Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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2017 27 Nov

Favoriten 2017

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  1. Roger Waters: Is This The Life We Really Want?
  2. Markus Stockhausen: Far Into The Stars
  3. Benny Andersson: Piano
  4. Quercus: Nightfall
  5. Max Richter: Three Worlds – Music For Woolf Works
  6. Charles Lloyd New Quartet: Passin‘ Thru
  7. Manfred Maurenbrecher: Flüchtig
  8. Fleet Foxes: Crack Up
  9. Robert Plant: Carry Fire
  10. Ray Davies: Americana

 
 
 

 

2017 21 Nov

„A Little Is Enough“

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A Little Is Enough is a really great performance of mine, and would have to be on any „best of“ collection that I put together. It’s really about how love changes in relationships, how you’re drawn together by romantic passion, and then what happens is that everything changes, and I was, in a sense, trying to use words to celebrate the decline of love in a young relationship. Around the time when I was making this record, I was having my first difficulties in my marriage and feeling that I’d allowed my career to take far too much priority in my life.

My wife had warned me that I was taking on too much, and I just wasn’t really listening to her, and one day I came back from the studio or a gig or maybe even from a party, weeping, crying – „This is all too hard, I’m depressed, I can’t do it, I can’t handle show business, nobody loves me, they’re not giving me enough money, they’re giving me too much money, I’m too big, I’m too small“, whatever it was – and I may even have said, „Do you love me? Nobody else seem to“. And she said, „No“ (laughs) Anyway, I went to somebody called Adi Irani, who was Meher Baba’s secretary for a long time, and he was doing a lecture tour over here, and he said, „You look a little bit sad.“ So I said, „Well, I’m going through my first real hiccup in my marriage,“ and he said, „Oh, what’s it about?“ And I said, „My wife doesn’t love me any more.“

And he said „Well, she’s there, isn’t she?“ And I said, „Yeah.“ And he said, „Then she must love you a little bit.“, and I said, „Yeah, yeah, she probably loves me a little bit.“ And he said, „Well, when you’re talking about love, which is in itself by nature infinite, then a little is enough.“ And it solved my immediate problem, but also seemed to me to be a very, very wise thought, and a very romantic thought too, you know, if you only have a moment of love in your life, it’s enough, because it never evades you and it always returns.“

– Pete Townshend in conversation with John Pidgeon, January 1996.

 

2017 13 Nov

Dreizehn Elf Siebzehn

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Einen anstrengenden Tag am Abend, weil man noch etwas vorhat, für sich selbst zu drehen und positiv zu machen – das geht, aber es kostet Kraft. Bei dieser Veranstaltung dann zu hören, wieviel Kraft andere in ihrem Alltag aufbringen müssen, die weitaus mehr betroffen sind als man selbst, gab mir Kraft. Dazu kam eine persönliche Begegnung: man (= ich) konnte endlich gelesene Blogbeiträge mit einem Gesicht, einem Menschen und einer Stimme verbinden.

Aus dem Abend anders hinausgehen, als ich hereingegangen bin. Das kann Kunst, und Zeit zum Zuhören, zum Reden; fernab von all den Oberflächlichkeiten des Alltags.

Und den Schub, den dieser Freitagabend, diese Begegnung mir gegeben hat, den habe ich mitgenommen und hüte ihn wie einen Schatz. Möge er lange vorhalten. #notsad

Am frühen Sonntagmorgen, so gegen 6 Uhr, von einem lauten Knall aufgeschreckt zu werden, ist nicht gerade etwas, was man sich für den Beginn eines schwülwarmen Sommertag wünscht. Oder für irgendeinen anderen Tag, im Herbst, bei angenehmeren Temperaturen zum Beispiel. Aber gestern morgen war es dann bei mir so weit: dass sich schon seit einiger Zeit etwas vorneigende schwedische Bücher- und Schallplattenregal aus Holz (Holz arbeitet!!) ist vornüber gekippt. Glück im Unglück, dass eine Fensterbankkante das Regal vor dem kompletten Umfallen auf den Boden bewahrt hat! Oder ich gar davor gestanden hätte, mit der Option, blitzschnell zur Seite zu springen, bevor mich ein Bücher- und Schallplattenhagel bombadiert …

Weil ein Nagel fehlte, ging das Königreich verloren …

Festgestellt, dass sich das Regal nur wieder an die Wand stellen lässt, wenn es komplett leergeräumt ist: im Regal glücklicherweise verbliebene Bücher und Schallplatten wiegen zuviel, als dass es sich jetzt schon wieder in die Horizontale stemmen lässt. (Und hinter das Regal ist auch so einiges gefallen durch den Sturz, das behundert das Heranrücken dann auch.)

Nun denn, für die nächsten freien Arbeitstage und Sonntage ist dann also Sichtung und Sortieren angesagt. Und vermutlich auch Aussortieren, was eh nicht mehr gelesen wird; das habe ich lange genug vor mir hergeschoben!

2017 10 Mai

Zehn Fuenf Siebzehn

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Einen Teddybären, den man in Japan auf eine Sightseeing Tour schicken kann, den hatten wir hier schon vor einiger Zeit! Wie wäre es aber, man könnte in Bücher und deren Romanhandlung „einsteigen“? Zugegeben, sonderlich neu ist diese Idee nicht: Woody Allen hat in seiner Kurzgeschichte „Intermezzo mit Kugelmass“ eindrucksvoll vorgeführt, zu welchen ungeahnten Verwicklungen es kommen kann: verwirrte Studenten aller Herren Länder zum Beispiel, die das Buch im Studiengang lesen müssen und verwirrt eine neue, ihnen und den Universitätshonorationen bis dato völlig unbekannte Romanfigur Kugelmass im Buch entdecken. Und Kugelmass selbst hat auch seine Probleme: wie kann er es schaffen, bei jedem seiner Besuche im Buch aufzutauchen, bevor Madame Bovary Rodolphe Boulanger kennenlernt? Ein reizvolles Gedankenspiel bleibt es allemal, sicher auf der Couch sitzend. Zu wem und in welches Buch würde ich also reisen? Zu Gesine und D. E. in das New York des Jahres 1967? Oder mit Polly Hütchen den Mann mit dem steifen Hut durch Berlin verfolgen? Reizvolle Ideen hätte ich genug und ich wüsste auch schon, wohin meine erste Reise gehen würde.

 

2017 6 Feb

Sechs Zwei Siebzehn

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Die Shuffle-Funktion bei der Musikwiedergabe mag ich. Manchmal befördert der Speicher, wie ein Eimer, der rasselnd an einer Kette auf den Grund des Brunnens taucht, ein Musikstück zu Tage, dass man lange nicht mehr gehört hat, vergessen hat, dass es sich im Speicher befindet. – So auch bei mir letztens: „Love On The Air“ von David Gilmour, den Text hat Pete Townshend geschrieben.

Eine Unabhängigkeitserklärung wird in den lyrics formuliert, und als ich den Song hörte, an jenem Abend im Zug, da hätte ich diese sofort unterschrieben und einigen Mitmenschen gerne an die Haustür genagelt. Oder in den Briefkasten geworfen, aber – wie zumeist –  am Ende wurde eine Flaschenpost daraus, geworfen in den Fluss, den Wellen überantwortet.

2017 1 Feb

Eins Zwei Siebzehn

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Was man nicht tun sollte: an Orte zurückkehren, an denen man einmal glücklich war. Was man auf gar keinen Fall tun sollte: zu zweit, womöglich mit einer „anderen“ Person an Orte zurückkehren, an denen man einmal glücklich war.

Was man tun sollte: sich den Klängen von Charles Lloyd und auch Terje Rypdal’s „Odysee“ hingeben, im nur von Lichterketten beleuchteten Zimmer sitzen, Tee trinken. Aus dem Fenster schauen und überlegen ob die letzten Wochen und Tage auch eine eigene Odyssee durch den weihnachtlichen und nachweihnachtlichen Alltag gewesen sind.

Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen und wenn alle Stricke reissen und alle Brünnlein fliessen, dann steigt man über den nicht sehr hohen Jägerzaun vor dem Haus und geht quer über die kleine Rasenfläche, um die rettende, schützende Haustür zu erreichen. Dem wartenden, helfenden Taxifahrer sei Dank.

 

2016 6 Dez

Favoriten 2016

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01 Brian Eno: The Ship
02 Vangelis: Rosetta
03 Tigran Hamasyan – Arve Henriksen – Eivind Aarset – Jan Bang: Atmosphères
04 Helene Grimaud: Water
05 Radiohead: A Moon Sharped Pool
06 Masabumi Kikuchi: Black Orpheus
07 Van Morrison: Keep Me Singing
08 Bosse: Engtanz
09 Martha Argerich · Daniel Barenboim – Live from Buenos Aires
10 Jon Balke: Warp

 

2016 16 Sep

Sechzehn Neun Sechzehn

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Musik ist vieles für viele Menschen, und vermutlich kann man ganze Regalwände mit Abhandlungen, die die Effekte von Musik auf den menschlichen Körper und Geist ausloten, füllen. Meine persönliche Hausapotheke wechselt; aktuell herrschen eher die besänftigenden, beruhigenden Töne vor. (Trifft „tröstende Töne“ es noch besser?)

Das neue Nick Cave Album Skeleton Tree wird, glaube ich, aktuell für länger in meinem CD Player eine Heimat finden; ich habe es in den letzten Tagen fast ausschließlich gehört: sehr gut! (Mit Caves Texten zum neuen Album werde ich mich noch etwas beschäftigen.)

Und gleichzeitig ist mir danach, eine akustische Mauer hochzuziehen – im Rahmen der Zimmerlautstärke, versteht sich. Dann greife ich zu dem gerade erschienenen neuen Livealbum Earth von Neil Young und bin beim Anhören dann ganz in seiner wall of Sound, die diesmal, angereichert mit Tierstimmen zwischen den Stücken, dafür sorgt, dass mich Telefonklingeln, der Anrufbeantworter, und ähnliche Störungen der Außenwelt, nicht erreichen.

Ich erinnere eine Episode mit dem Zeichentrickheld meiner Kindheit, dem Paulchen Panther, in der er von einer kleinen, grauen Wolke verfolgt wurde, die immer nur auf ihn und sonst niemanden hernieder regnete. There’ll be days like this … – und man fällt auf sich selbst zurück.

2016 14 Sep

Vierzehn Neun Sechzehn

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Jetzt, wo die Dornröschenranken um das Schloss durchschnitten sind, und uns die angekündigten Gewitterwolken in dieser Woche einen von mir lang ersehnten Temperatursturz bescheren werden, wird deutlich: der Herbst ist da.

Noch ist nicht die Zeit, wie Herr Geiser (in „Der Mensch erscheint im Holozän“ von Max Frisch) schreibend gegen den Verlust der eigenen Welt mit Schreiben und Erinnern anzukämpfen. (Von dieser Geschichte gibt es übrigens eine sehr gute Verfilmung unter der Regie von Manfred Eicher mit Erland Josephson in der Hauptrolle.) Was im Herbst bleibt, sind die Erinnerungen an (vermeintlich?) bessere, schöne Tage, an summer wine etwa, und eine leichte Melancholie stellt sich ein.

Da kommt mir die Doppel-CD „Classics And Collectables“ von Scott Walker gerade recht. Zugegeben: mit seiner Gesangstimme im Spätwerk, also allem, was nach „Climate Of Hunter“ kam, konnte ich mich nie so recht anfreunden; aber hier sind alle Perlen aus seinen früheren Soloalben versammelt, zum Schwelgen und Versunkensein. And all I’ve said was just instead / of coming back to you.


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