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2017 15 Sep

Das Weite Land

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Im Rahmen meiner „50 States Tour“ bin ich nun in Oklahoma angelangt, einem der wenigen Staaten, die ich zuvor noch nicht besucht hatte. Und dabei fiel mir besonders auf, wie wenig ich tatsächlich bislang über dieses Land wusste. (Womit ich in Deutschland bzw. Europa sicherlich keinen Einzelfall darstelle.) Klar, anhand des markanten Umrisses könnte ich Oklahoma stets problemlos erkennen, und auch die Hauptstadt kann wohl jeder auch ohne Vorwissen benennen. Doch darüber hinaus war mir Oklahoma bislang eigentlich fast ausschließlich als Heimat der Flaming Lips ein Begriff. In der deutschen Wikipedia-Ausgabe werden erstaunlicherweise weder die Flaming Lips noch Wayne Coyne in der „Liste von Persönlichkeiten des US-Bundesstaates Oklahoma“ geführt. Dafür immerhin Chet Baker, J.J.Cale, Woody Guthrie, Lee Hazelwood, Chuck Norris und ja, auch William Bradley „Brad“ Pitt. Als Band werden immerhin Hanson genannt. Haha! Der Regisseur Ron Howard wurde übrigens in der Kleinstadt Duncan geboren, wo ich im Moment diese Zeilen verfasse. 

 

 

Also wollte ich endlich mal einen Ausflug in den Big Bend National Park einbauen und fuhr die vier Stunden von El Paso, der nächsten größeren Stadt, über Alpine, der letzten Ortschaft vor einer knapp 200km-Strecke zum Visitor Center des Nationalparks. Nach den Sommerferien sind dort mittlerweile nur noch sehr wenige Besucher unterwegs (auf der Rückfahrt kamen mir über knapp zwei Stunden Fahrt gerade mal zwei Autos entgegen — aber umso mehr Tiere, die die Straße überquerten), so dass man wirklich noch in die großen Weiten der amerikanischen Landschaft fährt. Ein außergewöhnlich schöner Ort ist dieser Nationalpark. Und wie schön, dass man auch heute, in Zeiten von Überall-Internet und stetiger Erreichbarkeit noch so weit hinaus fahren kann. Eine Autopanne möchte man da auch nicht haben.

 

 

In Texas findet man irgendwie alle Klischees wieder – aber auch einiges mehr. Faszinierend sind die Steinadler (Golden Eagles), die überall im Land umherkreisen. Kein Wunder ist er so etwas wie der Nationalvogel und prangt auf dem Great Seal of the United States. Auch durfte ich in Texas die Bekanntschaft mit den ernst dreinblickenden State Troopers auf dem Highway machen, die, als sie mich dabei erblickten, wie ich nach einer Ausfahrt kurz anhielt, um mein Fotostativ aus dem Kofferraum nach vorne zu holen, mit Fragen konfrontierten und letztlich eine Verwarnung ausstellten. Das war offenkundig ein Akt der Willkür, denn während sie die Begründung lieferten, ich hätte am Stop-Schild nicht haargenau am Schild, sondern erst zehn Zentimeter dahinter angehalten, taten zahlreiche andere Autofahrer quasi direkt neben uns genau dasselbe, eben weil man am Schild nicht um die Ecke sehen konnte.

Wie dem auch sei, sie befragten mich dazu, welche Art von Filme ich in Deutschland mache, wozu ich das Stativ auf dem Beifahrersitz installierte (Erläuterung: Ich mache z.B. Zeitrafferaufnahmen von meinen Fahrten auf den Straßen, die ich den beiden Polizisten natürlich direkt unter die Nase hielt. Antwort: „I get dizzy only from watching this. … How did you call this? … Time lapse, never heard that.“), warum ich die Autobahn überhaupt verlassen hätte, wo ich herkäme, wo ich hinwolle und ob ich irgendwas im Auto hätte, das ich dort nicht haben dürfe („Do you have anything in your vehicle which you shouldn’t have in there?“). Ich frage mich tatsächlich noch immer, welche Antwort er eigentlich zu hören hoffte.

Später erklärte mir jemand (a real Texan), dass höchstwahrscheinlich mein kalifornisches Kennzeichen die beiden Texaner dazu veranlasst hatte, mich unter die Lupe zu nehmen, „because Texans hate Californians“. Leider habe ich versäumt, die beiden um ein Erinnerungsfoto zu bitten. Immerhin betonte der größere der beiden, die wie aus einem Film entsprungen schienen, zum Abschluss noch einmal, wie man am Stop-Schild zu halten habe. „That’s how it is done here in Texas.“

 

 

Apropos Film: Wunderbare Musik zum Fahren hier ist die Soundtrack-CD Hell or High Water, dem starken Film von Taylor Sheridan, der schon das Sicario-Drehbuch geschrieben hat (das ja ebenfalls weitgehend in West-Texas, sowie in El Paso und Juarez spielt). Auch ohne Kenntnis des Films ein sehr empfehlenswertes Album! Taylor Sheridans Regiedebüt (spielt diesmal in Wyoming), für das er in Cannes den Regiepreis bekam, muss ich nachdrücklich empfehlen, Wind River, mit einer großartigen Musik von Nick Cave und Warren Ellis, kommt demnächst in Deutschland ins Kino. Mein „Lieblingsfilm“ in Cannes in diesem Jahr. Sehr bewegend.

Auch hörte ich bei Fahrten durch die Sonora-Wüste viele Aufzeichnungen der „Klanghorizonte“ (einige habe ich schon häufiger auf Autofahrten gehört), sehr passend etwa die Stunden vom 19. August, mit Joseph Shabason usw. Nicht zuletzt deshalb erwarb ich vor wenigen Tagen auch Father John Mistys Pure Comedy, da es in einer Special Edition für unschlagbare $7,99 bei CVS in Dallas stand. Noch besser ist, meiner Meinung nach, allerdings das neue, fantastische Album von The War On Drugs, A Deeper Understanding. Die perfekte Musik für Autofahrten durch Das Weite Land.

2017 23 Aug

„Over and gone“

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Kürzlich haben mehrere Mitautoren hier über das Sortieren und die Ordnungsmethoden eigener Plattensammlungen philosophiert. Dabei tauchte bei mir die Frage auf, was man als Musikliebhaber überhaupt bei sich behält oder wie andere das System handhaben. Die meisten Leute, die ich kenne, besitzen eine mehr oder weniger überschaubare CD-Sammlung. Manche/r kauft sich mal eine Platte, die als „Fehlkauf“ verbucht wird … Aber so eine richtige Sammlungspflege betreibt kaum eine/r. Oder ich höre später, dass einer alles verkauft hat.

Vor zehn Tagen hat ein Nordische-Musik-Bekannter (genau genommen hat er die Seite einst ins Leben gerufen), der zuvor bereits viele lange Jahre für unterschiedliche Zeitschriften geschrieben hatte, geschätzte 6500 CDs verkauft, also mehr als ich besitze – alle auf einen Schlag an einen Händler. Nur einen kleinen Teil persönlich wichtiger Scheiben behält er. Glücklicherweise konnte ich gerade noch rechtzeitig für einen Kurzbesuch dort aufkreuzen und mir einige Sachen heraussuchen, die ich zum größten Teil schon lange gerne haben wollte, unter anderem einige ECM- und Real-World-Veröffentlichungen oder je zwei CDs von June Tabor und Birthday Party. Klar kann ich mir bei weitem nicht alles kaufen, was ich gerne haben möchte – häufig leihe ich verschiedene Musik aus dem reichhaltigen Sortiment des Berliner Bibliotheksverbunds aus, einiges davon erwerbe ich später auch, wenn ich es zu günstigen Preisen finde. Und klar konnte ich bei der Sammlungsauflösung bei weitem nicht alles einpacken, was ich gerne mitgenommen hätte … Doch nun räume ich so nach und nach die CDs in mein Regal, und in der ECM-Sektion gibt es längst nicht mehr genug Platz.

Ich kenne Leute, die finden es ganz wichtig, zu Hause eine ordentliche, will sagen große Bibliothek zu besitzen. Hingegen haben Bücher mich nie so interessiert wie Musikalben. Auch DVDs habe ich nie gesammelt, besitze nur sehr wenige. Man kann doch fast alle Bücher und Filme einfach ausleihen, in einer Stadt wie Berlin sowieso; außer Spezialistensachen vielleicht. Und beim Umzug erst! Uff.

Ja, ich habe Respekt vor den riesigen Bücherregalen von Bekannten und Freunden. Ich verstehe: Dahinter steht der Gedanke, dass man ja dieses oder jenes Buch vielleicht doch irgendwann noch einmal lesen möchte. (Doch kommt man schon dazu, all die Bücher zu lesen, die man gerne lesen würde? Ich überhaupt nicht.) Oder dass einem dieses oder jenes Buch ganz arg am Herzen liegt (bei mir Siri Hustvedts What I loved oder der Katalog zur großen Steve-McQueen-Retrospektive in Basel). Oder man einfach gerne alles parat hat, um gegebenenfalls mal reinzuschauen, für ein Zitat oder ein Gedicht. Aber wenn ich ehrlich bin, sind Bücher für mich eher Gebrauchsgegenstände. Ich hatte nie eine so leidenschaftliche Verbindung zu meiner Hausbibliothek wie meine literarisch bewanderten Freunde. Man häuft schon so vieles an, und wie oft kommt es vor, dass ich in ein bestimmtes Buch unbedingt reinschauen will? Also stehen und liegen hier (fast) ausschließlich Bücher, die ich noch nicht gelesen habe oder von denen ich annehme, dass ich zur Fortbildung oder für ein konkretes Filmprojekt etwas nachschauen oder nachlesen will. Und das sind immer noch zu viele.

 
 


 
 

Ich hingegen pflege lieber eine Musiksammlung, auch wenn man heutzutage vieles online oder ebenfalls in der Bücherei bekommen kann. Aber da kommt es tatsächlich oft vor, dass ich gerade dieses bestimmte Album im Sinn habe und es zum alltäglichen Glück gehört, das dann umgehend aus dem CD-Regal ziehen und in die Hand nehmen zu können. Oder dass ich einfach den Reichtum schätze, aus hunderten von Alben wählen zu können. Und online bzw. über MP3 höre ich sowieso nie Musik, allenfalls wenn ich einen Mietwagen habe, in dem sich – wie in letzter Zeit immer häufiger – kein CD-Spieler befindet. Ohne Cover fehlt mir was bei Musik.

Was aber tun, wenn man weiß, dass man so manche Platte seit Jahren nicht gehört hat und auch nicht davon ausgeht, dass man sie in nächster Zeit wieder hören wird? Marilyn Mansons Mechanical Animals, das Spaghetti-Album von Guns N’Roses oder David Lynchs Eraserhead will ich eigentlich nicht abgeben, auch wenn ich sie nur selten höre. Es sind einfach starke Alben. Am Freitag hörte ich seit langem mal wieder Meds von Placebo – und freute mich, dass ich sie behalten habe. Aber wenn man mit einer Platte nie richtig warm wurde? Bei einigen Alben gehe ich davon aus, dass ich sie noch nicht gut genug kennengelernt habe und womöglich irgendwann mal eher auf ihrer Wellenlänge sein werde (Pat Metheny, Paul’s Boutique, Abercrombie …), und häufig traf das auch zu. Gelegentlich stehen Platten aber auch lange im Regal, immer wieder sehe ich sie, halte sie in der Hand, überlege, höre rein, lege sie womöglich wieder zurück. Manche verkaufe ich irgendwann.

Von ECM gab es immerhin schon drei oder vier Alben, die ich bislang wieder verkauft habe, weil sie mir überhaupt nicht zusagten. (OM und Judith Berkson fallen mir da gerade ein). Doch bei ECM weiß ich eigentlich, dass der Zeitpunkt irgendwann kommt, wenn ich nicht gleich damit warm werde. Aber sonst: Manche Musik versucht man immer mal wieder, ohne dass sich was tut. Eigentlich verabschiede ich mich fast laufend von Platten und CDs, schon allein, weil ich nie all das anhören kann, was ich besitze. Und eben, es gibt ja auch nicht endlos Platz. Bei vielem fällt es mir aber schwer, weil ich denke, vielleicht kommt der Zeitpunkt doch noch …

In den letzten Wochen habe ich gerade wieder einige Platten bei Discogs eingestellt. Dann kaufe ich von dem Geld gleich neue Sachen. Manche CD habe ich tatsächlich irgendwann mal bei Ebay verscherbelt oder verschenkt oder zu Oxfam gebracht… und es dann Jahre später doch mal wieder hören wollen. Da hab ich mir dann Stings Ten Summoner’s Tales oder Notwists rotes Album oder Graffiti Bridge von Prince dann bei Ebay für ein oder zwei Euro wieder besorgt und sie wieder schätzen gelernt.

Und dann entdecke ich oftmals CDs in irgendeinem Laden oder so und denke, ach, die hatte ich ja auch mal, gute Platte. Aber gar nicht vermisst.

2017 31 Jul

Thronspiele zur Diskussion

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Am Wochenende gab’s hier in meinem Elternhaus im Stuttgarter Umland große Streitgespräche über Game of Thrones. Mutter und Bruder sind flammende Verehrer und restlos überzeugt, dass es sich hierbei um die beste Produktion aller Zeiten handle („bestes Drehbuch“, „beste Ausstattung“, „beste Schauspieler“ usw. usw. – bis hin zu dem Urteil, dass keine noch so teure Hollywoodproduktion mit angeblich viel höheren Budgets diese Qualität erreiche – letztere Aussage bzgl. der angeblich geringen Budgets konnte ich via Online-Recherche schon schnell widerlegt finden), während sich der zweite Bruder und seine Freundin da etwas verhaltener äußern, sich streckenweise beispielsweise daran gestört haben, dass bei zu vielen Figuren zu wenig Handlungsfortschritt passiere. Das war eine geradezu religiös-fanatische Debatte, der mit meinem Bemühen auf eine Objektivierung nicht beizukommen war.

So begab ich mich ein wenig auf die Suche in Blogs und Liebhaber-Foren, um ein wenig auf andere Meinungen zu stoßen. Von diversen Bekannten hatte ich sehr unterschiedliche Meinungen aufgeschnappt; ein befreundeter Drehbuchautor (dessen Schreibkünste ich sehr schätze) etwa äußerte sich stets hingerissen von der Drehbuchqualität und schickte mir YouTube-Ausschnitte, die ich als Nichtseher der Serie leider nicht wirklich wertschätzen konnte, bis er sich schließlich irgendwann von den Drehbuchautoren verraten fühlte; ein anderer, mitt-siebzigjähriger Autor in Virginia erzählte mir mehrfach ausufernd von den vielen Bezügen zur realen Historie der britischen Königsfamilien; andere Leute äußerten sich verhaltener („Kann man anschauen, ganz unterhaltsam, aber nicht so überragend wie Breaking Bad / Mad Men / Twin Peaks / Boardwalk Empire (bevorzugte Vorlieben bitte unterstreichen!)“ – oder es gehe „halt nur darum, wer mit wem in die Kiste hüpft und wer auf welche krass brutale Tötungsmethode aus der Geschichte geworfen wird“, wie bei jeder x-beliebigen Soap Opera, die theoretisch bis ins Endlose fortgesetzt werden kann.

Nun muss ich gestehen, dass mich weder historische Serien (von wenigen Ausnahmen wie Mad Men abgesehen) noch Fantasyserien wirklich interessieren, so dass ich bislang nie wirklich den Drang verspürte, Game of Thrones zu sehen. Alles, was ich darüber gehört und nun online gelesen habe, bestärkte meinen Eindruck, dass es sich dabei um eine arg populistisch mit Sex und Gewalt aufgepeppte und mit mittelmäßigen Schauspielern durchsetzte Seifenoper handelt, und dass die GOT-Fans hier viele Schwachstellen schönreden, die sie an anderen Filmen oder Serien kritisieren.

Daher wäre ich neugierig auf eure Meinungen. Wer hat’s gesehen, wer schaut es noch, wer hat aufgegeben, wer hat was zur Verteidigung beizutragen, das mir evtl. entgangen ist?

 
 


 

 
 

2017 14 Apr

Coal mining vs wind energy, West Virginia

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2017 9 Apr

Ghosts of Highway 20

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Heute (Samstag Abend) fuhr ich durch Oxford, um via Leeds nach Birmingham zu gelangen. Was sich auf den ersten Blick nach einer arg umständlichen Route anhört, war tatsächlich eine recht kurze Strecke auf der Interstate 20. Allerdings nicht in New England, sondern in Alabama. Dabei dachte ich an Lucinda Williams letztes Album, das dieser Straße gewidmet ist, wenngleich im Wesentlichen der Region ein Stückchen weiter westlich, in Lucindas Heimat Louisiana (auch ganz wunderbar auf ihrem Album Car Wheels on a Gravel Road porträtiert). Leider habe ich die Ghosts of Highway 20, die ja unter den Top 5 meiner 2016-Scheiben war, nicht dabei, da ich das Doppelalbum nur auf Vinyl besitze und da kein Download enthalten war.

Mein Weg führte mich heute von Atlanta in Georgia nach Birmingham in Alabama. Nicht nur konnte Georgias geschichtsträchtige Hauptstadt bei mir diesmal einen gänzlich anderen, weitaus freundlicheren Eindruck hinterlassen als bei meinem ersten Besuch hier vor gut 18 Jahren – als ich vor allem das Zentrum mit dem Coca-Cola-Museum und den Olympia-Stätten besichtigte -, auch wurde mir bewusst, dass ich total verdrängt hatte, dass Peachtree Road natürlich Elton Johns Atlanta-Album ist. Er nahm es vor rund 14 Jahren hier auf, und es ist – ähnlich wie Tumbleweed Connection mehr als drei Jahrzehnte zuvor – vom amerikanischen Süden geprägt. Film- und Literaturkenner denken bei der Peachtree Road natürlich sofort an Gone With The Wind. Ich wiederum war nie ein besonderer Fan dieses Werks, weshalb mir diese Referenz bei Eltons Album entglitten war. Bei den Autofahrten quer durch Atlanta, auch entlang der Peachtree Road beeindruckte mich, wie unfassbar grün und gerade bewaldet das gesamte Stadtgebiet ist. Ich denke, dies ist ein Stadtbild, wie sich kaum ein Europäer eine US-Großstadt vorstellt.

Alternativ zu Lucinda Williams (von ihr habe ich zwar ein anderes Album mitgenommen, Down Where The Spirit Meets The Bone, doch das habe ich erst vorgestern bei der Fahrt durch Floridas Südwesten genossen) untermalte also die „Deep Cuts“-Zusammenstellung, die ich kürzlich hier verfügbar machte, meine gut zweistündige Abend- und Nachtfahrt (siehe Bild 1). Darin findet sich immerhin ein wunderbarer „Southern States Song“ aus dem Album Peachtree Road – Porch Swing In Tupelo:

 
 

There’s a porch swing in Tupelo
In the shade of the south
Where the sweet honey drips off that old hush-yo‘-mouth
It’s a slow road on down
That old Natchez Trace
Through Alabama cotton fields to a state of grace
It’s a crisp golden autumn
On the Tennessee line
Rolling down to Mississippi like you headed back in time
Town’s closed on Sunday
Everybody’s in church
It’s empty as the moon this place here on earth

And this place don’t change
Some places move slow
I’m just rocking myself on this porch swing in Tupelo
I got nothing to do ‚cept hang in the breeze
Ghosts of the old south are all around me
Yea swing high, yea swing low
Here on this porch swing in Tupelo

 
 


 
 
 

Das Schwarzweiß-Foto stammt noch aus Floridas Süden, während ich den amüsanten CD-Tipp auf dem vierten Bild bei Decatur CD & Vinyl fand. Gekauft habe ich übrigens ein frühe(re)s Album von Laura Marling (I Speak Because I Can) und Nonagon Infinity von King Gizzard and the Lizard Wizard.

Am Sonntag wird mich mein Weg weiter nach Norden führen, ins kleine Städtchen Fayetteville in Tennessee, wo ich diesen Herrn besuche und zum Gespräch über Demokratie treffe.

(45) Songs from the West Coast (2001) ****

Finally, a new Elton John studio album! Finally, a new producer – Patrick Leonard instead of standard Chris Thomas, who’d been around for 20 years, way too long. Released on September 11, 2001. I actually bought it at the West Coast, at Tower Records in Hollywood, where Elton lived at the time. No doubt this is his best album in 25 years – since Blue Moves, I’d say. (Others might say since Too Low For Zero, which is just as acceptable.) 16 years later, this verdict still holds up, only The Diving Board surpassing it. Songs from the West Coast  is much more than a solid, professional effort like Made in England or The One, and it’s neither an imitation of his 70’s sound and style as many reviewers claimed, but a mature and diverse collection of songs by John and Taupin in their mid-fifties. Only in the latter part, one or two songs could have been left as b-sides.

Standout tracks: Dark Diamond, Birds, The Wasteland, Original Sin.

(46) Peachtree Road (2004) ***

Peachtree Road continues where Songs from the West Coast ended – just more respectable, and therefore slightly boring. Elton produced the album himself, which may not have been the best decision. Some fairly good songs, though this time with a few more references to earlier hits and albums. Some of the lesser songs play like they were made for „Wetten dass…?“, though, and the first half is much stronger than the second one, with the overall atmosphere and sound becoming too uniform.

Standout: Porch Swing in Tupelo.

(47) Billy Elliot – musical cast recording (2005) *½

Another musical, this time an immensely successful one based on the successful British film. This time it’s a cast recording instead of an all-star album. Does anyone care? I guess not.

(48) The Captain & the Kid (2006) ***¾

Conceived as a follow-up to Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy, a kind-of autobiography, telling the story of Elton’s and Bernie friendship since that previous album. A mature collection of songs, not overly fantastic, but very good. A nice piano album recreating „the old sound“ of the seventies.

Standout tracks: The Captain and the Kid, And the House fell down, The Bridge (finally, a solo piano song).

(49) Lestat (2006)

Lestat is another Broadway musical, the first one by Elton and Bernie, based on Anne Rice’s Vampire Chronicles. A cast recording was reported to be finished, produced by Guy Babylon (who played in Elton’s band from 1988 until his untimely death in 2009) and Matt Still (who co-produced The Captain & the Kid). After the show’s closing however, EJ’s management stated „there are no plans to release the recording at the present.“ Since I have not seen the show on Broadway, I have never heard the music and therefore can’t give any opinion about it.

(50) The Union (Elton John and Leon Russell, 2010) ****

Leon Russell had been Elton’s idol and influence on the late 1960s and early ’70s, but when Elton noticed Russell and his songs had been forgotten about, he initiated a collaboration album, produced by T Bone Burnett. They composed and recorded 16 new songs, backed by a committed band that includes Marc Ribot and Booker T, among others. Neil Young and Brain Wilson came around to sing on a song each, and Cameron Crowe made a documentary about the recordings.

The Union continues the retrospective line of The Captain & the Kid. It’s a thoroughly enjoyable album with strong performances, sounding very down-to-earth, thanks to Burnett. However, not all of the 16 songs are equally captivating, in particular the second half drags on a bit. (The standard version is 63 minutes, and the deluxe edition is almost 72 minutes, with 16 songs.)

Standout tracks: If it wasn’t for bad, Hey Ahab, Gone to Shiloh (with Neil Young), There’s no tomorrow.

(51) Gnomeo and Juliet (2011)

I don’t really know what that is. Never heard it. I believe it’s a mix of (mostly) old and (a couple of) new songs for another animated movie.

(52) Good Morning to the Night (Pnau feat. Elton John) **½

Provided with 100% creative freedom, Australian dance pop duo Pnau were invited to produce mash-ups from Elton’s recordings of the 70s. As a matter of fact, the results could have been less respectful, but they sound nice, evoking a very 70s disco feeling. It’s not really good. But it’s also not that bad either. It’s what it is.

 

 
 

(53) The Diving Board (2013) ****½

The Diving Board was announced as – at last! – the album to feature only Elton and his piano. Unfortunately, the final album (the release was postponed after its first announcement and re-recordings were executed) is mostly a full band album, save for the opening song and some other sections throughout the 15 tracks, including and two short instrumentals. However, producer T Bone Burnett has helped arrange the songs and a third instrumental in a cautious and unpretentious way; the piano is always in focus of the songs, and 2 cellos, bass (Raphael Saadiq), drums, and, on a few occasions, a choir or a horn section, have usually been mixed in a supportive manner.

It’s furthermore notable that there are no pop songs intended to stand out, no hits, with the album having been conceived as a mature late work, in parts melancholic, in parts joyful, with the odd wink to the past (Can’t stay alone tonight strongly references I guess that’s why they call it the Blues). An arresting album of immensely inspired songwriting. The closing title track is arguably one of Elton’s best compositions ever.

Standout tracks: The Diving Board, Ocean’s Away, The Ballad of Blind Tom, Oscar Wilde gets out. 

(54) Wonderful Crazy Night (2016) ***

Another T Bone Burnett production. Unfortunately, after The Diving Board, this is a disappointment. After three rather somber and introspective studio albums, Wonderful Crazy Night was announced as a return to the colorful and extrovert sound and performance of the 1970’s albums, which is why it’s the first album with the usual live band since The Captain & the Kid. A pity there are hardly any memorable songs on this one. Painting by numbers. And the cover art is just awful and as tasteless as it could possibly get.

Standout songs: The Open Chord, In the Name of you, I’ve got two Wings.

(55) Deep Cuts (2016/2017) ****/*****

So, after you have read through all of this, here is something else I prepared for you: A year ago, around the release of Wonderful Crazy Night, Elton created a Spotify playlist with 20 „Deep Cuts“, i.e. non-hits from his back catalogue:

 
 

 
 

It’s a nice and interesting selection, of which I made a playlist of for my iTunes. Having taken a look at it again after I finished this 5-part blog entry, I am not surprised to see several of my „standout track“ choices in this list (My Father’s Gun, Have Mercy on the Criminal, Amoreena, Razor Face, The King must die, even the very unusual choice Too Low for Zero in addition to Crystal, about both of which I assume none of you co-manafonistas would like). I am rather surprised about the inclusion of a few not-great tracks, such as Leather JacketsLive Like Horses, Shoot down the Moon and Restless. For all those among you who would like to listen to the 20-track collection, I’ve put the iTunes playlist into my Dropbox for you to download. You’ll find a link in the comments. [Non-commercial offer, for private use.]

But, as I don’t really agree with this selection (I think it is, in parts, a missed opportunity) and would like to present a much better one, I have created my very own Deep Cuts collection for you, as a 70th birthday present. I don’t assume you’ll like all of those songs, but I can promise you that anyone with open ears and a love for accomplished songwriting and arrangements will find more some of these choices worth listening to – and will hopefully enjoy as much as possible in this playlist. I’d make a bet that everyone of you will find surprising things in there. Even though it was tough, I forced myself to keep the playlist run under two hours. The first half is more straightforward, whereas the latter part includes a few peculiar choices. I’ll add a download link to this selection as well. Enjoy! (NB: Only two or three of my selected songs overlap with Sir Elton’s own Deep Cuts playlist.)

I just found a readers‘ poll in Rolling Stone (from 2015) which offers ten „deep cuts“ and adds some interesting background information about several of the songs in these two playlists.

previously: part 1part 2, part 3, part 4

 

(34) The One (1992) ***

A new start. New hair (transplanted). A very silly cover designed by Gianni Versace (who then also designed costumes and lightning for the tour, released on the VHS/DVD Live in Barcelona). Bernie’s lyrics are pretty good, but The One is not yet the beginning of a „mature period“, rather a solid mid-career album. Unfortunately Chris Thomas‘ production leaves it still a bit stuck in the 80s.

Standout tracks: The few exciting songs are the energetic Runaway Train with Eric Clapton on vocals and guitar, and the ambitious Sweat it out with very good piano soloing (if only the production was without that terrible glossy, almost plastic, sound, it could be such a great song). The 6-minute title song was a top 10 hit, and The Last Song is rather moving. Mostly solid, but the sound is anything but great.

(35) Rare Masters (1992) ***

A 2-cd, 37-track compilation of 1970’s b-sides, non-LP singles, alternate versions and rare tracks, including the complete Friends soundtrack album and everything previously released on Lady Samantha twelve years prior. Some nice discoveries for fans in this collection.

(36) Duets (1993) **

Just like Frank Sinatra did that same year, Elton recorded an album of 15 duets (plus one new solo) with a broad variety of people. Whereas Sinatra did not perform together with his duet partners in the same studios, Elton’s Duets are real collaborations, some new songs by Taupin/John (a duet with Little Richard fro example), a few from his own back catalogue, some old hits by other performers (Teardrops with k.d.lang, True Love with Kiki Dee, Love Letters with Bonnie Raitt etc). Lots of famous people (and less famous ones), but hardly anything worth listening to.

Best of all: A mesmerizing appearance by Leonard Cohen, Born to loose.

(37) The Lion King (1994) **¼

Yes, the most successful animation film ever. Elton’s Song Can you feel the Love tonight won an Academy Award and initiated another comeback. Half of the music is songs by Elton John and Tim Rice, the other half is score by Hans Zimmer.

Zach Boecker says: „The absolute best soundtrack to a musical ever. Runs the gamut of powerful and quiet, joyous and poignant, comical and serious thanks to the master class abilities of Hans Zimmer and Elton John.“

Standout track: Hakuna Matata, sung by a meerkat and a warthog. 

(38) Made in England (1995) ***½

A better comeback album than The One, though commercially a less successful one. A more organic sound (the rare studio album between 1980 and 2001 not produced by Chris Thomas), more memorable songs, more personal songs, not too many keyboards, finally back to the grand piano, mature performances. Ray Cooper and Paul Buckmaster (with four string arrangements) are back as well, after many years. Best album in 20 years.

Standout tracks: Belfast, Latitude, Please – primarily an album for fans, though.

(39) Love Songs (1995) **½

A Kuschelrock compilation, relying heavily on songs from 80s and 90s radio (only six sections from the 70s included). Most likely a result of new success with The Lion King. Some versions contain a new song. This CD is the place to go if you’re looking for one disc to have all the songs you’ve heard way too often on the radio. Only Rocket Man is missing; doesn’t count as a love song, I guess.

Standout: I guess that’s why they call it the Blues (feat. Stevie Wonder).

 

 

(40) The Big Picture (1997) **

This time it’s not Versace but Julian Schnabel who was invited to make the album cover art. Unfortunately, everything else is quite similar to The One, only more dull. Slick 90s sound. It’s a boring album. I never liked it.

Standout track: Long Way from Happiness (if only the production wasn’t such a terribly uninspired plastic sound)

(41) Elton John and Tim Rice’s Aida (1998) *

As he did not want to compose songs for another animated Disney movie, Elton composed music for a stage version of Aida. This album is not the stage version, but a various artists album with lots of mediocre songs and performances, among them Boyz II Men, Janet Jackson, Sly & Robbie with Sting, Lenny Kravitz, Shania Twain, Tina Turner & Angelique Kidjo, the Spice Girls and James Taylor. I disliked it so much I couldn’t even listen to the CD from beginning to end once. It’s bad. I advise you not to listen to it.

Nothing notable here.

(42) The Muse (1999) **

As he did neither want to work on another Disney animation nor on another Broadway show, Elton composed the score for Albert Brook’s Sharon Stone comedy The Muse. Nice.

(43) One Night only – The Greatest Hits (2000) **

The Greatest Hits live in concert at Madison Square Garden. Unnecessary live album without any particular reason of existence. Oh, I almost forgot: There are some guests on stage: Bryan Adams, Mary J. Blige and Kiki Dee. I never owned this album. Can’t even remember ever having listened to it.

(44) The Road to El Dorado (2000) **

As Elton did not want to compose songs for another animated Disney movie (but had his biggest success in the 1990s with that animated lion), he and Tim Rice decided to compose songs for an animated DreamWorks movie. Though the music is not as specific in the film’s context as it was the case with The Lion King, it’s more of a cohesive EJ album that that previous effort which included Hans Zimmer’s score sections as well. And hey, Randy Newman is here! I remember the album as being pretty boring, so I haven’t listened to it more than a couple of times, many years go.

Standouts: I don’t remember. None, I guess. 

[continued here]  // previously: part 1 ,  part 2 ,  part 3


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