Manafonistas

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Neu im Plattenschrank
 
 

Ein sehr großes, ein riesiges Kino, sehr alt, leerstehend, vor langer Zeit aufgeben, im Stich gelassen, stelle ich mir vor. In der Vorhalle sind noch Reste eines kleinen Kiosk zu sehen, ein vergilbtes Reklamebild wirbt für Toblerone, ein anderes für Langnese Eiskonfekt. Im Saal dann: Das, was einmal ein schwerer, roter Samtvorhang war, hängt in Fetzen vor der vielleicht einmal weißen Leinwand. Dunkle Höhlen, rechts und und links der ehemaligen Leinwand, hier hatten wohl einmal die Lautsprecher ihren Platz. Überall befinden sich Löcher im Boden an den Stellen, an denen einst die Kinosessel verschraubt gewesen sein mochten. Welcher Film hier wohl als letztes lief? In den Schaukästen draußen kann man nur noch dunkle Schatten an den Stellen erkennen, an denen dereinst Kinobilder hingen, ansonsten sind hier nichts als tote Fliegen zu sehen, die sich am Grund der Schaufenster sammeln … irgendwo steht ein verlassenes braunhässliches Klavier, verstimmt … hier, so denke ich jedenfalls, könnte Hauschka seine CD Abandoned City aufgenommen haben. Der Titel der CD verspricht vollkommen, was er ankündigt, Musik für schöne Ruinen … unglaublich.
 
 
 

 
 
 
Ganz andere Musik jetzt: Vor vierzehn Tagen erschien eine weitere Platte, die mit Sicherheit zu meinen besten zehn Platten des Jahres 2014 gehören wird: Paul Bley Play Blue. Bei dieser Platte handelt es sich um einen Konzertmitschnitt: Paul Bley Live At Oslo Jazz Festival / 2008. Fünf Titel sind auf dieser CD versammelt, vier davon Eigenkompositionen des Meisters. Gleich das Siebzehn-Minuten-Stück Far North begeistert den Bley-Bewunderer. 2008, Paul Bley war damals 75 Jahre alt, ein Jahr zuvor hatte er die CD About Time veröffentlicht. About Time, das war eine 33 Minuten dauernde absolut faszinierende Improvisation, Pent Up House war das zweite Stück auf dieser Platte, eine Sonny Rollins Komposition. Mit diesem Stück endet nun auch die Live-Aufnahme auf dieser bei ECM erschienenen Platte, für deren ausgezeichneter Tonqualität Jan Erik Kongshaug verantwortlich zeichnet.

Ähnlich der neuen Hauschlka-Platte, mag es dem Hörer auch mit der CD Mutations von Vijay Iyer gehen, auch hier: extrem bilderspendende Musik. Das geht gleich los mit Spellbound And Sacrosanct, Cowrie Shells And The Shimmering Sea und wird dann über Vuln Part 2 mit Mutations I bis X, einer Komposition für Klavier, Streichquartett und Elektronik weitergeführt, das ist schon wirklich mitreißend.

 
 
 

 
 
 
Schon am 29.01.2014 wurde von Henning Bolte auf manafonistas.de auf die famose Platte der Gruppe Eggs Laid By Tigers: Under The Mile Off Moon hingewiesen. Von dieser CD bin ich überaus überrascht und begeistert, besonders das Stück Let it be known läuft bei mir rauf und runter, ein Stück, das zwingend in die Jukeboxen dieser Welt eingeordnet gehört.

 
 
 

 
 
 
Und am Schluss mal noch ganz schnell der Hammer: Am 10.02.2014 erschien W. A. Mozart Klavierkonzerte No. 20 KV 466 und No. 25 KV 503 mit Martha Argerich und dem Orchestra Mozart unter Claudio Abbado. Es handelt sich um einen Livemitschnitt aus dem Juni vergangenen Jahres. Abbado ist ja vor wenigen Monaten gestorben, diese Aufnahme ist sein letztes Konzertdokument. Ganz davon abgesehen, dass für mich Martha Agerich eine der größten Pinanisten auf dem Gebiet der klassischen Musik ist, dieser Mitschnitt ist eine Offenbarung. Umwerfend, wie das Klavierkonzert No 25 KV 503 gespielt wird, man kann sich nicht satthören.

… und?, was ist eigentlich aus Art Lande geworden?, dachte ich so bei mir, als ich diese Abteilung aus meinem Plattenschrank herauszog und einen wunderbaren Abend mit der Musik dieses am 5.Februar 1947 in New York geborenen Pianisten verbrachte. In meiner Plattensammlung befinden sich von ihm Tonträger allerdings nur aus einem sehr begrenzten Zeitrahmen, gerade einmal seine auf Platten aufgenommene Musik aus den Jahren 1974 bis 1987, als da wären: 1974 – Red Lanta (ECM) Art Lande mit Jan Garbarek im Duo; 1976 Rubisa Patrol (ECM) mit Mark Isham, Bill Douglas, Glenn Cronkhite; 1977 Desert Marauders (ECM) mit Bill Douglass, Kurt Wortman und Mark Isham; 1981 Skylight (ECM) mit Dave Samuels und Paul McCandless und schließlich 1987 We Begin mit Mark Isham im Duo. Die beiden Duo-Platten, sowie Rubisa Patrol wurden von Jan Erik Kongshaug in Oslo, die übrigen LPs gleich hier um die Ecke, in Ludwigsburg von Martin Wieland aufgenommen. Das war richtig gute Musik, die man auch heute noch sehr, sehr gut hören kann. Aber, was war nach 1987?

 
 
 

 
 
 

Art Lande verlor ich vollkommen aus dem Blick. Nun, zum Glück pflegt der Pianist eine informative, eigene website, http://www.artlande.com/ . Und da erfährt man dann schon so einiges: zum Beispiel, dass der Meister sich ab den achtziger Jahren eher auf die Lehrtätigkeit konzentriete; dass er in Seattle, St.Gallen, Lausanne und Boulder (Colorado) unterrichtete und nebenher mit den verschiedensten Band zahllose Auftritte hatte. Auch findet man eine reichhaltige Discographie, die bis ins Jahr 2011 reicht. Einige CDs kann man aber wohl nur unter der Website des Meisters bestellen, andere sind immer noch im Handel oder werden sogar wieder neu aufgelegt.

 
 
 

 
 
 

Eine Auswahl:

 
Art Lande: Prayers, Germs and Obsessions im Duo mit Mark Miller (sax / flute) – 1994

Art Lande: Polar Opposites im Duo mit Dave Peterson – 2008

Art Lande & Boy Girl Band: Down the Corridor -

Art Lande & Boy Girl Band: Drop Your Leotards

Art Lande mit Gebhard Ullmann, Chris Dahlgren: Die Blaue Nixe 2007

 

Im Jahr 2013 ging Art Lande mit der Gruppe Trio BAP – (Bruce, Art, Paul) Bruce Williamson, Art Lande, Paul McCandless auf Tournee, aktuell, im März 2014 ist Art Lande mit der Gruppe Trio JAB – (Johaness, Art, Bruce) Johaness Weidenmueller, Art Lande, Bruce Williamson unterwegs.

 

Geschichten aus der Jukebox (1)

 

Die Taste 230 wird gedrückt, die NSA-Musikbox knackt und knistert, der Plattenwagen setzt sich in Bewegung, eine blaue Columbia-Single wird herausgefischt, das Shure-System fährt heran, nach dem ersten Ton weiß jeder, welche Platte gewünscht wurde, The Animals: The House of he Rising sun. Am 18.Mai 1964 aufgenommen, landete die Single bereits im Juli 1964 in der britischen und im September desselben Jahres in der U.S.single Chart. Im Januar 1965 kaufte ich mir die Platte für 4,75 DM, es war vielleicht meine zehnte Schallplatte in meinem damals noch recht übersichtlichen Plattenschrank. Diese Platte hatte es mir damals total angetan, ich war begeistert. Was mich allerdings sehr erstaunte, war die Tatsache, dass diese Single enorme Überlänge hatte, mit 4:29 Minuten war sie die längste von mir wahrgenommene Single-Platte. Die Rückseite der Platte Talkin´´bout You, eine Ray Charles-Nummer, war mit 1:54 im Normalbereich angesiedelt. Mein alter Perpetuum-Ebner-Plattenspieler musste die neue Platte natürlich unentwegt spielen.

 
 
 

 
 
 

Nun wohnten wir damals in einem kleinem niedersächsischem Dorf im Weserbergland. Ein winziger Bahnhof, sogar mit einem Bahnhofvorsteher besetzt, wurde von einem Triebwagen der Bundesbahn angefahren, aber auch Güterzüge verirrten sich manchmal in diesen Ort und wurden an einem Güterschuppen ent- und beladen. Für mich als damals elfjährigen Eisenbahnfan war das alles sehr abenteuerlich und so kam ich recht schnell mit dem freundlichen Bahnhofsvorsteher in Kontakt. Bald durfte ich helfen, Fahrkarten zu verkaufen, die Schranke, die an der einzigen Dorfstraße den Verkehr beim Herannahen eines Zuges zu stoppen hatte, herunterzukurbeln, Pakete in die Güterwagen zu tragen und vieles mehr.

 
 
 

 
 
 

Nachdem ich nun The House of the Rising Sun mein eigen nennen durfte, fiel mir ein richtig gutes Spiel dazu ein. Die Platte war ja, wie oben bereits erwähnt, mit 4:29 Minuten doch ziemlich lang. Fünf Minuten brauchte ich, um zu dem kleinen Bahnhof des Ortes zu gelangen und schnell wieder zurück nach Hause zu laufen, also zweieinhalb Minuten pro Strecke. War das nicht auch schneller zu schaffen? Aber wie die Zeit messen, eine Uhr besaß ich damals noch nicht. Da kam mir der Gedanke, die Animals-Single zur Hilfe zu nehmen: Ich legte die Platte auf meinen Perpetuum-Ebner, setzte die Nadel auf und rannte los. War ich mit den letzten Klängen des Songs wieder beim Plattenspieler, hatte ich gewonnen. Ich weiß nicht mehr, wie oft das Lied auf meiner kleinen Anlage lief, ohne, dass ich es gehört hätte … eigentlich eine Schande … anyway.  Was mein Freund, der Bahnhofsvorsteher wohl über dieses Spiel gedacht hat … er hat sich nie dazu geäußert, außer, dass er natürlich ein ums andere Mal gefragt hat, ob ich es nun endlich geschafft hätte …

 
 
 

 

2014 27 Feb

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (65)

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Rätsel ins Netz stellen, Stories erzählen, Wetten mit gutgläubigen Manafonisten abschließen, das ist Michaels Sache. Deshalb verzichte ich jetzt auch auf die Preisfrage, ob irgendjemand meine, dass Robert Wyatt jemals mit Jimi Hendrix zusammen gespielt habe. Nun, wir grübelnden Rätsellöser hätten vielleicht noch gewusst, dass es auf einer US-Tour der Gruppe Soft-Machine zu einer Begegnung zwischen Hendrix und Wyatt gekommen sein müsste, Soft-Machine spielte dereinst als Vorgruppe von Jimmy Hendrix. Aber haben sie zusammen gespielt oder gibt es gar Aufnahmen? Das fragte mich Michael einmal Mitte Januar.
 
 
 

 
 
 

Meine vorsichtige Antwort – ich ahnte Fallen – „nicht, dass ich wüsste“. Nun, in der Tat gibt es eine Aufnahme, sie erschien erstmals Ende 2013 auf dem Cuneiform-Label, und Hendrix spielt auf einem kurzem Stück mit dem Titel Slow walkin´talk, aufgenommen in Hollywood zwischen Oktober und November 1968, auf dem Bass, neben Robert Wyatt, der hier alle übrigen Instrumente spielt. Naja, und den Bass spielt er schon richtig gut, aber deshalb die CD zu kaufen, das wäre denn doch nur etwas für Hendrix-Sammler. Die Platte als ganze gewürdigt, lohnt allerdings die Anschaffung durchaus. Die CD wird mit Chelsa eröffnet, einem Stück, das durchaus in die Hitparaden der 68iger Jahre gepasst hätte, ein schönes Stück, keine Frage. Dann folgt eine über 18 minütige Version von Rivmic Melodies, ein absolut verrücktes Stück, Teile dieses Stückes sollten später auf Soft-Machine Two erscheinen und am Schluss hören wir in zwei Teilen Moon in June, das später dann von Soft-Machine für das Album Third neu aufgenommen werden sollte. Diese bislang unveröffentlichen Studioaufnahmen sind allerdings wirklich schon richtig gut!

 
 
 

 
 
 

Zurück zu Michaels Rätseln: Im jüngsten von ihm ausgeschriebenen Preisausschreiben, das Jochen dann schlussendlich gewonnen hat, ging es, so hatte ich den Eindruck, irgendwie um Lee Hazlewood. Und wenn ich mich mal in eine Idee verbissen habe, gibt es kein Halten mehr. Das Werk Lee Hazlewoods wurde durchstöbert, for the first time in my life. Okay, und dabei stieß ich auf sein letztes Album Cake Or Death, 2006 veröffentlicht. „Ich wollte dieses Album unbedingt machen, und wenn sie mich aus dem Studio hätten herein- und heraustragen müssen, ich werde wohl nie wieder ein Aufnahmestudio von innen sehen,” sagte der schwerkranke Lee Hazlewood Spiegel-Online. Am 4.August 2007 starb er, mit 78 Jahren. Für Rätselzwecke, aber auch, weil mich das letzte Werk von Hazlewood interessierte und auch, weil ich außer These Boots Are Made For Walking keine Platte von Lee Hazlewood besitze, kaufte ich Cake or Death und war doch einigermaßen überrascht. Nicht, dass ich der Meinung wäre ein Meisterwerk in den Händen zu halten, das nicht, aber eine hörenswerte Platte allemal. Die CD ist höchst abwechslungsreich, Lee durchwandert einige musikalische Stile, zunächst swingt es ein wenig in einem Lied, das im Duo mit Lula gesungen wird, dann rockt es mal ordentlich, auch der Country-Sound kommt nicht zu kurz und manchmal hört es sich an, als würde Rick Rubin Johnny Cash produzieren, später dann aber meint man Schlager untermalt von James Last un sei Streicher zu hören. Für mich der Höhepunkt der Platte, wenn Lee sich selbst covered und These Boots Are Made For Walking als Boots neu einspielt.

 

Das Rätsel konnte ich dennoch nicht lösen …

Paul Bley Teil 4

 

Paul Bley zum Vierten, ist nicht endlich mal gut? Womöglich ein fünfter Teil zum Thema Paul Bley? Der würde sich zwar lohnen, ich möchte das aber zurückstellen. Nur eine Ergänzung noch: Im Zuge meiner Recherche in Sachen Plattenveröffentlichungen von Paul Bley, habe ich tatsächlich noch manche Überraschung erlebt. Eigentlich war ich der Meinung, die wichtigsten Werke des Meisters im Plattenschrank zu vorzufinden, weit gefehlt. Hätte man mich beispielsweise vor vier Wochen jemand gefragt, ob Paul Bley je eine Doppel-LP veröffentlicht hätte, ich hätte das vehement verneint und wäre auch fast jede Wette bezüglich diese Frage eingegangen. Nun, Bley hat tatsächlich eine Doppel-LP veröffentlicht, aber nur in den USA und Kanada. Natürlich sollte diese Platte in meinem Plattenschrank nicht fehlen und tatsächlich habe ich in den Staaten jemanden gefunden, der mir die Platte bestens erhalten besorgen konnte.

 
 
 

 
 
 

Dieses umwerfende Gemälde ziert die Front- und Rückseite der Platte: Man sieht Paul Bley in einer holländisch anmutenden Landschaft am spielend Flügel sitzen, neben ihm ein Weiher, Enten, Schwäne, Tulpen in verschiedensten Farben….das ganze strahlt fast einen paradiesischen Frieden aus. Wer die Bandbreite der Covergestaltungen von Platten des Meisters kennt, hat ja schon viel gesehen, dieses Schallplattencover fällt aber nun wirklich aus dem Rahmen. Dennis Pohl war für die Cover Art zuständig. Der 1941 in Milwaukee geborene Künstler lebt in San Miguel de Allende in Mexiko. Jazzplatten hat Pohl eine ganze Menge gestaltet, wer sich einen Überblick verschaffen möchte – es lohnt sich -, geht auf folgende Seite: http://www.dennispohl.com/openframe.html oder auf http://www.saatchiart.com/.

 

Zur Musik: auf der DoLP finden sich fünf Kompoisitionen von Annette Peacock – Cartoon, Touching, Both, Blood und Mister Joy, die beiden letzten Titel nehmen jeweils eine ganze Plattenseite ein, Mister Joy ist gar 24:30 Minuten lang; zwei Kompositionen stammen von Carla Bley, Start und Closer und nur eine von Paul Bley, nämlich Mazatalan. Schön, dass der Hörer auch etwas über die Geschichte dieser Aufnahmen und ihrer Veröffentlichungen erfährt, so heißt es im Platteninneren: Sides one and two were recorded in Copenhagen, Denmark on November 5, 1965. Sides three and four were recorded in Haarlem, Holland on November 4, 1966.  (Note: This version of “Closer” is released here for the first time. All other selections on sides one and two were issued in Europe on the Fontana and Debut labels as “Touching.” Sides three and four were released in Europe on the Polydor International label as “Blood: Paul Bley in Haarlem.” None of this material has evere been issued in the United States.) Folgende Musiker sind neben Bley zu hören: am Bass Kent Carter auf den Plattenseiten eins und zwei Mark Levenson auf der dritten und vierten Plattenseite. Schlagzeug spielt Barry Altschul. Tolle Entdeckung, diese Doppel-LP!

 
 
 

 

2014 30 Jan

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (63)

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Paul Bley Teil 3

 

War man im März 1993 noch mit den Japanern in New York zwecks Aufnahmen zusammen, zieht es Bley im April schon wieder nach Kopenhagen, wo er sich mit Jay Anderson und Adam Nussbaum trifft und für SteepleChase Paul Bley – If We May aufnimmt. Im August 1993 führen die Wege Bley wieder in seine Heimat, es gibt viel zu tun. Am 29.August wird eine Solo-Piano-Platte eingespielt, Sweet Time (ausschließlich Eigenkompositionen), am 30.August eine Duo-Platte mit Jane Bunnett (Sax / Flute) aufgenommen – eine Platte die Kompositionen von Bley, Bunnett und eine (Music Matador) von Peacock enthält – und schließlich begeben sich am 31.August drei Musiker ins Studio, neben Bley, Herbie Spanier und Geordie McDonald und nehmen Know Time auf. Im September kommt es dann in New York noch zur Produktion einer ziemlich ungewöhnlichen Platte, Bley spielt Solo auf dem Flügel, aber auch einmal mehr auf dem Synthesizer und das nicht etwa nacheinander, nein zugleich! So heißt denn auch die CD Synth-Thesis. 1994 besucht Paul Bley wieder das Mailländer Studio, mit von der Partie Furio Di Catsri (bass) und Tony Oxley (drums) es entsteht die CD Chaos.

 
 
 

 
 
 

Im Jahr 1994 ist aber auch New York wieder als Aufnahmeort für Paul Bley angesagt: am 18.Juni wagt man wieder eine Trioaufnahme, dieses Mal mit David Eyges (electric cello) und Bruce Ditmas (drums) Paul Bley Trio – Modern Chant – Inspiration From Gregorian Chant. Eben dieses Trio triff sich am 17.September nochmals in New York und nimmt The Paul Bley Trio – Emerals Blues – Inspiration From Gregorian Chant auf. Zwischendurch geht es allerdings nochmal nach Montreal, wo der Meister am 4.Juli mit Sonny Greenwich (guitar) eine Duoplatte Paul Bley/Sonny Greenwich – Outside In einspielt. Das Aufnahme-Jahr 1994 endet im Oktober in Kopenhagen mit einer Trioaufnahme, dabei sind Jay Anderson und Victor Lewis und schließlich mit einer Einspielung im Quartett, auf der sich Rich Perry (sax) dem Trio hinzugesellt, Titel der CDs: Reality Check und Speechless.
 
 
 

 
 
 

Man glaubt es kaum, vor mir liegen 26 Schallplatten und CDs, allesamt aufgenommen zwischen 1990 und 1994, und die meisten davon sind von wirklich hoher Qualität. Aber es sollte bald wieder stiller werden um Paul Bley: Erst  im April 1996 kommt es wieder zu einem Studiobesuch: Es tritt wieder Manfred Eicher auf den Plan und verführt Paul Bley nach Sankt Gerold (Österreich) zu kommen, aber das ist eine andere Geschichte.

 
 
 


 

Seit meiner intensiven Beschäftigung mit der Discographie Paul Bleys und dem damit verbundenem Wiederhören seiner Schallplatten und CDs, komme ich nicht mehr von ihm los, ich bin hingerissen, begeistert von dem musikalischem Werk dieses Mannes. Deshalb nun weitere Fortsetzungen, heute:

 
 

Paul Bley Teil 2

 

… und was gibt es am Anfang der neunziger Jahren von den musikalischen Aktivitäten von Paul Bley zu berichten? 1990 begann gleich mit einem Paukenschlag, SteepleChace brachte die unglaublich gute Duo-Platte Paul Bley / Niels-Henning Orsted Pedersen heraus (das war meine letzte Paul Bley Langspielplatte, leider ist sie verloren gegangen, aber sie ist als CD wieder erhältlich). Im März 1990 spielte Bley eine weitere Duo-Platte ein, dieses Mal mit Gary Burton: Right Time, Right Place. Es werden Titel gespielt, deren Bley sich im Laufe der nächsten Jahre noch öfter erinnern wird, es sind Kompositionen seiner ehemaligen Frau Carla Bley: zum Beispiel Ida Lupino oder Olhos De Gato.

 
 
 

 
 
 

HAT HUT-Records führte im Mai 1990 Paul Bley, Hans Koch und Franz Kogelmann zusammen, man spielte mal solo, mal im Duo und auch im Trio und nannte das Ganze 12 (+6) In A Row.

Am 20.Juli ging es dann einmal mehr nach Mailand, wo sich Paul Bley mit Charlie Haden und Paul Motian traf, um Memoirs aufzunehmen. Auf dieser CD sind Stücke von Monk, Coleman, Haden, Motion und auch Bley zu finden. Zwei Jahre später sollte unter der Regie von HAT HUT eine weitere interessante CD eingespielt werden: Annette. Auf dieser Platte finden sich Kompositionen von Annette Peacock, interpretiert von zwei ehemaligen Lebensgefährten von ihr, both Bley and Peacock were once married to “Annette”. Das Trio vervollständigt dann wieder Franz Koglmann.

 

Im Februar 1991 wird in Montreal ein weiterer Meilenstein in der recording career Bleys aufgenommen, Changing Hands, Paul Bley spielt Solo, fast nur Eigenkompositionen, bis auf Summertime von George Gershwin.

Manfred Eicher hat sich auch in den neunziger Jahren an so manch ein Projekt mit dem Meister gewagt: so im September 1991 die Aufnahmen zu In The Evenings Out There mit Paul Bley, Gary Peacock, Tony Oxley undJohn Surman und, weil gearde so viele gute Musiker um Jan Erik Kongshaug und Manfred Eicher herum anwesend waren, spielte man gleich noch eine weitere hervorragende Platte ein, jetzt aber unter dem Namen “John Surman”, ansonsten aber mit derselben Besetzung, Titel der ebenso im September 1991 aufgenommenen CD: Adventure Playground.

 
 
 

 
 
 

Dann sollte es noch drei Jahre dauern bis Bley wieder in Oslo auftauchte, jetzt mitEvan Parker und Barre Phillips Titel der CD Time will tell , Aufnahme Januar 1994 in Oslo.

Aber auch der Produzent Jean-Jacques Pussiau war nicht untätig und nahm wiederum in New York am 25. April 1992 Fly Away Little Bird auf, die Besetzung wieder einmal: Jimmy Giuffre, Paul Bley und Steve Swallow. An eben diesem Tag spielte Paul Bley gleich noch eine CD ein: Hommage To Carla, eine Solo-Piano-Aufnahme. Was für eine Platte, was für wunderbare Stücke: Olhos De Gato, Vahskar, Ictus, Seven etc.! Übrigens hat sich Bley in diesen Jahren wohl öfter an Carla erinnert, spielte er doch schon fünf Monate früher, im Dezember 1991 für Steeple Chase Paul Bley plays Carla Bley ein, allerdings hat sich Bley damals von Marc Johnson und Jeff Williams begleiten lassen. Die Stückeauswahl ist ähnlich der zuvor erwähnten Platte Homage To Carla, hier wird allerdings auch das herrliche Ida Lupino gespielt.

 

1992, das Jahr, in dem Paul Bley sechzig Jahre alt wurde, sollte Bley auch wieder nach Italien und Dänemark führen, dort nahm er im April Mindset im Duo mit Gary Peacock auf (wobei diese sehr schöne CD mehr Solo- als Duostücke enthält) und hier, auch im April, solo die Caravan Suite. Das Aufnahme-Jahr endet in Kopenhagen, im Jazzhus Montmartre, wo Bley Solo auftritt und Bandmaschinen mitlaufen, es entsteht die CD Paul Bley – At Copenhagen Jazz House. Im März 1993 kommt es  in New York unter Kenny Inaoka und Mac Nishiwaki zu einer Aufnahmesession mit Paul Bley, Steve Swallow und Paul Motian, ein ungewöhnliches Treffen unter japanischer Regie: So wurde die Platte angekündigt.

 
アルバム名:ZEN PALACE
アーティスト名:Paul Bley Trio 
レーベル名:ekURBAN

19933月、NYでの録音。ポール・ブレイは、S.スワロウ(b)やP.モチアン(ds)とはたびたび録音しているが、このトリオでは史上初の顔合わせ。ブレイの希望で銘器ベーゼンドドルファー・インペリアルがスタジオの持ち込まれた。それぞれが持つ独特のスペースとリズム感覚の中でインタープレイが行われ、何ものにもとらわれないオープンなジャズが展開され、極上の心地よさを味わうことができる。

 
Der beigelegte Text zur CD ist mir bis heute ein Rätsel (wenn mir das mal eine/r übersetzen könnte?). Zu hören sind Kompositionen von Paul Bley (vier) und jeweils eine von Steve Swallow und Paul Motian.
 
 
 

 

Die erste CD, die ich am Neujahrstag in meinen Player geschoben habe, das war meine erste CD überhaupt. Hatte ich mich jahrelang erfolgreich geweigert, diesen Bedarfsweckungswirtschafts-Wahnsinn mitzumachen, war ich mit Erscheinen dieser CD dann eben doch weichgeklopft worden. Paul Bley, Jimmy Guiffre und Steve Swallow hatten am 16. und 17.Dezember 1989 in New York unter dem famosen Produzenten Jean-Jacques Pussiau von OWL-Records jeweils The Life of a Trio: Saturday und The Life of a Trio Sunday aufgenommen und 1990 auf den CD-Markt gebracht.

 
 
 

 
 
 

Das war es eben, diese grandiose Musik erschien nur auf CD. Mit diesen CDs fing alles an und musste dann auch schnell so weitergehen, denn Bley hatte seit 1984 eine derart kreative Phase, dass ein Werk nach dem anderen erschien. Bereits am 18.Dezember 1989 traf er sich mit Gary Peacock und nahm die CD Partners auf, ebenso unter Jean-Jacques Pussiau, so auch 1992, wo er wiederum mit Jimmy Giuffre und Steve Swallow zusammenkam, um Fly away little bird aufzunehmen. 1992 brachte ECM die erste Zusammenarbeit von Giuffre, Bley und Swallow (Aufnahme von 1961) heraus, nämlich die beiden Platten Fusion und Thesis (remixed 1990 von J.E.Kongshaug). Diese Werke erschienen bei ECM damals noch als LP (nachträglich noch ein Riesenlob an ECM, dass man dort solange noch an der LP festgehalten hat). HAT HUT Records legte dann nach und wiederveröffentlichte Giuffre, Bley und Swallow Flight, Bremen 1961, allerdings ausschließlich auf CD.

 

Aber zurück zu dem französischen Produzenten Jean-Jacques Pussiau. Mit ihm beendete Bley eine lange Zeit der Stille – über Jahre keine Auftritte, keine Aufnahmen oder Veröffentlichungen. Die Reihe vieler Langspielplatten von Paul Bley in meinem Plattenschrank beginnt 1953 (Paul Bley, Art Blakey und Charles Mingus) und mündet im Jahr 1978 mit der Solo-Piano-Platte Axis (aufgenommen im Juli 1977 in New-York). Dann hört man nichts mehr von Paul Bley, erst am 19.Mai 1983 geht der Meister wieder ins Studio, zu Jean-Jacques Pussiau nach Paris und nimmt dort solo die Platte Tears auf, ein Meisterwerk (OWL-Records 1984). Bereits zwei Tage später besucht Bley Mailand und spielt wiederum solo Tango Palace ( Soul Note 1985) ein; am darauf folgendem Tag (!), wir schreiben den 21.Mai 1983, trifft sich Bley mit George Cross McDonald, um eine Duo-Platte Sonor betitelt aufzunehmen (veröffentlicht 1984 bei Soul Note). Im gleichen Monat, Mai 1983, fliegt Bley nach Ludwigsburg (bei Stuttgart) und nimmt dort im großartigem Tonstudio Bauer für Manfred Eichers ECM This Earth auf, mit dabei Alfred Harth, Trilok Gurtu, Maggie Nicols und Barre Philips. Man stelle sich vor: zwischen 1977 und April 1983 Stille und dann werden im Mai 1983 gleich vier Schallplatten aufgenommen, und was für welche! Auch das Jahr 1985 ist reich an Begegnungen und Veröffentlichungen von Paul Bley, Ort der Aufnahmen ist jetzt im wesentlichen Kopenhagen: am 26.2.1985 Aufnahme für die Trioplatte Questions mit Jesper Lundgaard und Aage Tanggaard, am 17.Februar dann die bewegende Duoaufnahme mit Chet Baker: Diane und im Dezember wiederum eine Trio-Aufnahme mit Jesper Lundgaard, aber statt Aage Tanggaard drums, Billy Hart am Schlagzeug. Zwischendurch geht Bley dann noch mit John Scofield, Steve Swallow und Barry Altshul ins Mailänder Studio, um eine Platte unter dem Titel The Paul Bley Group herauszubringen.

Im Januar 1986 führen die Wege Bleysdann ins Rainbow Studio nach Oslo, wo Bley mit John Surman, Bill Frisell und Paul Motian das Meisterwerk Fragments einspielt (ECM 1986).
 
 
 

 
 
 

Am 16.März 1986 hat Bley mit Jesper Lundgaard Auftritte im Monmarte in Kopenhagen. Bandmaschinen laufen mit, veröffentlicht wird die Duo-Platte Live (SteepleChase1986), 1987 dann Live Again. Ein Jahr später wird von J.E.Kongshaug in Oslo in derselben Besetzung wie im Januar 1986 die Platte The Paul Bley Quartet aufgenommen. Im Juli 1987 spielt Bley mit Paul Motian in Mailand im Duo, heraus kommt die Platte Notes (Soul Note 1988). Zwischen dem ersten und sechsten März 1988 kann man Paul Bley, John Abercrombie, Red Mitchell und Barry Altschul im Sweet Basil in New York live erleben, die Platte Live At Sweet Basil wird aufgenommen. April 1988: Paul Bley spielt wieder in Kopenhagen, dieses Mal solo, und so lautet denn auch der Plattentitel: Paul Bley Solo Piano. Am 24.April 1989 hören wir endlich einmal wieder etwas von Jimmy Giuffre – Paul Bley ist noch nicht dabei, mit von der Partie sind Pete Levin, Bob Nieske und Randy Kaye.

 

Am 21.November und am 22.Dezember 1989 nimmt Paul Bley dann wieder in Kopenhagen auf, zunächst mit Ron McClure und Billy Hart im Trio die Platte The Nearness of you (SteepleChace 1989) und dann mit Bob Cranshaw und Keith Copeland die Trioplatte BeBopBeBopBeBopBeBop (SteepleChase 1990). Und damit schließt sich der Kreis, denn: am 16. und 17.Dezember 1989 war Paul Bley in New York und hatte unter Jean-Jacques Pussiau von OWL-Records jeweils The Life of a Trio: Saturday und The Life of a Trio Sunday aufgenommen. Übrigens, für die, die bisher weniger Schallplatten von Paul Bley gekauft haben: am 15.11.2013 erschien eine CD-Box mit neun überarbeiteten Platten der Firmen Soul Note und Black Saint zu einem guten Preis.

 
 
 

 

 

 
 
 
Schade, ich hätte Buch führen sollen. Dann wüsste ich heute noch genauer zu sagen, welche großartige Radiosendungen von Programmdirektoren und Intendanten deutscher Rundfunkstationen abgesägt worden sind. HörerInnenprotest gab es meistens zuhauf, genützt hat er in aller Regel nichts. An einen Brief eines Hörfunkdirektors erinnere ich mich noch genau, wahrscheinlich deshalb, weil man als schlichter Radiohörer in der Regel auf Post keine Antwort bekommt. In diesem Falle war es anders. Ich hatte besonders heftig protestiert, so richtig alle Register gezogen und er hat entsprechend geantwortet, etwa so: „…den wenigen Hörern der von Ihnen so geschätzten Sendung können Sie ja wohl auch eine Kassette mit Ihrer Lieblingsmusik schicken!“ Wow!   Okay, so, ich habe die zweistündigen Klanghorizonte mit M.E., das Jazzlaboratorium des NDR, Radio Unfrisiert vom HR, die tägliche Jazz-Leiste des SWR, den Schlafrock des SDR etc. kommen und gehen sehen und nun, Ende 2013 wird das wahr, was bereits im Sommer dieses Jahres angekündigt wurde: trotz riesigem Hörerprotest wurde Nightflight mit Alan Bangs aus dem Programm von dradio-Wissen genommen. Am 08.12. lief die vorletzte, am 15.12.2013 die letzte Sendung von Bangs. Die Spezialität von Alan Bangs war es, in seinen Sendungen aus einer Unzahl von Titeln eine große Komposition zu basteln und dann zu präsentieren. Am 08.12. etwa wurde Musik von 57 Tonträgern gespielt. Begeistert hat mich an der konkreten Michung der vorletzten Sendung das Ineinanderfließen, das Vermischen von Chris Watsons Sierra Tarahumara aus dem Album El Tren Fantasma aus dem Jahre 2011 mit dem großartigem Gitarrenspiel und dem Gesang von Faris, von der Platte Imeslan n Essouf das gleichnamige Stück (ebenso erschienenen 2011). 
 
 
 

 
 
 
In der letzten Sendung sprach Alan Bangs dann einmal sehr persönlich über sein Sendungskonzept und verabschiedete sich damit von seinen HörerInnen. Musikalisch kamen wunderbare Platten auf den Teller: Neil Young mit See The Sky About To Rain aus der CD Live At The Cellar Door; Jacques Brel mit Voir un ami pleurer aus Portrait: Jacques Brel, Silver Mt. Zion mit For Wanda aus dem Album He Has Left Us Alone But Shafts Of Light Still Sometimes um nur einige zu nennen. Als vorletztes Stück spielte Bangs von Zbigniew Preisner das Stück Prayer aus der CD Requiem For My Friend und als letztes Stück erklang die Grimethorpe Colliery Band mit Amazing Grace. Das wars dann! Schöne Weihnachten, trotzdem, und ein gutes neues Jahr 2014!

Wenn der Tempo mit dem Jukebox-Man wieder kommt 

 

Meine Erst-Bestückung der Wurlitzer-Jukeboxen liegt nun auch schon wieder fast sieben Monate zurück (Gregor öffnet seinen Plattenschrank Nr.41), höchste Zeit mal ein paar Platten auszutauschen. Die Musik, die der Jukebox-Man im Koffer hat, auf den Tempo packt und nun im Winter zu den ausgesuchten Kneipen bringt, stammt in der Regel aus diesem Jahr, es gibt nur wenige Ausnahmen. Eine dieser älteren Platten, die ich zwingend in einer Wurlitzer sehen wollte, wäre die kürzlich an dieser Stelle erwähnte Wiederveröffentlichung von Musik des CAN-Gründungsmitglieds Irmin Schmidt. Unter dem Titel Villa Wunderbar wurde da eine Platte zusammengestellt, die, wäre sie 2013 erschienen, sicherlich unter meinen 10 besten Platten des Jahres rangieren würde. Und da ist noch eine ältere Platte, die ich zwingend in den Plattenkranz einer Wurlitzer einordnen möchte und das ist die von Tim Hecker, Ravedeath 1972. Die Vorstellung, das Stück In the Fog: I-III würde in einer Wurlitzer Jukebox 2100 von 1957 in einer etwas lausigen Kneipe eines weitläufigen Busbahnhofsviertels wählbar sein, ist doch umwerfend.

 
 
 

 
 
 

Und noch eins: Wenn der Juke-Box-Man zwanzig Titel mitbringt und in die Boxen einordnet, muss er sich zwangsläufig auch von zwanzig trennen. Hier aber zunächst die zwanzig neuen Musikstücke. Und immer noch gilt: die Auswahl hätte nichts mit einer Best-of-Hitliste zu tun, wäre natürlich auch nicht wirtschaftlich motiviert, orientierte sich vielmehr an dem, was der Jukebox-Man selber gerade gerne an diesen bestimmten Orten hören würde und sich wünschen würde, dass man Freude an genau dieser Musik hätte:

 

  1. Interpret / Album / Titel des Tracks
  2. Quercus: Absolutely Brilliant Prophets of Doom
  3. Quickbeam: Quickbeam One to hold
  4. Mark Kozelek & Jimmy Lavalle: Perils from Sea Ceiling Gazing
  5. Tindersticks: Across Six Leap Years Marseilles Sunshine
  6. Mazzy Star: Season of Your Day Lay Myself Down
  7. Kacey Musgraves: Same Trailer Different Park Silver Lining
  8. Nick Cave: Push the Sky Away We No Who U R
  9. James Vincent McMorrow: Cavalier Cavalier
  10. Harold Budd: It´s Steeper Avalom Sutra  Near the Roses (For David Sylvian)
  11. Shearwater: Fellow Travelers Ambiuity
  12. Chris Schlarb: Psychic Temple II Bird in the Garden
  13. Dave Metthews: The Music Is You – A Tribute To John Denver Take Me To Tomorrow
  14. Glenn Jones: My Garden State Going Back to East Montgomery
  15. Simone Dinnererstein & Tift Merritt: Night Still Not Home
  16. Nina Simone: To be free – The Nina Simone Story Funkier Than A Mosquito’s Tweeter
  17. Tim Hecker: Ravedeath 1972 In the Fog: 1-III
  18. Irmin Schmidt: Villa Wunderbar Le Weekend
  19. Irmin Schmidt: Villa Wunderbar Rapido de Noir
  20. Mark Lanegan: Imitations Mack the Knife
  21. Max Richter: The Last Days On Mars Lost in Space

 
 
 

 
 
 

…und, naja, trennen würde ich mich schweren Herzens von

 

  • Big Mama Thornton: Hound Dog
  • Kate Bush: 50 Words for Snow
  • Robert Plant & Alison Krauss: Your long journey
  • The National: So far around the Bend
  • My morning Jacket: El Caporal
  • Muddy Waters: Mannish Boy
  • Al Steart: On the border
  • Bears: More left out
  • Nick Howard: Days like these
  • Regina Spektor: Small town moon
  • The Avett Brothers: February seven
  • Paul Buchanan: Mid Air
  • King Creosote: Give it up
  • Charles Lloyd: Ne Me Quitte Pas (If You Go Away)
  • Beth Gibbons & Rustin Man: Show
  • Mark Knopfler: Cleaning my gun
  • Hector Zazou & Björk: Visur Vatnsenda-Rosu
  • Antony and the Johnsons: Hope there´s someone

 


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