Manafonistas

on music beyond mainstream

Du durchsuchst gerade das Archiv der Kategorie ‘Blog’.

Kategorie: Blog

 


 
 
All of them hit me down and I hardly could do anything else than listening and getting lost somewhere in between the sounds.
 
1) The Last Days: When the Tomorrow is a grey day

2) This Will Destroy You: This Will Destroy You

3) If These Trees Could Talk: Red Forrest

 
 

 
 
 
 

 
 

The latest in Columbia/Legacy’s Miles Davis Bootlegs series has four discs representing all four nights played by the trumpeter’s new electric band as the support for Laura Nyro at the Fillmore East in June 1970. That controversial and brilliant group included Chick Corea and Keith Jarrett (mingling electronic abstractions and wah-wah-guitar effects on keyboards), and the recurring setlist offers revealing glimpses into the real-time evolution of classics like Directions, Bitches Brew and It’s About That Time. The group was also hovering between acoustic, standard-song jazz and raw avant-rock, so longtime Davis staples also get fresh treatments. Just hearing It’s About That Time variously played with unadorned trumpet simplicity, or amid menagerie synth-sounds and dense drum shuffles, or accompanied by Airto Moreira’s windy flute, in successive nightly interpretations, is fascinating. But a funky Willie Nelson (later to appear on the Jack Johnson album), the rousing, choppy Directions, and the magnificent riff of Bitches Brew are just a few of the highlights subjected to continuous reappraisal. It’s a chapter in the story of 20th-century music as a whole, not just the minutiae of jazz. (John Fordham, The Guardian)

 

 
 
 
A)
 
1. Tom Verlaine: A Stroll, from: Songs and Other Things
2. Tom Verlaine: Rain, Sidewalk, from: Songs and Other Things
3. Burnt Friedman: Deku No Bo, from: Bokoboko
4. Dirty Projectors: Dance For You, from: Swing Lo Magellan
5. The Flaming Lips: Ashes in the Air, from: The Flaming Lips And Heady Fwiends
6. Labradford: C. of People, from: Prazision LP
7. Hilary Hahn & Hauschka: Ashes, from: Silfra
8. Lost in the Trees: Garden, from: A Church That Fits Our Needs
9. Chris Watson: Sierra Tarahumara, from: El Tren Fantasma
10. Joanna MacGregor & Andy Sheppard: The mercy seat (Cave), from: Deep River
11. Six Organs of Admittance: Hold But Let Go, from: Asleep On The Floodplain
 
 
B)
 
1. Geoff Barow / Ben Salisbury: 301 – 305, from: DROKK – Music Inspired by Mega-City One
2. Geoff Barow / Ben Salisbury: Exhale, from: DROKK – Music Inspired by Mega-City One
3. Geoff Barow / Ben Salisbury: Lawmaster / Pusuit, from: DROKK – Music Inspired by Mega-City One
4. Cakewalk: Perpetual, from: Wired
5. Can: Your Friendly Neighbourhood Whore, from: The Lost Tapes
6. Can: Dead Pigeon Suite, from: The Lost Tapes
7. Astrid: Suite, from: High Blues
8. Philip Jeck: Vinyl Coda IV
9. Cheek Mountain Thief: Nothing, from: Cheek Mountain Thief

 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 
 

 
 

“Jan Wiele hat Michael Chabons Roman um Nat Jaffe und Archy Stallings, die den Jazzplattenladen Brokeland Records führen, dessen Existenz durch einen neuen Megastore bedroht ist, mit großer Begeisterung gelesen. Der Gedanke an Nick Hornbys “High Fidelity” scheint naheliegend, doch der Rezensent macht deutlich, dass Chabons Roman in einer ganz anderen Liga spielt. Denn “Telegraph Avenue” ist für Wiele nichts weniger als ein großartiger Amerika-Roman, der das Verhältnis zwischen schwarzem und weißem Amerika sowie die Schmelztiegel-Kultur neu beleuchtet und tiefgründig analysiert. Zugleich liest er das Werk als “große Ballade von Patchwork-Familien und abwesenden Vätern”. Besonders gefallen Wiele der Humor des Autors, sein filmisches Erzählen, der Wechsel von wirklichkeitssatten Beschreibungen und phantastischen Einfällen, die zahlreichen liebevollen Anspielungen und Bezüge auf den Jazz, die Popkultur, das Blaxploitation-Kino. Für Wiele eine prall gefüllte Wundertüte Literatur.” (aus: perlentaucher.de – Jan Wieles Rezension von Michael Chabons neuem Roman “Telegraph Avenue” findet sich in der FAZ)

2014 14 Apr

Nightly sun activity

| Abgelegt unter: Blog | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

 
way up north … yesterday night Umeå … aurora borealis
 
 
 
 

 
 

2014 12 Apr

Don´t Turn The Light On

| Abgelegt unter: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags:  | 7 Kommentare

 
 

 
 
 
Dank Uwes Hinweis konnte ich vor etwa zwei Wochen zu einer Uhrzeit, zu der 70 Prozent der Manafonistas wahrscheinlich friedlich ihre ersten REM-Schlafphasen durchlaufen und 10 Prozent vielleicht schon ihre ersten Klartraumübungen absolvieren, ein denkwürdiges Konzert im WDR verfolgen: Die vollständige Fernsehaufnahme des Auftritts der Kölner Gruppe Can live im Winter 1970 in Soest. Erst ein paar Monate zuvor hatten der Keyboarder Irmin Schmidt und der Bassist Holger Czukay den Sänger Damo Suzuki von der Straße ins Studio geholt. Allein schon von der Art der Aufnahme unterscheidet sich diese Ausgabe des „Rockpalast“ von heutigen youtube-Einträgen oder Konzertaufnahmen im Fernsehen. Ein Zeitdokument. Die Kameras wurden immer wieder auch für längere Passagen auf das durchgehend sehr junge Publikum gerichtet, dem man anmerkte, dass es an einem wichtigen Ereignis teilnahm. Eine Gruppe saß sit-in-ähnlich auf dem Fußboden, andere hielten die Arme verschränkt, ein schlanker Junge mit engem Pullover tanzte – immer wieder im Bild – mit seltsam skurrilen Armbewegungen, eine blonde Frau mit Tuch im Haar packte erst ein Buch aus, dann eine Pfeife und schließlich produzierte sie Seifenblasen, wie ein Kind.
 
 
 

 
 
 

 
 
 
Und dann gab es bestimmt noch ein paar andere, hochsympathische Menschen, eher verborgen. Wenn ich auch Damo Suzuki ein gewisses Charisma nicht absprechen möchte, so mochte ich doch die Stücke am liebsten, in denen er sich im Hintergrund hielt. Wunderbar psychodelisch und mein Lieblingsstück dieses Konzertes: Paperhouse. Interessant ist auch der Titel „Vitamin C“. Das müssen nicht Okraschoten sein.
 
Und dies ist ein Teil der Playlist:
 
1) I Feel Alright
2) Mother Sky
3) Deadlock
4) Bring Me Coffee Or Tea
5) Sense All Of Mine
6) Don´t Turn The Light On, Leave Me Alone
7) Paperhouse
 
 
 

 

2014 11 Apr

Es war Neuland

| Abgelegt unter: Blog | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

Vor ein paar Jahren begrüßte man das Internet, diese schöne neue Wohltat, als eine ungekannte Form der geistigen und imaginären Ausweitung, begeistert von der Möglichkeit, nun von seiner Wohnung, seinem Zimmer aus, vom Schreibtisch her, mit und in einer Sphäre zu kommunizieren und sich spielend leicht Informationen heranzuholen. Es war Neuland. Man genoss den wilden Wechsel zwischen Realwelt und virtual reality und wenn man kurz mal zum Einkaufen über die Strasse ging – wofür kaum Zeit blieb – dann war man in Gedanken noch auf seinem Desktop. Welt am Draht. In einer digitalen Wolke schwebend, fühlte man sich jung, geadelt, zugehörig. Wunderbare Metamorphose, aus Looser wurde User. Und wenn einem dabei, wie von einem Auto angefahren, im Tagtraum eine zahnlose Alte rücklings hinterherrief: “Das Internet wird euch noch alle ins Verderben reissen!” – entgegnete man etwas angefasst: “Ja red´ du nur!” Auch die ehrwürdige Grossmutter verweigerte schliesslich noch zeitlebens jegliches Telefonat – und die ersten Eisenbahnen galten als viel zu schnelles Teufelszeug … Aber die Zeiten ändern sich. Man kehrt heut gerne tendenziell zurück: zu den habhaften und handlichen Dingen, zu den Menschen, zur konkreten Welt. “Das einfache Leben!” forderte Susanne und Jan bejahte das. Seine Haut retten und sein Hirn – vor diesem nimmermüden Flackern der Bilder: Bitte Augen schließen, bitte zum Abschluss kommen, bitte sterblich werden.

 
 
 

 
 
 
Byung-Chul Han: Bitte Augen Schliessen.
MseB bei Matthes & Seitz Berlin
Amazon Kindle Edition, € 0,99

Manchmal sind Missverständnisse, Versprecher oder Hörfallen auch produktivitäts- oder gedächtnisfördernd, zum Beispiel wenn Wörter kombiniert werden, die in gewöhnlichen Dankbahnen so nicht zu finden sind. Wie kann der Titel einer CD „Filtered Through France“ heißen, fragte ich mich viele Jahre. Gianni Rodari hat daraus eine Methode zum Erzählen von Geschichten gemacht, nachzulesen in seinem Buch „Grammatik der Phantasie“. Ein altes Spiel. Schreiben Sie auf eine Seite eines Papiers ein Wort, drehen Sie das Papier um, reichen Sie es weiter, der nächste schreibt wieder ein Wort. Die Kombination von „Hund“ und „Katze“ ist langweilig. Wie wäre es aber mit „Hund“ und „Schrank“? Verbinden Sie die Wörter durch verschiedene Präpositionen. Machen Sie eine Liste (ich liebe Listen): Der Hund auf dem Schrank, der Hund im Schrank, der Schrank im Hund (hups, jetzt wird es interessant) etc. Dies wäre dann die Aufgabe von Person No. 3, wahlweise auch dem dritten Anteil des eigenen Ich. So beginnen Geschichten. Beim Blättern in alten Jazzthetikausgaben in der Bibliothek meines Vertrauens fiel mir dann die Anzeige auf, die auf ein Werk von Spunk hinwies: Filtered Through Friends. Es ist ungefähr 13 Jahre her, dass Michael den Track Nr. 5 (phonophani) in seiner Sendung gespielt hat. Das Stück befindet sich praktischerweise am Anfang einer meiner Audiokassetten und ich habe sie auf verschiedenen Autofahrten immer wieder zurückgespult. Die Anzeige in der Jazzthetik gab mir den nötigen Ruck. Ich wurde nicht enttäuscht. Rune Kristoffersen lotet verschiedene Felder von Elektronik und Noise mit wunderbarer Leichtigkeit und Experimentierfreude aus. Glücklicherweise wird dabei nur das Nötigste gesprochen. Meist geht es auf dem Album ruhig und entspannt zu. Manchmal dann doch eher Noise als Elektronik, aber es nervt nie. Am Ende, im letzten Stück, löst sich alles auf. Das Cover trifft die Stimmung ziemlich gut. Und auf die Idee der minimalistischen CD-Gestaltung muss man auch erstmal kommen.

 
 
 

 
 
 

 
 


Manafonistas | Impressum | Kontakt
Wordpress 3.9 Design basiert auf Gabis Wordpress-Templates
97 Verweise - 0,554 Sekunden.