Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

Autoren-Archiv:

2017 3 Nov

Il faut aimer les femmes

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  1. Maria Callas La Mamma Morta
  2. Joni Mitchell A case of you
  3. Fairuz Eh Fi Amal
  4. Anne Clark Our darkness
  5. Aimee Mann Wise up
  6. Lucinda Williams Ghost of highway 20
  7. Leni Stern The guitar
  8. Ricky Lee Jones Satellites
  9. Mercedes Sosa Gracias a la vida
  10. Tamar Diesendruck Dagger
  11. Chrissie Hynde Spiritual high
  12. Oum Kalthoum Leile wa Leila
  13. Regine Chassange Mountains beyond mountains
  14. KD Lang’s Crying
  15. Gretchen Politically incorrect
  16. Justina Repeckaite Tapisserie
  17. Barbara Göttingen
  18. Xenaki Rebouts B
  19. Sheryl Crow Alone in the park
  20. Sinead O‘ Connor This is a rebel song

 

2017 21 Okt

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Er sagte, dass die Menschen vor dem Feuer wegrannten, fliegende Feuerobjekte hätten sie dann eingeholt und verbrennen lassen. Er sagte, dass er sich nicht vorstellen könnte, was die Wahrheit sei: Brandstiftung oder monatelange Hitze. Er sagte, dass es auf der ganzen Welt in toto nur 60 Feuertote gãbe, allein in Portugal über 40. Er sagte, wenn ich in Porto sei, solle ich zum Douro gehen, dort sei das Gold von Portugal: das Wasser und der Portwein. Er sagte, dass die Francesinha das beste Essen sei, so ganz nach den kleinen Französinnen benannt. Er sagte, dass im Casa Musica der beste Jazz gespielt wird, die Architektur mitunter das Modernste ist, was sein Land vorzeigen könnte. Zum Schluss sagte er nichts. Seine beijos sprachen für sich.

 

2017 20 Okt

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Schwarze Schaufensterpuppen in einer Boutique in Lissabon könnten mit der Geschichte in Angola zusammenhängen. Das wäre mal eine gelungene Integration. Aber vielleicht auch zu weit hergeholt.

Hubert Fichte lebte 1964 in Lissabon, bevor er in die schwarze Welt aufbrach. Als Studentin habe ich seine Bücher neugierig gelesen. Fichte schrieb aus einer Welt, die bis heute viel mit Unterdrückung und Gewalt zu tun hat. „Der Ledermann“ z.B. harte Kost. Dass jetzt Diedrich Diederichsen hier in Lissabon an ihn erinnert, finde ich wunderbar.

 

2017 19 Okt

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In Zeiten von Harvey Schweinstein können gar nicht genug Proteste von Frauen und Männern gegen Gewalt und Unterdrückung gezeigt werden. Die portugiesische Malerin Paula Rego (1935-) hat sich in ihren Werken viel mit diesem Thema auseinandergesetzt.

 

2017 18 Okt

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Aufbruch ins Feuerland …

 

2017 16 Okt

Schöne alte Welt

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Manchmal lebt es sich schwer im Menschenpark.

Man fühlt sich unter all den hereindonnernden Turbulenzen wie Tweek in Nordkorea. Um sich positiv zu halten, hört man gute Musik oder erheitert sich an philosophischen Themen.

So geschehen dieser Tage bei einem Vortrag eines Transhumanisten. Man weiss was Posthumanismus ist. Sven Helbig ist ein Beispiel für posthumanistische Musik (Autumn song!) Und der fluoreszierende Hase von dem brasilianischen Künstler Eduardo Kac ein anderes. Aber was ist Transhumanismus?

Den Begriff hat Julian Huxley bereits 1951 geprägt. Während es dem Bruder Aldous um Bewusstseinserweiterung unter LSD ging, versucht der Transhumanist eine Selbst-Bewusstseinserweiterung. Die Kant’sche Frage „Was ist der Mensch“ wird mit neuen Überlegungen erweitert:
 
 

Kann der Mensch digitalisiert werden?

Wie wird das funktionalistische Bild des Geistes aussehen?

Wie steht’s um die Moral? Wie werden digitale Geschöpfe bewertet?

Wird der in den weltweiten Verfassungen verankerte Begriff der „Würde“ entkrustet? Brauchen wir dann neue Grundlagen für moralische Einstufung? (Etwa, ganz gefährlich! auf der Grundlage: keiner soll leiden).

Was meinen Transhumanisten wie Ray Kurzweil (angestellt bei Google) mit ihren Zukunftsideen wie z.B. „mind uploading“?

 
 
Den smarten Professor Sorgner, mit dem es während seines Vortrags ein schönes Augenspiel gab, hätte ich gerne mal kurz gedrückt, um ihm mit loriotschem Schalk auf einen wichtigen Punkt aufmerksam zu machen: Das Gefühl, wo bleibt das Gefühl?

Wer sich trotzdem vertiefen will: Stefan Lorenz Sorgner – Transhumanismus, erschienen im Herder Verlag.

2017 3 Okt

Traveling Tom

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End of the line________________________________________________+
 
 

craziness is holy“
 

Stephan Plank hat einen Film über seinen berühmten Tonmeister-Vater gedreht. Er wurde heute in Anwesenheit des Produzenten in Düsseldorf gezeigt. Der Film beginnt mit einer Szene in einer Spielhalle in Tokio, im Hintergrund läuft Brian Enos Music For Airports, im Vordergrund steht Conny und sagt: „Alle Geräusche können in Musik verwandelt werden, wenn es gefällt, ist es gute Musik.“ Brian Eno war nie in seinem Studio nahe Köln, in Wolperath. Die beiden haben sich 1977 in New York getroffen. Eno gab dem Sohn ein langes Interview, das demnächst in dem Buch von Stephan Plank zu lesen ist. Conny und Brian sind Wesensverwandte: revolutionär, geistreich, regellos, der Suche nach neuen Klängen für die Welt verpflichtet.

Stephan machte sich auf eine lange Reise, um den Weggefährten seines Vaters Fragen zu stellen. Annette Humpe antwortet am einfühlsamsten. Der Vater sei eher abwesend gewesen, immer am Mischpult. Auch Gianni Nannini sagt, dass er sich wenig um seinen Sohn gekümmert hätte. Er sei wie sie ein Elefant gewesen, der immer auf der Suche nach dem richtigen Groove war. Alle Interviewten bewunderten Conny. Für seine perfekte Arbeit am Mischpult, für seine grandiosen Einfälle zu ihren Werken, ohne sich je einzumischen.

Conny Plank war für Kraftwerk auch als Produzent von entscheidender Bedeutung. (Wie nachlässig, nicht zur Premiere in der hometown aufzutauchen.) Conny ist es gerade mit ihnen – aber auch mit Neu, mit DAF, mit den Scorpions, mit Humpe und Humpe, Harmonia – gelungen, den Sound of Westdeutschland zu kreieren. Auch mit der wunderbaren Christa an seiner Seite. 1987 starb er mit nur 47 Jahren.

 
 

 

 

 
 
 
Skydeck, 19. Stock im Düsseldorfer Hafen. In einer Rechtsanwaltkanzlei. Was für ein F (f)all!

2 Violinen and all these loop tabs.

And there she is: Maarja Nuut. Sie ist jung, hübsch, sehr schlank, hat Birkenherbstblätter Haare und graublaue Ostseeaugen.

„UNE MEELES“ heisst ihre neue, zweite CD auf Estisch – und wie auf Deutsch? Auf Englisch klingt das nach luzider Traumerfahrung:“ In The Hold Of A Dream“ … In dieser Welt lebt sie im Norden von Estland. Was ist Ihr Geheimnis? Maarja steht -singt, geht-spielt, tanzt-erzählt auf der Bühne. Ihr Aschenputtel grauer Plisseerock wirft Wellen über ihren Goldschuhen. Ihre Stimme schaukelt wie eine rostige Barke. Wie macht sie das? Sie erzählt auf Englisch ein Märchen aus den Wäldern von Estland und verwandelt sich selbst dabei immermehr mit ihrem Violinspiel in Cindarella. Sie summt, sie dront, sie steppt und loopt sich selbst in die nächste, offensichtlich traurige Geschichte, mit einem Gesicht, das an Liv Ullman in „Die Stunde des Wolfs“ erinnert.

Maarja baut ihre Musik interessant zusammen. Sie schafft allein durch Hauchen ins Mikrofon einen Klang von leichter Brise, loopt ihn, zupft ihre Geige und spricht wie zu sich selbst, bevor sie mit ihrer betörenden Stimme anhebt. Ihr gelingt es mit minimalistischem Einsatz einen großräumigen Echosound herbeizuzaubern. Wer Maarja Nuut in der weiten Musiklandschaft entdeckt, sollte sich von ihr hypnotisieren lassen.
 
 
 

 

Hälfte des Lebens

 

Mit gelben Birnen hänget

Und voll mit wilden Rosen

Das Land in den See,

Ihr holden Schwäne,

Und trunken von Küssen

Tunkt ihr das Haupt

Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehme ich, wenn

Es Winter ist, Blumen, und wo

Den Sonnenschein,

Und Schatten der Erde?

Die Mauern stehn

Sprachlos und kalt, im Winde

Klirren die Fahnen.

 

(Friedrich Hölderlin)

 
 

Many Rivers to Cross

 

Many rivers to cross

But I can’t  seem to find my way over

Wandering I am lost as I travel along

The white cliffs of Dover

Many rivers to cross and it s only my will

That keeps me alive

I ve been licked, washed up for years and

I merely survive because of my pride.

 

(Jimmy Cliff)

 
 

Hilde Domin: Nicht müde werden sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten. 

 


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