blau eintauchen. Für den Rest der Stunde hatte ich ein “blaues Gefühl” – zuvor oder hernach erzählte ich meine Story der beiden Cover von Edward Vesalas MAN MADOL, ohne dass ein Ton dieses magischen Werkes zu hören war: so mutiert der neugierige Hörer zum Schatzsucher, mit oder ohne Robert MacFarlanes “Karte der Wildnis” zur Hand. Safe Journey!

Oh, einiges, aber sind wir jetzt schon in der Möbiusschleife? Das klingt fast wie aus einem surrealistischen Gedicht, nun, nicht ganz. Da würde die Leserin nicht direkt angesprochen werden. Eher so:
 
Et dans la rue où l´on descend
Ce sont toujours les mêmes mots que l´on entend
(Pierre Reverdy)
 
Welche Landschaft inspiriert Sie am meisten?
Können wir den Begriff der Landschaft sehr weit fassen?
 
Es erinnert mich daran, dass alles, was ich entdecke, auch mich entdeckt. Er hatte mir seinen Gedichtband geschenkt, ein dünnes schmales Bändchen, alle Gedichte waren kurz und ziemlicher hard stuff. Ich las ihn auf dem Rückweg und die besten Passagen auf einem kalten zugigen Bahnsteig, noch 18 Minuten, und zehn Meter über mir lag Schnee. Aber es war nicht der Winter. Und wo lesen Sie am liebsten? Gibt es etwas, was Sie noch nie verstanden haben? Welches geliehene Buch haben Sie nicht zurückgegeben?
 
Welchen Fragebogen würden Sie für Bewerbungen entwickeln?
Bewerbungen wofür?
Suchen Sie es sich aus.
Verschiedene Fragebögen?
Vielleicht.

Neu im Plattenschrank

Natürlich kam mit dem Veröffentlichungstermin die neue Andras-Schiff-Platte bei mir zuhause an und wurde sogleich aufgelegt. Michael hatte diese Hammerklavier-Aufnahme ja schon erwähnt, aber, was ich da jetzt über meine Elac-Boxen zu hören bekam, hat mich schon richtig zum Staunen gebracht. Ja, ich gebe es zu, es war sogar gewöhnungsbedürftig. Wir sind doch alle verdammt gefangen in unseren Steinway-, Bechstein-,Bösendorfer und Yamaha-Hörgewohnheiten, dachte ich. Andras Schiff hat diese Platte auf seinem Hammerfügel, der 1820 in Wien von Franz Brodmann gebaut wurde, eingespielt (schön, dass im Begleitheft Michael Ladenburger über das Instrument eine Menge Interessantes zu erzählen weiß). Und: der Meister spielt Franz Schubert, die Ungarische Melodie in h-Moll D 817, die Sonate in G-Dur D 894, Moments musicaux D 780, Allegretto in c-Moll D 915, Vier Impromtus D 935 und schließlich die Sonate in B-Dur D 960. Nach mehrmaligem Hören bin ich dabei die Schätze dieser Aufnahmen zu erahnen, eine wunderbare Platte. Schiff schreibt im Begleitheft: „Nicht alle werden meine Begeisterung teilen. Für manche Musikliebhaber klingt das Fortepiano fad, farblos und monoton. Sie meinen, mit einem modernen Flügel könne es keinesfalls mithalten, der Klang des Letzteren sei kräftiger, robuster, brillanter. Wer aber in die Klangwelt des Fortepianos genau hineinhört und heimlich lauschet, dem wird sich eine neue Dimension eröffnen. Wer weiß, vielleicht wird ja auch mancher von ihnen konvertieren?“

 

 

Und auch die zweite neue Platte, die ich hier erwähnen möchte, wird sicher zu meinen besten 20 Plattentiteln des Jahres 2015 gehören: Paolu Fresu (trumpet, Flugelhorn) und Daniele di Bonaventura (bandoneon) spielten im Duo das Album `In maggiore´ ein. Was für wunderschöne, ruhige, leise, zarte Klänge…
Die neue Veröffentlichung von Sufian Stevens `Carrie and Lowell´ begeistert mich ebenso wie die von Michael hier schon ausführlich vorgestellte neue Platte von The Mountaiun Goats `Beat the Camp´.
Ende März erschien `Lost and Found´ aus der Reihe Buena Vista Social Club, keine Überraschung, aber eine gute Platte mit Aufnahmen aus dem Jahr 1996, 1999 bis 2002 und neueren Liveaufnahmen.
Fast ein echter Fehlkauf: Matthew E.White: `Fresh Blood´. Mich hat eigentlich nur ein wirklich tolles Stück auf dieser Platte begeistert: `Rock & Roll is Cold´. Das ist eines jener Stücke, die man gerne hört, wenn es in den Urlaub geht oder zum Manfonisten-Treffen nach Sylt. Sicher wird es auch zahllose Anfragen geben, dieses Stück in die diversen Juke-Boxen aufzunehmen. Den Rest der CD gilt es vielleicht noch zu entdecken.
Die Gruppe Villayers haben mich allerdings mit ihrer Platte `Darling Arithmetic´ wirklich überrascht, SPEX schreibt dieses Album gehöre zur problematischsten aller musikhistorischen Kategorien: Es sei ein Trennungsalbum. Na, das erinnert mich doch an eine Diskussion hier…..Mir gefällt diese Platte jedenfalls sehr gut, ebenso, wie das neue Album der Unthanks `Mount the Air´.

 

2015 17 Apr

flashes #1

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Hendrix envisioned
 
 

 
 
Hendrix envisioned

 

 
 
 

Der Wagen wurde 1971 gebaut. Davon gab es nur 1750. Das H auf dem Nummernschild bedeutet “historisch”. Das macht der TUEV fuer 100 €. Das bekommen nur Inhaber diese schoenen Autos, wenn es ueber 30 Jahre alt ist und die Innereien nicht ersetzt wurden. Der Motor verbraucht 20 Liter. Man weiss nie so genau, wann der Tank leer ist, ca. nach 400 Kilometern. “Das sei noch echtes Fahrgefuehl”, erzaehlte mir der stolze Besitzer in meinem Stammcafe. Davor war dieses Prachtstueck geparkt.

 

 

 
 
 

Manafonistas haben schon öfter über ECM-Cover geschrieben. Die NAHAUFNAHME widmet sich dem Wechselspiel von Klang und Bild in der Cover-Ästhetik von ECM. Mit dabei die “Wintersonnenlichtszene” von L. Shankars “Song For Everyone”. Die ZEITREISE dreht sich durchweg um das alte England, mit frisch ausgegrabenen Jazzklassikern, Sam Lee, Darren Hayman und ein paar alten Bekannten – neben Linton Kwesi Johnson (der jamaikanische Wurzeln hat, aber in England lebt seit vielen Jahrzehnten) ist noch ein weiterer Jamaikaner mit von der Partie. Keith Levene erinnert an den Einfluss von Big Youth auf die frühen Jahre von The Clash, PIL und “The Flowers of Romance”:

“I’d known people like Mick Jones and Viv Albertine for some time. Paul Simonon was a great painter, and he looked good, but he couldn’t play bass at that time, but that didn’t matter. He looked great; these cheekbones and black suits from a 2nd hand thrift store or somewhere that he’d just torn up and spray painted. Mick Jones would just say to Paul, “play these notes: Here, this is how it goes, ok?” and Paul would do it. We all loved reggae b lines; those huge stepping bass lines, and mic chanters; people like Big Youth, who was so hip at the time. Screaming Target? Hail Jah Youth!”

Und die Neuveröffentlichungen, die Abteilung NEULAND, was steht da im Programm? Ein paar Überraschungen auf jeden Fall. Ansonsten: Schwedischer Folk mischt sich mit japanischen Kotoklängen, Andy Sheppard ist “surrounded by sea”, und setzt das, u.a. mit Sebastian Rochford (Polar Bear) und Eivind Aarset eindrucksvoll in Szene.  Neben drei angloamerikanischen Songalben der Extraklasse (s. Foto, der junge Sufjan Stevens mit Mutter) gibt es neue Electronica von Deathprod und Alva Noto. Das Buch der Ausgabe heisst “Karte der Wildnis”,  stammt von Robert MacFarlane und kommt wahrscheinlich in allen drei Stunden vor.


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