Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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In der letzten Woche war in der Süddeutschen-Zeitung eine Buchbesprechung von Thomas Steinfeld zu lesen. Es ging um ein Buch des Berliner Schriftstellers Friedrich Christian Delius. „Die Zukunft der Schönheit“. In diesem Buch wird von einer Begegnung mit Albert Ayler berichtet. Der Erzähler sei zu der Tagung der Gruppe 47 im Jahre 1966 nach Princeton eingeladen worden und anschließend wäre er nach New York gefahren und hätte dort in einen Jazzkeller in der Lower East Side Albert Ayler und seinen Free Jazz gehört …

Diese Rezension erinnerte mich an eine große schwarze Box, die seit vielen Jahren in meinem Plattenschrank steht und ständig vergeblich ruft, ich möge mich endlich mal wieder mit ihr beschäftigen. Nun, der Artikel hat mich dazu verführt, die Box aus dem Plattenschrank zu holen und abzustauben. 2004 hatte die englische Musikzeitschrift WIRE Albert Ayler Holy Ghost: Rare & Unreleased Recordings (1962-70) als Platte des Jahres ausgewählt (auf Platz 2 kam übrigens Sonic Youth: Sonic Nurse und auf Platz 3: Fennesz: Venice).

 
 
 

 
 
 

Ich dachte mir, okay, diese Box sollte in deinem Plattenschrank nicht fehlen und kaufte sie mir. Was für eine Überraschung: Man öffnet einen schön gestalteten schwarzen Kasten und erblickt zunächst ein in blaues Leinen gebundenes Buch, 208 Seiten, wunderschön gestaltet, bebildert, mit allen nur erdenklichen Informationen zu den neun CDs. Das hier abgebildete Foto des jungen Albert liegt ebenfalls in der Box, dann: eine gepresste Blüte, eine Notiz des Meisters auf Hotelbriefpapier geschrieben (Hotel Esplanaden / Kopenhagen), ein Werbeblatt des New Yorker Clubs “Slugs“ mit Hinweisen auf Konzerte im September und Oktober 1967, eine Schrift von Paul Haines: Ayler-Peacock-Murray- You And The Night And The Music, ein Auszug aus einem Heft The Cricket – Black Music in Evolution mit Aufsätzen zu Pharoah Sanders und Albert Ayler, eine CD, die sich in einer als Tonbandbox gestalteten Hülle befindet. Die CD enthält zwei Ayler-Titel: Tenderly und Leap Frog, aufgenommen am 14.September 1960. Ganz unten im schwarzen Kasten findet man dann endlich die neun CDs. Diese Musik zu hören, das erfordert schon Mut und Durchhalte-vermögen, wofür man dann letztlich aber belohnt wird: Free Jazz eben.

 
 

Folgende Musiker wirken auf den Aufnahmen mit: Albert Ayler (tenor saxophone), Herbert Katz (guitar), Teuvo Suojärvi (piano), Heikki Annala (bass), Martti Äijänen (drums), Cecil Taylor (piano), Jimmy Lyons (alto saxophone), Gary Peacock (bass), Sunny Murray (drums), Don Cherry (cornet),  Burton Greene (piano), Frank Smith (tenor saxophone), Steve Tintweiss (bass), Rashied Ali (drums), Don Ayler (trumpet), Michel Samson (violin), Mutawef Shaheed [Clyde Shy] (bass), Ronald Shannon Jackson (drums), Frank Wright (tenor saxophone), Bill Folwell (bass), Beaver Harris (drums), Milford Graves (drums), Pharoah Sanders (tenor saxophone), Chris Capers (trumpet), Dave Burrell (piano), Sirone (bass), Roger Blank (drums), Call Cobbs (piano, Rocksichord), Bernard Purdie (drums), Mary Parks (vocal, prob. tambourine), Vivian Bostic (vocal), Sam Rivers (tenor saxophone), Richard Johnson (piano), Richard Davis, Ibrahim Wahen (bass), Muhammad Ali (drums), Allen Blairman (drums) u.a. … Paul Bley fehlt in dieser erlauchten Liste, erstaunlich eigentlich.

 
 
 

 
 
 

Übrigens Thomas Steinfeld behauptet in seinem Artikel, Albert Ayler sei im Herbst 1970 im Alter von nur 34 Jahren gestorben, vermutlich habe er sich auf der Fähre zur Freiheitsstatue in den East River geworfen. Auf der website http://www.ayler.co.uk/ ist über seinen Tod folgendes zu lesen:

 

„Following his death, at the age of 34, there was the usual outpouring of conspiracy theories: that there was a bullethole in the back of his head; that he was tied to a jukebox; that the F.B.I. had killed him as part of their policy of assassinating all prominent Black figures; that the Black Power movement had killed him because he wouldn’t support the cause; that the Mafia had tied him to the jukebox because he refused to make any more rock`n`roll records for Impulse. But the simplest explanation is that it was suicide. Guilt over the treatment of his brother, and Don’s subsequent illness, the fact that his attempt to popularize his music had not only failed, but alienated the critics and fans who had supported him in the past, the cancellation of the Impulse contract, all could have combined to tip him over the edge. Albert Ayler was buried in Highland Park Cemetery, Beachwood, Cuyahoga County, Ohio on 4th December, 1970. The funeral was paid for by the US army (a benefit which every former serviceman is entitled to), and through some oversight, Albert Ayler’s gravestone implies that he died in Vietnam.“

 

HOLY GHOST rare & unissued recordings (1962 – 70) 9 CD Spirit Box

P.S. Cecil Taylor starb ab 5.April 2018. Er wurde 89 Jahre alt.

Diese interessante, hörenswerte Platte erscheint am 6.4.2018. Man kann sie auf npr.org schon jetzt hören.
 
 
 

 
 
 
Dazu Tom Huizenga:

 

Cellist Clarice Jensen says the music on her debut solo album solicits „meditation and disorientation“ — two words that, while not mutually exclusive, seem to suggest both a remedy for, and the reality of, a complicated world. On For this from that will be filled, Jensen extends the voice of the solo cello using loops, electronic effects and the thoughtful layering of textures and sounds. It might be labeled an ambient album, but the music isn’t always conventionally pretty. It’s not audio comfort food meant to induce a beatific smile or numb the mind. In its somber way, the album acknowledges an increasingly loud world while offering a safe harbor of drones topped with soaring, long-lined melodies. It actually does adhere to one of the tenets of ambient music, as spelled out by Brian Eno 40 years ago on his classic Music for Airports, in that it accommodates „many levels of listening attention without enforcing one in particular.“

Bunita Marcus

 

Am 11. Januar schrieb ich an dieser Stelle (Plattenschrank 154) unter anderem über eine Schallplatte, die für mich das Jahr 2018 eingeläutet hatte: Morton Feldman – For Bunita Marcus, am Piano: Marc-Andrè Hamelin. Hans-Dieter Klinger äußerte sich am 12.Januar ausführlich dazu. Von Bunita Marcus hatten wir beide nie gehört und wollten damals wissen, wer diese Künstlerin eigentlich ist. In seinem Artikel wies Hans-Dieter auf ihre Biographie hin, auf entsprechende Seiten im Internet und auf eines ihrer Werke: Bunita Marcus – Sugar Cubes. Unter diesem Titel erschien eine CD mit fünf Ersteinspielungen von Kammermusik- und Solowerken von Bunita Marcus, sowie eine 1983 von Morton Feldman verfertigte, bislang unveröffentlichte Orchestrierung des Klavierstücks Merry Christmas Mrs. Whiting. Das ganze brachte das für mich damals gänzlich unbekannten Label Testklang heraus. Das Label Testklang definiert seine Arbeit so: Testklang sei ein Label für klassische und zeitgenössische Musik. In aufwändigen Editionen präsentiere das in Berlin ansässige Label Konzeptalben von herausragender Qualität. Testklang verbinde Musik, Film, Dichtung und Gestaltung.

Neben Bunita Marcus – Sugar Cubes finden sich im Katalog noch: Jig for John, diese CD präsentiert die Klavierfassung von John Cages 16 Dances // Tracking Pierrot: beinhaltet Schönbergs Pierrot Lunaire. Dann: Pierrot Lunaire von Johannes Schöllhorn (1992), Palmström von Hanns Eisler und zwei Aufnahmen der Open Form Komposition Tracking Pierrot von Earle Brown // Palimpsesto enthält Aufnahmen von Werken der zeitgenössischen spanischen Komponisten Hèctor Parra, Elena Mendoza, Alberto Posadas und Juan María Cué. // Schließlich findet sich im Katalog noch Luc Ferraris Journal Intime // 

Die CD/DVD Sugar Cubes hat inzwischen ihren Platz in meinem Plattenschrank gefunden und ich möchte sie an dieser Stelle sehr empfehlen. Nicht nur ist die Musik für die Liebhaber von Klängen aus dem Umkreis von Morton Feldman sehr interessant, die ganze Aufmachung, die Gestaltung der CD hält, was Testklang verspricht. Am Klavier hören wir übrigens Marc Tritschler, ein Interview mit ihm, auch über das Label Testklang findet sich hier …

 
 
 

 
 

Auf den vom SWR veranstalteten Donaueschinger Musiktagen (2017) wurde eine Komposition von Bunita Marcus uraufgeführt: White Butterflies. Die Komponistin schreibt über das Stück:

 
 

White Butterflies wurde für die Flüchtlinge unseres Planeten geschrieben. Es ist ein Versuch, einen inneren sicheren Ort zu schaffen in einer Welt des Verlusts und der Hoffnungslosigkeit. Mit diesem Stück ziele ich auf die Chakren und die Aura der Hörer. Jeder Klang ist im „persönlichen Klangraum“ eines jeden Hörers verankert und hallt in ihm wider. … Unser ganzer Körper hört und spürt die Schwingungen der Musik; es ist nicht allein unser Ohr und unser Verstand, der dies tut. Lange Zeit habe ich die winzigsten Elemente der Musik untersucht, die die Art und Weise verändern, wie wir fühlen. Ich habe die Subtexte betrachtet, die inneren Gefühle, die durch Musik hervorgerufen werden. …“

 
 

Der vollständige Artikel findet sich auf der Seite des SWR; unter dem Stichwort Donaueschinger Musiktage 2017 kann man sich das Programmheft herunterladen und findet auf der Seite 188f den zitierten Aufsatz.

Wenn der Tempo mit dem Jukebox-Man kommt …
 

Es wird Frühjahr. Die Jukebox-Kneipen, die über die Wintermonate geschlossen hatten, erwachen zum Leben, die Wirte öffnen die Läden, lassen frische Luft herein, schalten schon einmal die Jukebox ein, bemerken, dass die Schallplatten nicht gleichmäßig laufen, wenn sie sich überhaupt bewegen. Das altbekannte Problem: die Schmierung der beweglichen Teile wird während der langen Ruhezeiten zäh und es dauert seine Zeit bis alles wieder rund läuft.

Ein Wirt schickte mir neben seinen Plattenwünschen auch noch einen kurzen literarischen Text, der ihm während des Lesens an langen Winterabenden besonders gefallen hat, es handelt sich um einen Ausschnitt aus einem Buch von Peter Handke „Versuch über die Jukebox“:
 

An einem Spätwinterabend saß er, in den Skripten das um so stärker anstreichend, was er um so weniger aufnahm, in einem seiner bewährten Jukebox-Cafès. Dieses lag an einem für dergleichen eher untypischen Ort, am Rand des Stadtparks, und auch die Kuchenvitrine und die Mamortischchen paßten nicht zu seinem Ding. Die Box spielte, aber er wartete wie immer auf die von ihm selbst gedrückten Nummern; dann erst war es richtig. Auf einmal, nach der Plattenwechselpause, die, mitsamt ihren Geräuschen – dem Klicken, dem Suchsurren, hinwärts und herwärts durch den Gerätebauch, dem Schnappen, dem Einrasten, dem Knistern vor dem ersten Takt-, gleichsam zum Wesen der Jukebox gehörte, scholl von dort aus der Tiefe eine Musik, bei der er zum ersten Mal im Leben, und später nur noch in den Augenblicken der Liebe, das erfuhr, was in der Fachsprache „Levitation“ heißt, und das er selber mehr als ein Vierteljahrundert später wie nennen sollte: „Auffahrt“? „Entgrenzung“? „Weltwerdung“? Oder so: „Das – dieses Lied, dieser Klang – bin jetzt ich; mit diesen Stimmen, diesen Harmonien bin ich, wie noch nie im Leben, der geworden, der ich bin; wie dieser Gesang ist, so bin ich, ganz!“? (Wie üblich gab es dazu eine Redensart, aber, wie üblich, entsprach sie nicht ganz: „Er ging in der Musik auf“.)

 
Ein wunderbarer Text!
 
Jetzt aber zu den Platten: natürlich bleiben die Klassiker in den Boxen. Zu ihnen gehören auch zwei Singles der Sparks: `This Town Ain´t Be Big Enough For Both Of Us´ und `Amateur Hour´, beide erschienen 1974. Ich erwähne hier besonders die Sparks, weil sie unlängst auf ARTE zu sehen waren und – ehrlich, man glaubt es kaum – sie spielten die beiden Lieder am Schluss des Konzerts in alter Frische.
 
 
 

 
 
 
Nun aber endlich zu einigen – ich nenne mal elf – eingegangen Jukebox-Plattenwünschen für dieses Frühjahr:
 
Twain: Solar Pilgram (The Sorcerer / Nov.2017)

Tristen: Glass Jar (Sneaker Waves / Febr.2018)

Van Morrison & Joey DeFrancesco: You´re Driving Me Crasy (You´re Driving me Crasy / April`18)

Aisha Bradu: Bridges (Bridges – Acoustic 2018)

Special Explosion: Fire (To Infinity Dez.2017)

Eels: Premonition (The Deconstruction / April 2018)

Eels: Today Is The Day  (The Deconstruction / April 2018)

Anna Burch: Tea-Soaked Letter (Quit The Curse / Febr.2018)

Collapsing Stars: The Storm (2012 / Aug.2017)

Dead Horses: Turntable (My Mother The Moon / April 2018)

Sparks: I Wish You Were Fun (Hippopotamus / Sept.2017)
 
 
 

 

Auf npr.org kann man sie schon mal hören, die neue Platte von David Byrne, American Utopia. Die Scheibe beginnt mit einer großen Überraschung. Bob Boilen von npr bringt es auf den Punkt:

 

American Utopia’s origins began with tracks from Brian Eno and it grew and morphed from there, bringing in other collaborators and musicians, including producer Rodaidh McDonald (The xx, King Krule, Adele), producer Patrick Dillett (Nile Rogers, Sufjan Stevens,) drummer Joey Waronker (Atoms for Peace, Beck), Isaiah Barr on sax (Onyx Collective) Thomas Bartlett (aka Doveman) on mellotron, Daniel Lopatin (Oneohtrix Point Never) on keys and electronics, singer and pianist Sampha and Brian Eno on keys, brass, whistling, robot rhythm guitar and more. The list of contributors is actually longer than this. But, suffice it to say, that inspiration for this record came from an awful lot of talent. The music is intense, it’s playful and quite memorable.

 

Also mir gefällt die Platte richtig gut, am 9.3.2018 erscheint sie bei uns.

 
 

Er war gerade sechs Jahre alt geworden, als er zum ersten Mal allein in die Innenstadt fahren durfte. Zunächst galt es zur Straßenbahnhaltestelle zu schlendern und dann zu hoffen, dass eine alte Straßenbahn kommen möge, die mit den Holzsitzen und der langen Lederschnur unter dem Straßenbahndach, an dem der Schaffner kräftig ziehen musste, um ein schrilles Läuten auszulösen, was dem Fahrer bedeutete, dass er nun abfahren durfte. Diese alten Bahnen, die 1959 manchmal noch durch Hannover fuhren, hatte er ins Herz geschlossen. Und tatsächlich, an diesem Tag kam die betagte Bahn mit der Nummer 5. Er kaufte beim Schaffner eine Kinderfahrkarte und los ging es bis zum Aegidientorplatz. Dort führte sein Weg zunächst zu einer Filiale der Firma MOST. Bis 1999 konnte man bei MOST edle Süßigkeiten kaufen, Ende der fünfziger Jahre, da gab es die Firma schon 100Jahre, bekam man zumindest hier in der hannoverschen Filiale für ein paar Groschen ein große Tüte Süßigkeiten-Bruch. Weiter führte der Weg des Jungen an den Mercedes-Benz-Ausstellungsräumen vorbei, magisch angezogen von den wunderschönen Autos, konnte er sich von den Schaufenbstern kaum lösen. Dann am Theater-Am-Aegi entlang – das Theater sollte 1964 in Flammen aufgehen und ein riesiges schwarzen Loch hinterlassen, was den Jungen stets in Schrecken versetzte – in die Maschstraße. Hier gab es nicht viel Interessantes zu schauen, außerdem war diese uninteressante Straße auch noch sehr lang, bis sie dann schließlich in die Meterstraße mündete. Hier, auf dem Gelände einer Schule waren die Übungsräume des Knabenchor Hannover, dem der Junge nun angehören sollte, untergebracht. Er hat das Singen im Chor gemocht, sehr sogar, aber die Fahrt und der Weg dorthin und wieder zurück, nach Hause, das war für ihn einfach nur großartig und er freute sich immer darauf, allein unterwegs zu sein.

 
 
 

 
 
 
Jahrzehnte ist das her, aber sein weiteres Leben hat der ehemalige Chorknabe seinen Knacbenchor Hannover niemals aus dem Blick verloren. An zahlreichen Veröffentlichungen hat er sich über all die Jahre erfreut, aber 2017 wurde er besonders hellhörig, da hat der Knabenchor Hannover eine ganz ungewöhnliche CD herausgebracht: ”New Eyes on Martin Luther” mit Jeanette Köhn, Nils Landgren, Magnus Lindgren, Eva Kruse, Johan Norberg, Knabenchor Hannover und Capella de la Torre . Jörg Breiding leitet inzwischen den Chor und er hatte während des Projektes ”New Eyes on Martin Luther” auch die Aufgabe, so unterschiedliche Ensembles musikalisch zusammenzuführen; also das von Katharina Bäuml an der Schalmei geleitete Capella de la Torre, die Gruppe Nils Landgren and Friends und schließlich seinen eigenen Chor. Der NDR hat das Konzert in Hannover mitgeschnitten und auf Act-Records veröffentlicht. Herausgekommen ist eine großartige Platte. ACT-Music schreibt auf seiner Produkt-Info-Seite u.a.: „The three ensembles just dived into the music without pre-conceptions. The traditional German folksong “Die Gedanken sind frei” is here performed with a percussive flute solo, and Landgren’s smooth voice on top of a funky rhythm. Sometimes he joins Capella de la Torre with a trombone solo and when all musicians play together it sounds as if the music was originally written with this in mind. It moves seamlessly between genres and what you can hear is the sound of really skilled musicians together – and just having fun.“

 
 
 


 

 

Damals hieß er noch Südwestfunk, der SWR, als Achim Hebgen mit gerade einmal 27Jahren in die Jazzredaktion des Senders eintrat, Joachim Ernst Berendt war sein Chef. Wie Berendt, war auch Hebgen nicht nur am Sender tätig, sondern bei zahlreichen Musikproduktionen beteiligt, bei MPS zum Beispiel. Die wunderbare Platte „Got The Blues“ von Don `Sugar Can´ Harris (mit Kriegel; Rypdal, Dauner, Whitehead und Robert Wyatt!!) wurde von ihm und Berendt gemeinsam produziert. Er arbeitete ferner bei den Berliner Jazztagen, dem Free Jazz Meeting Baden-Baden und den Donaueschinger Musiktagen mit.

Ich erinnere mich, 1978, in einer seiner Sendungen zum ersten Mal von Philip Catherine gehört zu haben, auch legte er gerne Gianluigi Trovesi auf, den ich durch seine Sendungen zu schätzen lernte. Übrigens, dessen Album „Round About A Midsummer’s Dream“, wurde im Jahre 2000 von Hebgen produziert.

Achim Hebgen liebte, wie Michael Engelbrecht, Sendungen mit weitem, sehr weitem Horizont, er erfand für den SWF die Sendungen RADIOPHON (noch heute im SWR zu hören) und MUSIC AVENUE.

Zwischen 1991 und 2002 leitete er dann die Jazzredaktion. Das waren schwierige Zeiten damals, denn SDR und SWF wurden 1991 zur Fusion ihrer beiden Kulturprogramme gezwungen, aus SDR 2 und SWF 2 wurde dann S2 Kultur. 1998 entstand dann ein neuer Großsender, der SWR.

Als 1990 klar war, dass dank intensiver Untersuchungen der amerikanischen Wirtschaftsberatungsfirma McKinsey, die beiden Kulturprogramme des Südens aus wirtschaftlichen Gründen zusammengelegt wurden, da verabschiedete sich Achim Hebgen tief enttäuscht von dieser kulturellen Entwicklung während einer seiner Sendungen sehr persönlich. Über 60% der Jazzsendungen seien dem Rotstift zum Opfer gefallen, zahlreiche Sendeplätze aus dem Bereich NEUE MUSIK ebenso, auch das Format MUSIC AVENUE. Während der letzten Sendung der MUSIC AVENUE beklagte Hebgen öffentlich diese Entwicklung und legte dann eine Platte auf, die diese Sendung für immer beenden sollte. Diese letzte Platte hatte es mir damals angetan. Überhaupt, der Gedanke, einmal eine letzte Platte, ein letztes Musikstück zu hören, welches Stück könnte das sein und wird es dann letztlich wohl sein?
 
 
 

 
 
 
Peter Rühmkorf schrieb am 13.12.1989 in sein Tagebuch: „Eigentlich schade, wie viele Bücher wie einmal unaufgeschlagen an der Grabeskante zurücklassen müssen …“. Recht hat er, ich bedaure das auch schon jetzt. Mir fällt allerdings noch ein anderer Gedanke dazu ein: „Wie viele Musikstücke müssen wir wohl ungehört an der Grabeskante zurücklassen?“

Zurück zu Achim Hebgens MUSIC AVENUE und zurück zu seiner letzten Schallplate in dieser Sendung. Er legte eine Schallplatte von John Surman auf: „Road to Saint Ives“ und wählte das Stück „Tintagel“, ein Stück, das seit vielen Jahren zu meinen liebsten zwanzig Stücken gehört (meine Lebenshitparade).

Achim Hebgen starb am 25. September 2012 in Freiburg, er wurde 69 Jahre alt.

Ihm eingedenk höre ich jetzt „Tintagel“, lege zuvor aber noch eine ganz neue Scheibe auf, die ihm sicher sehr gefallen würde (aber freilich nicht alle Stücke, manche sind schrecklich, wie ich finde). Nils Frahm und „All Melody“, von dieser Platte werde ich „My Friend the Forest“ und „Harm Hymn“ hören.
 
 
 

 

Es ist gar nicht lange Zeit her, da bewunderte ich zum ersten Mal in meinem Leben die Elb-Eisenbahnbrücke von Dömitz. Mit ihren 986m Länge galt sie einst als längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Während eines Luftangriff wurde der östliche Teil der Brücke im April 1945 zerstört, heute stehen nur noch die 16 westlichen Vorlandbrücken.
 
 
 

 
 
 
Hatte ich diese Brücke, die in die Leere führt, nicht schon einmal gesehen? Gewiss nicht, never ever. Und doch, vor ein paar Wochen kam ich während der Beschäftigung mit dem Filmemacher Wim Wenders auf die Idee, mir seinen Film Im Lauf der Zeit mal wieder anzuschauen. 1977, kurz nach Erscheinen des Films im Jahr 1976 hatte ich dieses Werk ein einziges Mal gesehen, seither nie wieder.

Wenders hatte es ein paar Jahre nach Abschluss seiner Filmhochschulzeit in München bereits zu einiger Berühmheit gebracht, immerhin, er hatte schon Die Angst des Tormanns beim ElfmeterAlice in den Städten, Falsche Bewegung und andere kürzere Filme gedreht. Übrigens, Peter Handke hatte Wenders bereits während seiner Studienzeit kennengelernt, sie sollten lebenslang beste Freunde bleiben.

Einer der ersten Filme Wenders, sein zehnminütigen Musikfilm 3 Amerikanische LP’s, stellte eine erste Zusammenarbeit dar (diesen Film hätte ich so gerne einmal gesehen, leider ist es mir bislang nicht gelungen, diesen Streifen zu finden).
 
 
 

 
 
 
Das Drehbuch zu Im Lauf der Zeit hätte von Handke stammen können, geschrieben hat es allerdings Wenders selbst. Es passiert wenig in diesem 168minütigen Schwarzweißfilm und doch erzählt der Film so viel. Einer der beiden Hauptfiguren im Film ist quasi ein Jukebox-Man für Filmprojektoren. In einem alten MAN-Umzugs-LKW fährt er entlang der ehemaligen Deutsch-Deutschen-Grenze und steuert die im Niedergang begriffenen Lichtspieltheater dieser Gegend an, um dort die Filmvorführgeräte zu reparieren.

Der Mann lebt und arbeitet in seinem LKW, hat eine Jukebox dabei und vorne im Führerhaus einen tragbaren Plattenspieler, daneben einen Single-Platten-Ständer für ca 50 Singles. Während der Fahrt kann der Fahrer nebenher seine Platten in den Schlitz des Plattenspielers stecken und schon läuft die entsprechende Musik zu diesem fantastischen Roadmovie. Einmal, unser Mann hat gerade eine Nacht auf einem Parkplatz an der Elbe hinter sich, rasiert er sich und schaut nebenher auf die halbe Brücke von Dömitz (daher also kenne ich die Brücke!). Plötzlich hört man rasendes Motorengeräusch, ein VW-Käfer fährt mit Höchstge-schwindigkeit ungebremst in die Elbe. Die Fahrer kann sich und einen Koffer über das Schiebedach des Wagens retten, ehe der Wagen in den Fluten verschwindet.
 
 
 

 
 
 
Von der Geschichte des Films möchte ich jetzt nicht mehr verraten, nur noch eines: der Vater des VW-Fahrers betreibt eine kleine Druckerei. Der Film zeigt liebevoll die Maschinen aus dieser Zeit, die Setzmaschine, die Druckmaschine, die riesigen Filmprojektoren, Filmklebemaschinen, all das, was es in heutigen Filmtheatern nicht mehr gibt. Im Lauf der Zeit stammt aus einer ganz anderen Zeit und doch hat meine Generation genau die erlebt, man glaubt es kaum. Die gezeigten Lichtspielhäuser wird es schon längst nicht mehr geben, die Jukeboxen sind aus den meisten Kneipen verschwunden und auf den diversen Müllhalden gelandet, all das Vergangenheit. Kameramann Robby Müller hat diesen Film unglaublich schön gedreht, es ist ein Genuss dieses nun vierzig Jahre alte Werk anzuschauen.

Zur Musik: Die meisten Musikstücke dieses Road-Movie stammen von der Gruppe Improved Sound Limited. Dann hören wir noch Heinz Burt: „Just like Eddie“, Roger Miller mit „King of the Road“, Crispian St. Peters (ja, das ist der, der „Pied Piper“ gesungen hat) mit „So long“ und Robert Johnson mit „Love in Vain“.
 
 
 

 

Manchmal denke ich, dass ich doch irgendwie Passageriten brauche wie kaum jemand. So stellt für mich beispielsweise der erste Plattenschrank eines neues Jahres, der erste Beitrag im noch jungen Januar eines Jahres doch etwas ganz Besonderes dar. Ein kleiner Rückblick: Im letzten Jahr habe ich als ersten Beitrag György Márta Kurtág: „In memoriam Haydée – Játékok, Games and Transriptions“ vorgestellt. Im Januar 2016 war Thema das alte Jahr 2015, genauer der 31.12.2015 23:59:59 Uhr. Das alte Jahr verging nämlich mit dem Lauschen der letzten Minuten des Deutschlandfunks auf der Mittelwelle. Als angemessene Hörquelle hatte ich mir meine Musiktruhe Nordmende Arabella Stereo aus dem Jahre 1958 ausgewählt. Das neue Jahr sollte nun mit einer ganz besonderen Platte eingeläutet werden, der einzigen Langspielplatte, die ich damals mit voller Absicht zweimal besaß: Beatles: Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band. Inzwischen wird sich ein jeder denken können, dass ich diese Platte seit 2017 nun ein drittes Mal kaufen musste. Die Geschichte des Kaufs der ersten Platte habe ich damals im Januar 2016 erzählt.

 
 
 

 
 
 

Im Januar 2015 fischte ich drei Platten von Chet Baker plus eine rare Aufnahme des Oscar Peterson Trio Meets Coleman Hawkins – Live In Hannover 1967 aus dem Plattenschrank.

Übrigens, damals im kalten Monat Januar war es, da sagte Michael in einem Radiointerview auf die Frage des CBC-Reporters: Michael Engelbrecht, haben Sie heute einen Song entdeckt, der ihre Stimmung deutlich hebt? ME: Meine Stimmung war war schon ziemlich gut, aber dann hörte ich „The Everlasting Muse“. Keine Ahnung, wovon der Song handelt, aber er wirkte wie drei Ohrwürmer auf einen Streich. Auf der einen Seite ein Flair der Swinging Sixties, auf der andern noch ein paar Dejavues obendrauf, trotzdem wirkte es unheimlich erfrischend.

CBC: Von wem ist der Song? ME: Von dem neuen Album von Belle and Sebastian.

Michael meinte das Album Girls in Peacetime Want to Dance. Was für ein Zufall, gerade eben, im Januar 2018 erschien eine neue Single diese Gruppe: The Same Star. Ob sie Michael gefallen würde? Ich nehme mal an eher nicht, viel zu glatt, ohne jede Überraschung, eher auch kein Ohrwurm.

Januar 2014 dann: Die erste CD, die ich am Neujahrstag in meinen Player geschoben habe, das war meine erste CD überhaupt. Hatte ich mich jahrelang erfolgreich geweigert, diesen Bedarfsweckungswirtschafts-Wahnsinn mitzumachen und mir keinen CD-Player und keine CDs gekauft (never ever!!!), war ich mit Erscheinen dieser CD dann eben doch weichgeklopft worden. Es handelte sich um eine CD von Paul Bley, Jimmy Guiffre und Steve Swallow, sie hatten am 16. und 17. Dezember 1989 in New York unter dem famosen Produzenten Jean-Jacques Pussiau von OWL-Records jeweils The Life of a Trio: Saturday und The Life of a Trio Sunday aufgenommen und 1990 auf den CD-Markt gebracht, als LP erschienen diese Aufnahmen nicht. Es folgte in den folgenden Wochen hier auf manafonistas.de  dann eine dreiteilige Serie über Paul-Bley-Veröffentlichungen.

In den siebziger Jahren, da gab es in der Tübinger Hirschgasse Nr. 5 das Musikhaus Armin Keller noch. Keller war in Tübingen eine bekannte Musikergröße, er spielte Schlagzeug, gab Unterricht und betrieb einen Laden mit einem Kellergewölbe, in den man hinunterstieg und am liebsten gar nicht mehr nach oben wollte, denn dort unten lagerten unglaubliche Schätze, Schallplattenschätze, einige von ihnen stellte ich im Januar 2013 vor:  Volker Kriegel: Missing Link // Blues for Allah: Grateful Dead // Nitty Gritty Dirt Band: Symphoniion // David Bowie: Young American // Lindisfarne: Titel Roll on, Ruby // Beck-Ola und Truth von Jeff Beck.

Charlie Haden und Hank Jones kamen mit ihrer neuen Platte Come Sunday zwar erst am 24.02.2012 auf den Markt, ich konnte sie allerdings bereits in den ersten Januartagen begeistert vorstellen, war sie doch auf npr.org unter der Rubrik first listen bereits schon Anfang Januar zu hören.

Im Januar 2011 gab es manafonistas.de noch nicht, diese Seite wurde erst im April 2011 eröffnet.

Bleibt nun endlich der Januar 2018.

 
 
 

 
 
 

Das erste Musikstück, das für mich das neue Jahr 2018 quasi einläutete, entstammt einer CD, die ich gerade erst am 30.12.2017 vom Plattenhändler meines Vertrauens geschickt bekommen hatte:

 

Morton Feldman: For Bunita Marcus; am Piano: Marc-Andrè Hamelin.

 

Auf dieser Seite findet man eine interessante Werkeinführung vom Morton Feldman selbst. Das Stück wurde 1985 vollendet, dauert 75 Minuten lang und wurde 2017 von Marc-André Hamelin neu eingespielt. Über seine erste Begenung mit dem Stück schrieb er: „Als ich mich zum ersten Mal ans Klavier setzte, um Feldmans Stück durchspielen, überkam mich gleich ein Gefühl von Befreiung. Es geht hier nicht mehr um den Künstler, die Aufführung, das Darstellen pianistischer Virtuosität, den gesellschaftlichen Anlass. Wir haben es nun ausschließlich mit Klang, Zeit und Raum zu tun.“

Eine wunderbare Neueinspielung, die ich hier nur sehr empfehlen kann.

Sie stand vor meinem Plattenschrank und wollte einfach einmal eine Platte ziehen, irgendeine, über die ich dann in einem meiner nächsten „Plattenschränke“ schreiben möge, so sagte sie. Solche Spiele mag ich sehr und so schaute ich Lajla zu, wie sie ihre Hände über die verschiedenen Plattenabteilungen gleiten ließ und im Jazzbereich beim Buchstaben H zugriff. Oha, eines meiner Lieblingsplatten hatte sie erwischt: Charlie Haden / Paul Motian feat. Geri Allen: ETUDES, im Jahre 1988 bei Soul Note (Milano) erschienen. Charlie Haden kannte Paul Motian zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahre lang, damals 1959, bei ihrem ersten Treffen, spielte Haden gerade in Ornette Coleman´s Quartet und Paul Motian arbeitete mit Bill Evans und Scott La Faro zusammen. Bald darauf sollten die beiden mit Dewey Redman und Keith Jarrett durch die Lande touren. Auf dieser von Lajla ausgewählten Schallplatte musizieren die beiden zusammen mit Geri Allen. Man spielte bei den Aufnahmen zu dieser Platte in diesem Spätsommer 1987 in New York City fast ausschließlich eigene Kompositionen, drei von Paul Motian, darunter das titelgebende Stück, drei von Charlie Haden, darunter etwa die wunderschöne Nummer „Silence“. Geri Allen steuerte die Komosition „Dolphy´s Dance“ bei. Eröffnet wird die LP mit der Ornette Coleman-Nummer „Lonely Woman“.

Geri Allen, diese geniale Pianistin, verstarb am 27.06.2017 gerade einmal sechzigjährig. Wenn man mich gefragt hätte, welche Platte ich ihr zum Gedenken auflegen würde, ich hätte diese Scheibe ausgewählt.

 
 
 

 
 
 

Noch an drei weitere Musiker, die im Jahr 2017 starben, möchte ich erinnern und jeweils eine herausragende Platte wenigstens kurz nennen:

Gleich zu Beginn des Jahres, am 19. Februar ging Larry Coryell von uns. Nachdem ich Philip Catherine und seine herausragende Platte September Man (1974 veröffentlicht und seit Oktober dieses Jahres endlich wieder im Handel erhältlich) kennengelernt hatte, verfolgte ich diesen Ausnahmegitarristen auf Schritt und Tritt und wurde so auf eine Duoplatte: Larry Coryell & Philip Catherine: TWIN HOUSE“ (VÖ 1977) aufmerksam, auch eine meiner Lieblingsplatten. Die beiden spielen vier Catherine-Kompositionen, und je eine von Larry Coryell, Keith Jarrett, Django Reinhardt und Jimmy Webb.

Am 23. Februar starb Horace Parlan, er wurde 86 Jahre alt. Auch dieser Pianist ging im Jahre 1987 ins Studio, allerdings auf der anderen Seite des Atlantiks, ins Studio 44, Monster, Holland und nahm dort zusammen mit dem Saxophonisten Archie Shepp die Platte Archie Spepp Horace Parlan Duo Reunion auf. Eine wunderschöne Duoplatte, auf der Kompositionen von Duke Ellington, Billy Strayhorn, Thelonious Monk, Benny Carter, Dewey Redman, Archie Shepp und Copyright Control zu finden sind. Als ich mir damals Ende der achtziger Jahre diese LP zulegte, wusste ich nicht, was dieses Copyright Control unter der Komposition „Call Me“ bedeuten sollte. Heute weiß ich, dass es Sammler gibt, die speziell Aufnahmen von Kompositionen mit diesem Merkmal suchen. „Copyright Control means there is no publisher known for the composition(s) featured on a release. It is used in lieu of there being a known publisher.“ (Discogs).

Im Frühjahr 1984 trafen sich Jack DeJohnette, Jan Hammer, Mike Brecker und John Abercrombie in New York um eine Platte aufzunehmen, die später meine Platte des Jahres werden sollte: NIGHT. Die vier spielten fast ausschließlich Kompositionen des Meisters an der Guitar, nur eine entstammt der Feder von Jan Hammer: „Etherreggae“. Diese Nummer wurde das Eröffnungsstück der Scheibe und hatte es mir vor allem angetan. John Abercrombie starb am 22. August, dreiundsiebzigjährig.


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