Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Kürzlich habe ich wieder damit angefangen, Matetee zu trinken. Ah, sie liest Rayuela, werden einige Manafonisten denken. Anmerkung für alle, die das Buch nicht kennen: In diesem Klassiker von Julio Cortázar ist Mate quasi eine der Nebenpersonen und es gibt das Gerücht, dass einige Manafonistas den Roman unter einem tagelangen Materausch zu sich genommen haben. Anmerkung für alle, die unter 30 sind oder die Mate nur als Clubmate kennen: Der Mateteestrauch ist in Südamerika beheimatet und ist dort ein belebendes, pur getrunkenes Kultgetränk, das auf eine sehr dezente und lang andauernde Art Geist und Körper anregt. Matetee wird traditionsgemäß in Kalebassen zubereitet und aus diesen Gefäßen wird er auch getrunken, der dabei verwendete „Strohhalm“ ist aus Metall und an dessen unterem Teil ist ein feines Sieb eingefügt ist, so dass die Teeblätter nicht mitgetrunken werden. Ich kannte Matetee bereits als Kind, denn mein Vater nahm jeden Tag eine Flasche Matetee mit zur Arbeit. Ich weiß nicht mehr, ob die Flasche grün war oder ob sie mir wegen des Matetees grün in Erinnerung blieb. Die Flasche hatte einen Verschluss, der mit Metalldrähten am Flaschenhals befestigt war, so wie es einige auf urtümlich zurecht gemachte Biersorten heutzutage haben. Es sind Flaschen, die es, nachdem sie lange aus dem Sortiment der Läden verschwunden waren, seit einigen Jahren in großen Kramläden zu kaufen gibt. Ich war als Kind fasziniert von dieser Teezeremonie, und ich dachte mir, dass ich später, wenn ich erwachsen sein würde, auch eine solche Flasche kaufen und kalten Tee oder ein anderes Getränk dabei haben wollte, wenn ich unterwegs war. Der Matetee, den mein Vater trank, war ein am Vortag konventionell zubereiteter Tee, der über Nacht in einem abgedeckten Krug stand und auf diese Weise kalt wurde. Das war kein Eistee.

 
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Ich werde hier keine Rezepte mit genauen Mengenangaben posten. Mir geht es um das Prinzip Eistee, und es geht hier auch um die Farbe des Tees, und gegebenenfalls um Kombinationen mit zu der jeweiligen Teesorte farblich und geschmacklich passenden Säften. Der Grundgedanke beim Eistee besteht darin, zunächst Tee zuzubereiten, der um einiges stärker ist als der, den Sie normalerweise trinken würden. Der Tee wird, sobald er gezogen ist – ich empfehle bei Grüntee und bei Schwarztee eine Ziehzeit von drei Minuten – also in heißem Zustand, schockgekühlt, indem er auf eine gewisse Menge an Eiswürfeln gegossen wird. Die Eiswürfel befinden sich idealerweise in einer durchsichtigen Kanne oder Karaffe. Es werden so viele Eiswürfel benötigt, bis der Tee so kalt ist, wie er wäre, wenn er aus dem Kühlschrank käme. Es kommt darauf an, dass der Tee nicht zu stark ist, denn er soll nicht bitter sein (deshalb nicht zu lang ziehen lassen). Der Tee darf auch nicht zu schwach sein, sonst wird es wässrig. Die Schockkühlung ist wichtig für Farbe und Geschmack. Grundsätzlich kann man aus jeder Teesorte Eistee zubereiten. An Schwarzteesorten eignet sich Keemun, ein chinesischer, weicher und sehr bekömmlicher Tee aus China, besonders gut für eine ganz puristische Zubereitung. Darjeeling second flush funktioniert auch, der schmeckt kräftiger und hat mehr Tein, regt also mehr an. An Grünteesorten verwende ich vor allem koreanischen Sencha. Mate geht auch.

Wer den Eistee nicht ganz puristisch trinken möchte, kann Säfte hinzufügen. Für schwarze Teesorten eignen sich Saftmischungen, die unter der Bezeichung „Frühstückssaft“ in Läden angeboten werden, es eignen sich aber auch Säfte mit Beerenmischungen. Mir ist die Farbe des Eistees wichtig, deshalb füge ich, wenn ich Saft hinzufüge, so viel hinzu, dass mir die Farbe des Gemischs gefällt. Für grüne Teesorten (Grüntee, Mate, aber auch Kräutertee) eignet sich Birnensaft, und es sieht ziemlich professionell aus, wenn Sie in die Glaskaraffe noch einen Stängel Minzblätter hineinlegen.

 
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Jetzt doch noch ein paar Mengenangaben. Ich empfehle, ca. 300 bis 400 ml Tee zuzubereiten, wie gesagt, etwas stärker als normal. Es ist Geschmackssache und hängt auch vom Tee ab. Vielleicht ein Drittel oder ein Viertel mehr Teeblätter verwenden als normal. Als Orientierung für die benötigte Menge an Eiswürfeln, um die so entstandene Teemenge in einen Zustand der Schockkühlung zu versetzen, würde ich eineinhalb bis zwei Plastikförmchen zu je 15 Eiswürfeln veranschlagen.

 
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Ich verwende zwei Glaskaraffen für den Eistee. Die eine habe ich vor vielen Jahren am Ende eines Ostseeurlaubs mit einer Freundin in einem Drogeriemarkt gekauft. Sie hat eine quadratische Grundfläche und einen weißen Deckel aus Plastik und sieht aus wie die Karaffen, aus denen in Frankreich während des Mittagessens in einem Restaurant Leitungswasser ausgeschenkt wird. Damals fand ich Koffer spießig, ich habe die Karaffe also in meinem Rucksack durchs Land geschleppt. Später habe ich festgestellt, dass es diese Karaffen im Woolworth und ähnlichen Läden gibt. Okay, aber meine Karaffe enthält eine Reisegeschichte.

Es gibt Musik, die ist eigentlich nicht meine Musik, und trotzdem kann ich sie mal hören. Dann geistert sie zwei, drei Tage in mir, vielleicht auch länger (bisher sind es zwei, drei Tage). Weil es eigentlich um etwas anderes geht. Wenn zum Beispiel, und ich mache hier einen großen zeitlichen Sprung, bei einem Diaabend in einem ausgebauten Dachstuhl im Hintergrund Billy Joel lief und plötzlich ein neuer Lebensabschnitt spürbar wurde, weil der absolute super Boy endlich zu kapieren schien, was er verpassen würde, wenn er nicht mit mir zusammen wäre, dann gewinnt jeder Song eine andere Ebene. Natalia, die ich in Studienzeiten kennenlernte und die sich gern in irreale Beziehungskonzepte hineinsteigerte, nannte den jeweiligen Mann, den sie auf eine komplizierte Art begehrte, ihren Angebeteten. Wir lachten immer über diesen Begriff. Oh, und „On the Beach“, das ist so typisch für die Stimmung des Jahres 1986, Mainstreampop. Alles irgendwie easy, immer locker bleiben, und es ist gar nichts für Manafonistas. Das Album ist nur deshalb auf meinem iPod gelandet, weil ich es vor ein paar Jahren in diesem völlig abgelegenen Haus in Irland überspielt habe. So ist es, wenn man halb bewohnte Behausungen mietet, mit ihren abgebrochenen Geschichten darin. Weite, hohe Räume und eine Holztreppe. Die Bücherregale, die Schallplattensammlung, der offene Kamin. Die Frau im Regenmantel, die uns die Schlüssel auf einem nebligen Parkplatz direkt vor der Kirche übergab, sagte, es sei in Irland wichtig, dass die Häuser bewohnt seien, sie würden sonst einfach zerfallen. Wir stapften durchs feuchte Gras. Die Fensterfront war riesig und der Himmel schien immer grau. Da war ein Fotoalbum mit richtigen Fotos aus der Glanzzeit eines jungen Paares Mitte der 80er Jahre. Sie schienen ihr Leben als Fotostory dokumentiert zu haben. Und die Fotos waren richtig gut. Eine hinreißende Lady, wie sie Räume renovierte oder einfach nur ausgelassen auf einem Sofa saß. Der Mann war weite Strecken mit einem Auto oder Kleinbus und mit Musikinstrumenten unterwegs. Es gab eine CD mit seinen Musikproben, an die ich mich nur vage erinnere. Die beiden waren in der Mitte ihrer Zwanziger, und sie hatten eine ziemlich gute Zeit. Oben gab es einen kleinen Raum mit einem Schreibtisch am Fenster, Kinderfotos im Regal. Steine, gestaltete Flächen. Alles hatte etwas Geerdetes und zugleich etwas Schwebendes, Leichtes. Bei der Rückgabe der Schlüssel fragte ich, was für ein Typ derjenige sei, dem das Haus gehörte. Er war Fotograf, erfuhr ich. Lebte mal in Berlin, mal hier in Irland. Ich hatte ein Buch mit Fotografien aus dem Regal geholt und durchgeblättert, vage, nicht erkennbare Motive, Schattierungen in schwarz. Ich brauchte nur durch den großen Garten zu gehen, den Hang hinunter, die schmale Straße überqueren, da war noch ein Grünstreifen, eine irgendwie archaisch anmutende Skulptur, und dahinter lag schon das Meer. This is the garden that I know. Ten thousand summers made me here.

 

 
 
 

„Clark Coolidge´s book-length poem considers the linguistic rediscoveries that come at the end of an imposed order. Simple nouns and verbs collide wildly, and specificity emerges from the unexpected conjunctions. The words pop with knowledge that has nothing to do with novelty or theory; rather this is a book about how to look, how to balance the body on the legs, how to shake a leg to language.“

Stan Apps

 

2017 15 Jul

The weight of a hummingbird

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When exactly does it start? I can hear children´s voices and a melancholy instrumental theme music, but the picture seems to be part of the announcement, not part of the film itself. Then: pure black screen for three seconds. This is longer than usual, longer than expected before a film. Is it the first scene? Or is it the last?

A motel room, at morning, it´s bright outside. The woman is nearly naked, still sleeping. The man is sitting next to her, on her bedside, in a way he seems to be absent. Before I can even think about their relationship the scene is cut up. It´s not really like lovers look like the morning after.

 

[Sound of leaf blower]

 

And this happened in the 1950s in the Beat Hotel in Paris and had an enormous impact on literature, music and this film I´m not really talking about: Brian Gysin wanted to do some drawings and he began to mask the hotel´s table with an old newspaper. So he cut through the newspaper and when he looked at the newspaper he realigned the pages off type and he could see the words made a kind of sense, which almost seemed telepathic.

 

[Hissing light bulb]

 

„Als Paradigma für einen Film mit rhizomatischer Erzählstruktur kann 21 Grams (2003) gelten. Die drei ineinander verflochtenen Handlungsstränge entwickeln sich in nicht-linearer Weise. Teils wird in der Zeit zurückgesprungen, teils vorwärts; auch wreden bereits erzählte Ereignisse erneut aufgegriffen, was teilweise mit einem Wechsel des narrativen Focus verbunden ist. Die Erzählsegmente scheinen von einer umfassenden Erzählung losgelöst. Deren lockere Verknüpfung hingegen erweckt den Anschein, dass sie nicht gänzlich losgelöst, sondern Teil eines Gesamtgefüges sind. Dieses lässt sich in seiner regellosen Vernetzung einzig unter dem Begriff des Rhizoms fassen.“

(Anthrin Steinke: Aspekte postmodernen Erzählens im amerikanischen Film der Gegenwart, S. 69, Fußnote 288)

 

As far as „21 grams“ is concerned, after 30 minutes first connections between the fragments appear.

 

 “I wanted to explore the emotional order of the events, not the chronical order of the facts.”

(González Iñárritus, filmmaker “21 grams”)

 

“Ganz anders das Rhizom. Es ist Karte und nicht Kopie. (…) Die Karte reproduziert nicht ein in sich geschlossenes Unbewusstes, sondern konstruiert es.”

(Gilles Deleuze, Félix Guattari, Rhizom, Merve Verlag, 1976, S. 21)

 

Am 11. März 1907 berichtete die New York Times von dem Arzt Duncan MacDougall  aus Haverhill, Massachusetts, der in einem wissenschaftlichen Experiment das Gewicht der Seele auf 21 Gramm bestimmte. MacDougall hatte ein Bett an einem Gestell aufgehängt und daran eine Präzisionswaage befestigt. Die erste Versuchsperson zeigte im Moment des Todes einen Gewichtsverlust von 21 Gramm.

I won´t load up a picture I took from the film and put it at the end of this post. Indeed I take less and less pictures and I took only one picture and I pressed the remote control´s still-button to take it. It´s an empty outdoor swimming pool with building-waste, parts of which covered by a black plastic sheet. There´s a car´s wheel, too. Maybe you can find those pools nearby lonely motels.

21 grams, it´s the weight of a hummingbird. The weight of a stack of five nickels.

 

Season one started in front of a wonderful family home in Brooklyn, New York, a couple with four kids packing their stuff in the car for summer vacation and season three ended there, five years later, Christmas Eve. Life has totally changed for two families. Where are we going, buddy? “The affair” season 3 is No. 6 at Jochen´s list of top TV shows updated to find here. Season one is the starter, season two a lecture in high suspense and season three a lecture in dream logic. Still I don´t get the trailer´s lyrics in the first three seasons events described. Show runner Sarah Treem did brilliant work with the narrative structure from different POVs and with time shifts. She said:

At the core of the show is – is just human relationships and the faultiness of memory, and the unreliability of our own personal narratives and the denial of objective truth.

Season three in Sarah Treem´s mind is a meditation on the following idea: If we believe that we all have a dark side that we´re not necessarily aware of, where is it and how does it influence our behavior? For the actors it was most challenging being seen by somebody else´s eyes. This includes their clothing, which differs in different POVs. Finally all versions are true.

Does anyone know if there will be a fourth season? In my POV there are some open questions left.

 

Das Hochzeitsfoto stand auf einer Kommode und war ein paar hundert Jahre alt. Die beiden waren noch schöner geworden, irgendwo hatte ich gelesen, die Menschen würden beim Älterwerden immer mehr sie selbst. Streng genommen waren sie keine Menschen, ich hatte es nicht gewusst, ich hatte die DVD einfach bestellt, weil A. den Titel erwähnt hatte in einer seiner E-Mails, er schrieb, vieles, was er so in letzter Zeit gesehen hätte, sei nichts gewesen, aber „Only Lovers Left Alive“ hätte ihn beeindruckt. Ich war in einen Vampirfilm geraten. In den deleted scenes zu sehen: Ein morgendlicher Sonnenstrahl gelangt durch den Spalt der Vorhänge ins Zimmer und verbrennt eine Stelle an Adams Hand.

Natürlich ist eines der Themen die Nahrungsbeschaffung. Nachtaufnahmen: Eve mit verhülltem Haupt unterwegs durch die Kasbah von Tanger, einige Momente in Zeitlupe. Gestalten in langen Umhängen ducken sich in Häusereingängen, in Ecken. I have something special for you. Auf Adams Namensschild steht Dr. Faust, sein Stethoskop stammt aus dem Jahr 1968. Leere Straßen von Detroit, leerstehende Häuser, an Drahtseilen hängende Ampeln schaukeln im Wind. Ein nicht benutztes Parkhaus mit breiten runden Säulen, eine beliebte Kulisse in Filmen, sie taucht auch auf in dem poetischen Horrorfilm „It Follows“ (Geben Sie den Begriff, wenn Sie mögen, bei der Suchfunktion ein.) Große gemütliche Wohnungen, dezent romantisch beleuchtet, immer bei Nacht. Schallplatten- und Büchersammlungen. Eine Gibson aus dem Jahr 1905, eine Gretsch, eine Silvertone. Adams Musik wird in den Clubs gespielt und die Plattenaufnahmen, 180 Gramm Vinyl, werden unter der Theke gehandelt. Eve verreist mit zwei Koffern Handgepäck, fast scheint sie sich von Büchern zu ernähren, wie sie mit ihrem beigefarben behandschuhtem Zeigefinger sanft über die bedruckten Seiten fährt.

Was das mit Einstein zu tun hat? Es gibt in der Quantenmechanik sogenannte verschränkte Teilchen. Diese befinden sich in einem gemeinsamem Quantenzustand. Ändert eines der Teilchen seine Eigenschaften, muss das andere Teilchen seine Eigenschaften ebenfalls ändern, unabhängig davon, wie weit die beiden entfernt sind. Einstein lehnte das ab, als only spooky. Es gibt diese magische Verbindung, die Jim Jarmusch auf die beiden, tausende Meilen entfernt lebenden Liebenden überträgt, aber doch, Experimente haben es vor einigen Jahren gezeigt. Eine wissenschaftlich bewiesene Magie.

Eine der stärksten Szenen ist die vorletzte, in einem nächtlichen Café in Tanger. Wie Yasmina Hamdan in ihrem schlichten schwarzen Top und einer mit Metallschmuck an der Hüfte verzierten schwarzen Lederhose dieses rätselhafte Lied präsentiert, es heißt „Hal“, und das habe ich mir oft angesehen. Es ist nicht nötig, auch nur ein Wort des Textes zu verstehen, es scheint ein bekannter Text zu sein oder die Leute kannten das Lied, denn eine junge Frau im Café flüsterte die Worte mit, nein, sie bewegte nur ihre Lippen. Der Song ist tieftraurig und doch. Die Teetassen auf den kleinen runden Tischen blieben unberührt. Die Menschen, Frauen und Männer, standen herum oder saßen auf wenigen Stühlen, sie regten sich nicht. Das Café war fast dunkel. Der Song wurde dezent von einer Gitarre begleitet und besteht aus zwei Teilen. Und wenn es eines gibt, das ich verstanden habe: Das Wichtigste, das Entscheidende geschieht in der langen Pause zwischen den beiden gesungenen Parts. Hier ändert sich etwas. Das Leuchten in den Augen. I have something special for you. It´s exactly what you need.

Das Zimmer war 9,8 oder 10,3 Quadratmeter groß und alle Möbel waren weiß. Ich hasste weiße Möbel, aber da war nichts zu ändern. Sie waren fest verschraubt, jedenfalls größtenteils. Die Regalbretter waren an drei Metallleisten angebracht (auch sie waren weiß) und in ihrer Höhe verstellbar. Wer das Zimmer betrat, stand direkt vor dem Waschbecken und dem Kleiderschrank, der unten eine ausziehbare Schublade auf kleinen Rädern hatte (wahrscheinlich für Schuhe) und oben eine Ablage, vielleicht für den Koffer, mit dem man hier einzog. In einer Seitenablage in diesem Schrank fand ich die Mappe mit den Bildern. Es war der einzige persönliche Gegenstand, den jemand hier zurückgelassen hatte oder einfach vergessen.

In der Stadt, in der ich vorher gewohnt hatte, hatte ich an einem Zeichenkurs teilgenommen. Wir saßen in einem Raum im Neonlicht, jeder sollte einen Gegenstand aussuchen und ihn abzeichnen. Ich wählte eine seltsame marionettenhafte Figur mit großem Kopftuch und Händen und Füßen aus Holz. Ich habe diese Zeichnung noch, ein kleines Bleistiftgebiet. Der starre Blick leerer Augen ins Nichts. Klobige Hände, an einem Faden gehalten. Der Faltenwurf des kuttenartigen Kleides. Ich hatte das Bild meinem damaligen Freund gezeigt, er sagte nichts dazu.

In der Oberstufe konnten wir zwischen Musik und Kunst wählen, wir mussten nur einen Kurs weitermachen. Meine Erinnerungen an den Musikunterricht: so gut wie keine. In der fünften Klasse sangen wir, die wir gerade Latein lernten, „What shall we do with a drunken sailor?“. Das kannte ich von meinem Bruder, der einen Hang zu Abenteuerfilmen hatte, in denen Seefahrer, die die Regeln missachteten, ausgepeitscht wurden. Sie mussten die Zahl der Peitschenhiebe mitzählen, bis sie bewusstlos wurden. Später hörten wir (jetzt wieder im Musikunterricht) komplizierte Musikstücke und lasen die Partituren mit. Musiklehrer waren immer unglückliche Menschen, sie trugen all die fehlerhaften Flötenspiele in sich, all die Anfänge auf der Geige, die sie ertragen mussten. Unser Kunstlehrer trug einen anthrazitfarbenen Kittel und er hatte weißes wirres Haar. Was mir an seinem Bewertungsschema gefiel, war, dass es nicht auf Genauigkeit anzukommen schien. Mein Problem war nämlich die Genauigkeit. Das konnte ich viel zu gut. Was mich reizte, das war das hingehuschte Bild, es war der Wurf aus dem Unterbewussten, das Irreale, nicht das Brave.

Die Mappe enthielt Linoldrucke, Kaltnadelradierungen, Zeichnungen mit Tusche und Bilder aus Wasserfarben, Vorstufen zu Bildern, Skizzen, in denen Felder markiert und mit Farbbezeichnungen wie „ultramarin“ oder „only black“ gekennzeichnet waren. Die Motive: Bäume, ein klassisches Radiogerät, Szenen aus einem Café oder aus einer Bar.

Eine meiner Freundinnen hatte im Kunstunterricht großflächige Bilder gemalt, von denen der Lehrer hingerissen war. Ein Frauenkopf im Stil von Lichtenstein oder Warhol, in knalligem Rot. Das Bild hing in ihrem Zimmer, über dem Klavier. Sie wurde an der Kunsthochschule angenommen und wurde Kunstlehrerin an einem Gymnasium, später Schuldirektorin.

Linoldruck, schwarz, mehrfach vorhanden: Der Kopf eines afrikanischen Kindes, um den die Hände eines Erwachsenen liegen.

Eine andere meiner Schulfreundinnen zeichnete freundliche Monster in blau. Ich besuchte sie in einer Kleinstadt, in der sie ihre beiden Kinder aufzog, die Monster hingen über dem Wickeltisch und winkten. Weil ihr die Kinderbücher, die es auf dem Markt gab, nicht gefielen, machte sie Monstercomics. Eins ihrer Kinderbücher, in dem es um die Entwicklung eines Monsterkindes zum Comiczeichner ging, gewann den kids explanation award.

Das Hochhaus hatte 17 Stockwerke. Genauer gesagt waren es zwei Hochhäuser. Zwillingstürme. Sie wurden die Sprungtürme genannt, weil sich immer mal wieder jemand aus dem Fenster warf oder vom Dach sprang. Es gab eine Dachterrasse mit einem Ausblick auf die Autobahn.

Ich entdeckte das Datum auf den Bildern erst spät. Es war mit Bleistift eingezeichnet. Tag, Monat, Jahr. Es waren Jahre, in denen ich noch nicht einmal in der Grundschule war.

Nachdem ich eigentlich schon damit aufgehört hatte, zu zeichnen, fing ich wieder damit an. Das Zeichnen war für mich Ausdruck eines Mangels an Worten. Ich begann damit, Strichfiguren zu zeichnen, mit einem feinen schwarzen Stift.

Die Bilder wurden ausdrucksstärker, bunter, die Konturen gewagter, weniger naturalistisch. Man musste Abstand halten, um die Szenerie zu erkennen. Der barmherzige Samariter. Wie er sich in einem türkisblauen Umhang über den Kranken beugte, auf Packpapier.

Eine Frau sitzt auf einem Barhocker und schaut in die Wüste. Selbstportrait in schrägen Perspektiven: Die Malerin mit wirrem Haar über den Tisch gebeugt, die Palette in der einen Hand, den Pinsel in der anderen, ein spontaner Akt, die Bewegung des Unterbewusstseins spürbar. 4/75. Wow.

Mein Ziel war es komplett loszulassen. Die Kontrolle aufgeben. Das war nicht planbar, nicht lernbar. Genau das reizte mich daran. Ich respektierte nichts, was man durch Fleiß lernen konnte.

Ich träumte noch viele Jahre von diesem Haus. Von Aufzügen, die meilenweit nach oben rasten. Von Zimmern ohne Dach. Davon, wie ich einen Platz suchte, an dem ich einfach lesen konnte, ungestört. Dann war es doch wieder ein Durchgangszimmer mit Blick auf den Parkplatz.

Plötzlich waren sie da. Die Figuren begannen sich fortzubewegen. Sie liefen einfach davon.

Sie schob den Pfeiler mit dem Absperrungsband beiseite. Wir waren special guests und durften die Zone betreten, die anderen Besuchern verwehrt war. Es war ein riesiger, langgestreckter und hoher Saal, Fischgrätparkett auf dem Boden, Stuck an der Decke, die vier Jahreszeiten, vier Elemente, und alle Wände von unten bis oben gefüllt mit Büchern vom 9. bis zum 15. Jahrhundert. Es war etwas Sakrales im Raum, wir sprachen leiser, flüsterten, als würde uns eine Art Geheimwissen umgeben, eine Magie, die in einer alten Zeit stecken geblieben, uns fremd geworden war. Reiseberichte, Religion, Medizin. Eine Welt ohne Elektrizität, ohne Flussbegradigung, ohne Autobahnen. In der Mitte standen ein paar Arbeitstische mit Petroleumlampen. Es war die Bibliothek der Benediktinerabtei in St. Mihiel. Da waren Bücher, die mehr als 25 Kilo wogen. Umschläge aus Ziegenleder, Anfangsbuchstaben bunt verziert. Das Gewicht eines einzelnen Blattes. Die Bibliothekarin erklärte verschiedene Ordnungssysteme: Es wurde sortiert nach Regionen, aus denen die Bücher stammen oder die sie behandeln, nach der Größe der Bücher oder nach ihren Farben, es gab Bücher, die mit einem Fluch belegt waren und ich war fasziniert von der Irrationalität, und wer sagt, was irrational ist. In den Wirren einer Zeit, als die Region mal deutsch und mal französisch war, hatte ein Deutscher ein wertvolles Buch mitgenommen oder gestohlen und als man ihn auffindig machte, schrieb man ihm, das Buch sei mit einem Fluch belegt und dieser Fluch könnte sich nur auflösen, wenn er es zurückgeben würde. Ich gebe hier die Geschichte wieder, wie ich sie verstanden und in Erinnerung behalten habe. Der Mann gab das Buch zurück. Was ist – außer Diebstählen und unsachgemäßer Behandlung durch Menschen – für Bücher gefährlich? A) Das Licht der Morgen-, Mittags- oder Abendsonne, B) Feinstaub, C) Vollmondlicht oder D) Bücherwürmer? Auflösung gibt´s morgen oder übermorgen.

Ich war vielleicht acht oder neun und wenn ich nicht auf dem Spielplatz herumtobte oder auf den Walnussbaum kletterte, der direkt an der A 6 stand, und es gab noch keinen Lärmschutzwall, spielte ich in meinem Zimmer mit  Legosteinen. Meist baute ich auf die größeren grauen und grünen Flächenstücke zwei oder drei kleine Häuser mit ein paar Räumen, die kein Dach hatten, damit ich mit meinen kleinen Gummifiguren, die beste Freunde waren, darin herumlaufen konnte. Ich hatte zwei Bäume, einen flachen, der Schatten eines Baums, und einen moderneren mit einer Art giftgrünem Pilzkopf. Meine Lieblingsfiguren waren ein weißer Eisbär, ein weißer Wiesel und ein gelber Hund. Es gab aber auch einen Pinguin, der irgendwann seine Flügel verloren hatte. Sie unternahmen alles Mögliche, alles ohne Barbie. Einer ging zur Geigenstunde und ich spielte dann eine Etüde. Ich räumte nicht immer alles am Abend auf. Einmal warf mein Vater einen Blick in mein Zimmer und sagte, wenn ich nicht aufräumen würde, würde ich später mal keinen Mann finden. Er sagte das wirklich. Ich hielt generell nicht viel von Erwachsenen, ich fand mein Leben frei und ihres unfrei.

Das, was Gregor seinen Plattenschrank nennt, besteht bei mir aus einem Regal voller Schallplatten, CDs und Audiokassetten. (Bei Gregor sind auch noch Bücher eingeschlossen und letztlich ist bei ihm alles eingeschlossen, was alle wissen, die seine Rubrik lesen.) Wenn ich eine bestimmte Musik hören will, will ich nicht lang suchen. Das System wird durch CDs ohne Hülle erschwert bzw. mit so einer schmalen Hülle, dass Cover und Bandname kaum oder nicht zu lesen sind, das sind dann die, bei denen ich mir einfach merken muss, dass sie im Kasten der CDs ohne Hülle sind. Have Fun With God zum Beispiel. Oder Aurora von Ben Frost. Oder With US Until You´re Dead, von Archive, aus dem Jahr 2012 (Danke, T.). Ich könnte hier auch nochmal den Gedanken aufgreifen, CDs mit passenden Büchern zu platzerien. Ich stelle den wunderbar aufwühlenden Gedichtband „Crush“ von Richard Siken neben Frank Oceans Debütalbum „Channel Orange“. Eine schöne Idee, aber unpraktikabel. Ich würde meine CDs nie nach Labels ordnen. Ich denke nicht in Labels. Ich denke eher in Stimmungen oder daran, ob ich songs oder reine Elektronik hören möchte. Also steht Beat The Champ neben The Magic Whip. Dann gibt es die Abteilung mit The Necks, dem Kammerflimmer Kollektief, Labradford und Eivind Aarset. Was Audiokassetten angeht, da greife ich manchmal, vor allem vor einer Autofahrt, einfach nur wahllos ins Regal und hole irgendeine der Klanghorizonte-Kassetten raus. Hier ist eine aus dem Herbst 2006. Oh, ein vergessener Song, den ich sicher oft gehört habe. Nachtgedanken, beduselt vom Apfelwein, ein Flirt mit einer Barfrau, Selbstironie. Das waren die Stichworte aus Michaels Kommentar, die ich in die Beschriftung aufgenommen habe. Es ist ein Song aus James Yorkstons Album The Year Of The Leopard: Woozy With Cider. – Rückspultaste. Repeat.

 

 
 
 

Der Rock´n´Roll hatte Susan Sontags Leben verändert. Im Juni 1978 traf sie Jonathan Cott zu einem langen Gespräch, den Kassettenrecorder auf dem Tisch, erst in ihrer Wohnung in Paris, dann in ihrem Loft in New York. Ausgangspunkt waren ihre Bücher „Über Fotografie“, „Krankheit als Metapher“ und die Kurzgeschichtensammlung „Ich etc.“ Susan Sontag war damals 45 Jahre alt und sie hatte eine Krebsbehandlung hinter sich. Das Rolling Stone-Interview wurde unter dem Titel „The Doors und Dostojewski“ am 4. Oktober 1979 im Rolling Stone in einer stark gekürzten Fassung veröffentlicht. Das vollständige Interview erschien – ergänzt durch ein Vorwort von Jonathan Cott – im Jahr 2013 im Original und im Jahr 2016 in der deutschen Taschenbuchausgabe. Susan Sontag war im Jahr 2004 verstorben. Das mehr als 125 Buchseiten umfassende, sehr vielseitige Gespräch eignet sich hervorragend für einen Einstieg ihr Leben und Denken und es gibt ein Gespür für die kulturellen Veränderungen insbesondere in den 1960er Jahren.

Der Rock´n´Roll hatte Susan Sontags Leben wirklich verändert. Es war der Grund für ihre Scheidung. Jemand hatte bei einer Jukebox „Johnnie Ray“ gedrückt, Susan Sontag hörte den Song „Cry“ und bekam eine Gänsehaut. Später entdeckte sie „Bill Haley and the Comets“. Es waren nicht die Texte, es war die Melodie, es war das Dionysische darin, Susan Sontag hatte Nietzsche gelesen, sie verstand es intuitiv. Sie hatte an der Columbia University in New York unterrichtet und sie stieg aus der akademischen Welt aus.

„In was will ich meine Lebenskraft investieren? In Bücher oder Sex, in Ehrgeiz oder Liebe, in Angst oder Sinnlichkeit? Beides geht nicht“, schrieb Susan Sontag im Herbst 1962, im Alter von 29 Jahren, in ihr Tagebuch. Anfang der 60er Jahre hatte sie mit dem Schreiben begonnen. In dem Interview sagte sie, wie ermüdend und zäh das Schreiben für sie sei und dass sie nur in intensiven und obsessiven Schüben schreiben könne. Sie verändere ihre Art zu schreiben, weil sie dadurch eine andere Art von Freiheit erlebe und sie schreibe auch deshalb, um sich zu verändern, weil sie, wenn sie etwas geschrieben habe, nicht mehr darüber nachdenken müsse.

Susan Sontag und Jonathan Cott waren einander erstmals Anfang der 1960er Jahre an der Columbia University begegnet, sie war Dozentin, er war Student. Das Interview ist von einer großen Offenheit, einer regelrechten Offenbarungslust geprägt und es geht weit über die drei Bücher, die Ausgangspunkte waren, hinaus. Es ist auch ein Namedropping; dem Interview ist ein viereinhalbseitiges Register an Namen und Titeln von Büchern und Filmen angefügt. Auch wegen der Sprunghaftigkeit der Themen, wegen der Nebengedanken und ungeplanten Einfälle beider Interviewpartner liest sich das Gespräch sehr kurzweilig, es plätschert nie dahin, immer gibt es neue Spannungskurven, Ergänzungen, es wird spürbar, dass Susan Sontags Gedanken im Gespräch entstehen und dass sie in langen Absätzen denkt. Nebenthemen sind zum Beispiel Experimente mit psychedelischen Drogen, mit Gras, das ihr, der Rastlosen, Entspannung geschenkt hat, ihr Umgang mit Büchern („ich lese gern so, wie andere Leute fernsehen.“ „Meine Lektüre ist alles andere als systematisch.“), das Fragment als Kunstform, Frauen und Männer und die Macht des Eros, Feminismus, männliches und weibliches Schreiben, Unterschiede zwischen New York und Kalifornien.

Und dann stellt Jonathan Cott eine These über Susan Sontags Werk auf, mit der er sie so verblüfft, dass sie nicht weiter darüber nachdenken möchte. Susan Sontag sucht ihren Platz „beyond mainstream“. Sie sagt, „sobald ich sehe, dass etwas funktioniert, verliere ich das Interesse daran.“ Es ist ihr wichtig, ihr eine Existenz am Rand zu sichern. Sie möchte viele Sachen ausprobieren, von denen sie keine wirklich zu Ende bringt. Sie lacht, an vielen Stellen, auch hier.

2017 9 Jun

Zwei Mal Montauk

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„MONTAUK

ein indianischer Name, er bezeichnet die nördliche Spitze von Long Island, hundertzehn Meilen von Manhatten entfernt, und er könnte auch das Datum nennen:

11.5.74″
 

Ich war mir nicht sicher, ob ich das Buch noch hatte, aber es war noch da. Großartiges Umschlagfoto: Max Frisch Anfang / Mitte der 70er in New York, fotografiert von Jürgen Becker. Eine Straßenszene, Max Frisch schaut zur Seite, eine Ampel ist grün (aber schwarzweiß), ein paar unentschlossen wirkende Passanten. Wunderbar grobkörniges Fotopapier. Selbst die Wolkenkratzer wie aus einer Traumkulisse, weich. Solche Fotos möchte ich machen.

 
„MY LIFE AS A MAN

heißt das neue Buch, das Philip Roth gestern ins Hotel gebracht hat. (…) Ich möchte wissen, was ich, schreibend unter Kunstzwang, erfahre über mein Leben als Mann.“

 

Gelingt es mir, mich festzulesen? Ich überfliege Passagen, die ich bei meiner Lektüre vor Jahren angestrichen habe: „Heute interessiert es mich nicht einmal mehr, was W. über unsere lange Geschichte denkt. Das vor allem macht mich betroffen. Ich meine, daß die Freundschaft mit W. für mich ein fundamentales Unheil gewesen ist und daß W. nichts dafür kann. Hätte ich mich ihm weniger unterworfen, es wäre ergiebiger gewesen, auch für ihn.“

 
[no audible dialogue]
 

Es ist eine schonungslose Selbstreflexion, auf allen Ebenen. Der Vorwurf, den ihm eine kluge Frau gemacht hat: Dass er zehn Jahre lang nichts zu ihrer Selbstverwirklichung beigetragen hat. – Wann sind Beziehungen interessant?

 

Ein anderes Montauk – die Brandung am Nordstrand, das Restaurant Lobster Roll, die Straße im nächtlichen Wald, getaucht in blaues weich gezeichnetes Licht. Willkommen am Ende der Welt. Montauk ist – neben New York – Schauplatz der TV-Serie „The Affair“, deren 2. Staffel es in Jochens Liste der Favourites geschafft hat. Eine Ermittlung in einem Todesfall, Verhöre in der Rahmenhandlung und die Story im Rückblick, ein Beziehungsgeflecht ohne Chronologie, erzählt aus zwei Perspektiven und in einer grandiosen und völlig unberechenbaren Spannungskurve, zunächst auch was die Frage angeht, welcher Todesfall untersucht wird. Am Ende der zweiten Staffel, in der die Zahl der Perspektiven auf vier erweitert wird, ist der Gerichtsprozess an seinem Höhepunkt. (Hier können Sie eine Pause einplanen.) So ganz aufgelöst ist die Bedeutung des düsteren Trailersongs jedoch noch nicht. A song about family. Wow, und wie Scotty „There is a house in New Orleans“ singt, auf einer kleinen Bühne, vor rot beleuchteten Gardinen. Don´t ruin this fucking day for me, okay?


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