Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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“Schalt mal ab”,
 
 
das ist heute in der SZ zu lesen und gemeint ist damit, dass jetzt das erste Land der WELT, nämlich Norwegen … – nein, ich kann es nicht schreiben, zu schlimm. Dabei hört man aus Oslo sonst so wunderbare Klänge! Also, wie jetzt “abschalten”? Norwegen wird als erstes Land der Welt 2017 endgültig UKW abschalten! So, jetzt ist es raus! Unfassbar! Es wird ein Riesenhaufen Schrottgeräte geben, man schätzt 7,9 Millionen Geräte. In Deutschland redet man hinter vorgehaltener Hand auch schon von solchen Untaten, bei uns würde es 94% aller Radiohörer treffen, ein Schrotthaufen bestehend aus 300 Milllionen Geräten würde das geben. Man kann sich schon denken, wo die Geräte dann hingeschippert werden. Dabei wären dann auch meine zwei Loewe-Röhrenradios, meine Arabella-Nordmende-Musiktruhe, mehrere Braun-Röhrengeräte, Kofferradios ohne Zahl …

Und warum? Für das hochgelobte DAB, über das ich mich in meinem Auto ständig ärgern muss, entweder hat man den Sender oder man hat ihn eben nicht. Meist ist letzteres der Fall. Zum Glück kann man DAB ausschalten, immerhin. Ich darf gar nicht dran denken, dass ich das noch erleben muss, kein UKW mehr, eine Horrorvorstellung. Meine ganze Radiosammlung, round about 30 Geräte würden von einem Tag auf den anderen verstummen, for ever. Und, als ob ich das nicht schon mal erlebt hätte, in den neunziger Jahren wurde mit großem Getöse das DSR-Radio eingeführt, das bislang modernste Radio der Welt. Die Daten kamen über Kabel digital ins Haus, und zwar im Paket. Deutschland hatte zunächst ein erstes Paket aus 16 Sendern eingeführt, das hieß, ich konnte alle Kultursender Deutschlands in CD-Qualität hören (nichts da MP3). Wow, das waren Zeiten. Hunderttausend Geräte gab es damals in Deutschland, immerhin. Dann kam ein Herr Kirch, kaufte die Frequenzen auf und von einem auf den anderen Tag, war mein Radio wertlos, dümpelt noch immer bei mir im Keller rum, will es jemand haben?

Ich geh dann mal ins Watt …
 
 
 

 

Neu im Plattenschrank

Natürlich kam mit dem Veröffentlichungstermin die neue Andras-Schiff-Platte bei mir zuhause an und wurde sogleich aufgelegt. Michael hatte diese Hammerklavier-Aufnahme ja schon erwähnt, aber, was ich da jetzt über meine Elac-Boxen zu hören bekam, hat mich schon richtig zum Staunen gebracht. Ja, ich gebe es zu, es war sogar gewöhnungsbedürftig. Wir sind doch alle verdammt gefangen in unseren Steinway-, Bechstein-,Bösendorfer und Yamaha-Hörgewohnheiten, dachte ich. Andras Schiff hat diese Platte auf seinem Hammerfügel, der 1820 in Wien von Franz Brodmann gebaut wurde, eingespielt (schön, dass im Begleitheft Michael Ladenburger über das Instrument eine Menge Interessantes zu erzählen weiß). Und: der Meister spielt Franz Schubert, die Ungarische Melodie in h-Moll D 817, die Sonate in G-Dur D 894, Moments musicaux D 780, Allegretto in c-Moll D 915, Vier Impromtus D 935 und schließlich die Sonate in B-Dur D 960. Nach mehrmaligem Hören bin ich dabei die Schätze dieser Aufnahmen zu erahnen, eine wunderbare Platte. Schiff schreibt im Begleitheft: „Nicht alle werden meine Begeisterung teilen. Für manche Musikliebhaber klingt das Fortepiano fad, farblos und monoton. Sie meinen, mit einem modernen Flügel könne es keinesfalls mithalten, der Klang des Letzteren sei kräftiger, robuster, brillanter. Wer aber in die Klangwelt des Fortepianos genau hineinhört und heimlich lauschet, dem wird sich eine neue Dimension eröffnen. Wer weiß, vielleicht wird ja auch mancher von ihnen konvertieren?“

 

 

Und auch die zweite neue Platte, die ich hier erwähnen möchte, wird sicher zu meinen besten 20 Plattentiteln des Jahres 2015 gehören: Paolu Fresu (trumpet, Flugelhorn) und Daniele di Bonaventura (bandoneon) spielten im Duo das Album `In maggiore´ ein. Was für wunderschöne, ruhige, leise, zarte Klänge…
Die neue Veröffentlichung von Sufian Stevens `Carrie and Lowell´ begeistert mich ebenso wie die von Michael hier schon ausführlich vorgestellte neue Platte von The Mountaiun Goats `Beat the Camp´.
Ende März erschien `Lost and Found´ aus der Reihe Buena Vista Social Club, keine Überraschung, aber eine gute Platte mit Aufnahmen aus dem Jahr 1996, 1999 bis 2002 und neueren Liveaufnahmen.
Fast ein echter Fehlkauf: Matthew E.White: `Fresh Blood´. Mich hat eigentlich nur ein wirklich tolles Stück auf dieser Platte begeistert: `Rock & Roll is Cold´. Das ist eines jener Stücke, die man gerne hört, wenn es in den Urlaub geht oder zum Manfonisten-Treffen nach Sylt. Sicher wird es auch zahllose Anfragen geben, dieses Stück in die diversen Juke-Boxen aufzunehmen. Den Rest der CD gilt es vielleicht noch zu entdecken.
Die Gruppe Villayers haben mich allerdings mit ihrer Platte `Darling Arithmetic´ wirklich überrascht, SPEX schreibt dieses Album gehöre zur problematischsten aller musikhistorischen Kategorien: Es sei ein Trennungsalbum. Na, das erinnert mich doch an eine Diskussion hier…..Mir gefällt diese Platte jedenfalls sehr gut, ebenso, wie das neue Album der Unthanks `Mount the Air´.

 

Auch Ostern mit Robert Wyatt

 

Sehnsucht nach einer neuen Platte von Robert Wyatt! Allein, es wird keine mehr geben.Dann stelle ich mir eben meine eigene neue Robert Wyatt-CD zusammen, auf der werden Songs zu hören sein, – das ist die Idee – die nie je unter seinem Namen erschienen sind, sondern einer Zusammenarbeit mit weiß der Teufel wem geschuldet sind.

An die Arbeit, Ostern naht.

Mein Wohnzimmer, ein Schlachtfeld; die Plattenschränke wagenweit geöffnet, unzählige Schallplatten und CDs liegen verstreut im Zimmer. Ich erinnere mich: als ich in den achtziger Jahren die Arbeit mit dem PC entdeckte und ich die Arbeit mit dBASE erlernt hatte, schwebte mir eine Verwaltung meiner Schallplatten und Kassetten vor und zwar mit einem Programm auf dBASE Basis. Nach Eingabe aller Musiker und Titel meiner LPs und CAs hätte ich mit einem Klick alle Musikstücke unter Wyatt-Beteiligung gefunden. Nach der hundertfünfzigsten Platte gab ich damals auf. Ich wollte lieber Musik hören als diesen Verwaltungs-Mist zu machen. Für heute allerdings hätte ich es leichter.

Hier mein Suchergebnis, hier die neue Robert-Wyatt-CD zu Ostern, bestehend ausschließlich aus Musik unter Wyatt-Beteiligung, nicht unter dem Namen des Meisters erschienen, immerhin 16 Stücke!

 
 
 

 
 
 

Björk & Robert Wyatt: Submarine (aus der LP / CD Medulla 2004)

Various Artists (Robert Wyatt & Hugh Hopper): Amber and Ambrines (aus:Department of Enjoyment 1984)

Various Artists (Brian Eno & Robert Wyatt): Flies (aus: Plague Songs 2006)

Dave Sinclair & Robert Wyatt: Sad Eyes (aus dem Album Stream 2011)

Pascal Comelade & Robert Wyatt: September Song (aus September Song Mini-CD 2000)

John Cage & Robert Wyatt: Expeiences No.2 (Aufnahme über YouTube, unbedingt anschauen, zwingend!,Vocals by Robert

Wyatt; aus Voices and Instruments – Obscure Records No.5 1976)

Paul Haines & Robert Wyatt: Curtsy (aus Paul Haines: Darn it – mit: Paul Bley!, Evan Parker und vielen, vielen anderen wunderbaren Musikern VÖ 1993)

Steve Nieve feat. Robert Wyatt & Muriel Teodorie: La Plus Jolie Langue ( Album Together 2014)

Jeanette Lindström & Robert Wyatt: The River (aus der CD Attitude & Orbit Control VÖ 2010; The River, ein wunderbares Stück)

Ben Watt & Robert Wyatt: A Girl in Winter (aus dem Album The Lady and The Gentle Man: A Songwriter´s Valentine VÖ 2012)

 
 
 

 
 
 

Various Artists Ben Watt & Robert Wyatt: Aquamarine (I´ll Give You My Heart – I´ll Give You My Heart Cherry Red Records 1978-1983)

Various Artists Ben Watt & Robert Wyatt: Another Conversation With Myself (The Cherry Red Records Singles Collection Part.5 2013)

Bertrand Burgylat & Robert Wyatt: This Summer Night (Vinyl Single 2008)

Pete Challis, Phil Diplock & Robert Wyatt: Rangers in the night (ich habe mich nicht vertippt, es heißt Rangers in the night … Aus dem Album Miniatures 1 VÖ 1980)

Anja Gabarek & Robert Wyatt: The Diver (aus der CD Smiling and Waving VÖ 2001, ein tolles Stück, zwingend anhören!!!)

 

Schöne Ostern

Michael schrieb kürzlich hier über seine großen Singles-Zeiten, als er Radio Caroline, Europawelle Saar, Radio Luxemburg und BFBS hörte; ich ergänzte im Kommentar Radio Nordsee und vor allem den Hessischen Rundfunk. Aber gemach, zunächst einmal gilt es für die jüngeren Leser von manafonistas festzuhalten: unsere Musik lief in den 60er und Anfang der 70er Jahre im Radio nur ganz spärlich. Und immer gab es Probleme mit dem Empfang der Lieblingssender. Ich weiß noch gut, dass ich mir eine zwei Meter lange Radioantenne heimlich gebastelt und aufs Dach montiert habe. Diese wirkte Wunder, mein Röhrenradio von Loewe bekam so richtig Stoff: Im HR konnte ich nun alle Sendungen von Hanns Verres hören, natürlich war ich auch treuer Hörer von Atze und Henry. Häufig war ich aber dem HR untreu, denn ich war süchtig nach MEHR, also: Radio Luxemburg (eher die englische Version), Radio Nordsee, Radio Caroline, BFBS und auch dem Soldatensender aus der DDR, der ja zuweilen beste Rockmusik brachte, die die eigene Bevölkerung nicht hören durfte, habe ich gelauscht. Meinem gestrengem Herrn Vater gegenüber, der neben Richard Wagner kaum etwas gelten ließ, durfte ich von meiner Musikleidenschaft nichts erzählen. Er verachtete sie abgrundtief, also musste ich die Musik heimlich hören. Mit einer selbstgebauten Alarmanlage ausgerüstet, hörte ich die Musik meines Geschmacks mit Hilfe dieser Riesenantenne und meinem alten Loewe-Röhrenradio. Wenn der Vater dann kam, war ich vorgewarnt, das Radio natürlich sofort aus. Aber mein Vater, nicht von gestern, berührte mit der Hand das magische Auge des Radios, merkte, dass es warm war und schon war der Teufel los. Aber, was tat man nicht alles fürseineLieblingsmusik.

 
 
 

 
 
 

Ganz verboten war übrigens der BEAT-CLUB. Wir hatten zwar ohnehin kein Fernsehgerät und in der Kneipe um die Ecke konnte ich gerade einmal Fußball oder “Mit Schirm, Charme und Melone“ schauen, BEAT-CLUB wurde niemals eingeschaltet, das ging höchstens heimlich bei Freunden. Und so sind diese Sendungen von Radio Bremen (Michael Leckebusch) fast ganz an mir vorüber gegangen. Aber: das kann man nachholen: Es gibt seit 2009 drei DVD-Boxen: 1965-68, 1968-70 und 1970-72. Neulich habe ich einmal mehr die eine oder andere DVD gesehen. Richtig interessant ist es, im Rückblick von über vierzig Jahren, die Entwicklung dieser Musiksendung zu sehen: von der reinen Hitparadensendung hin zur progressiven Rockmusik, von der Musik aus der Konserve hin zum Liveauftritt. Das ganze experimentell aufbereitet durch Michael Leckebusch und ab der 35igsten Sendung auch begleitet von redaktionellen Beiträgen des WDR. Die ältere Generation hasste diese Sendung abgrundtief, bei den jüngeren Leuten war der BEAT-CLUB aber so beliebt, dass er sich doch bis ins Jahr 1972 halten konnte. Die Box 1970-72 ist besonders interessant, hier kann man live Softmachine, Santana, Jimmy Hendrix, Black Sabbath, Jethro Tull und z.B. auch Emerson, Lake and Palmer genießen. 1971 spielten Emerson Lake an Palmer “Pictures of an Exhibition” ein, eine tolle Platte … die musste auch endlich mal wieder die Nadel des Plattenspieles erblicken!

 
 
 

 

… doch, ich stehe dazu, ich mag den Motown-Sound, in meinem Plattenschrank befinden sich auch durchaus einige Schätze diese Musikrichtung betreffend. In Deutschland der sechziger und siebziger Jahre war der Motown-Sound nicht so verbreitet, wollte man Smokey Robinson hören oder die Four Tops, musste man schon schauen, wo man bleibt. Auch der musikalische Ruf war hierzulande nicht unbedingt der beste, von Hit-Fabrik war die Rede, wenn man das Motown-Studio der Firma Tamla Motown in Detroit meinte … und das auch sicher nicht zu Unrecht. Am 12.Januar 1959 begann die Erfolgsgeschichte der Plattenfirma in Detroit mit The Miracles, deren Songschreiber kein geringerer als Smokey Robinson war. Er schrieb No 1 Hits ohne Ende, nicht nur für seine eigene Gruppe, auch für zahlreiche andere Bands und, er sollte dann auch bald zum Vizepräsidenten der Firma aufsteigen. Sogar in meiner persönlichen Lebens-Top-Twenty ist er mit seiner Band The Miracles vertreten und zwar mit dem unglaublich guten Song “The Tears of a Clown”.

Zum 50jährigem Firmenjubiläum (2009) brachte Motown am 9.12.2008 eine wunderbare Box mit zehn CDs heraus. Die Box hat die Form des Hauses, in dem die größten Motown-Hits aller Zeiten aufgenommen wurden: Hitsville U.S.A.

 
 
 

 
 
 

Wenn man das aus kräftigem Pappwerk gestaltete Haus nach oben abzieht, erscheint eine weitere Box, in der fünf Doppel-CDs und ein umfangreiches Buch, ein 100-seitiges Booklet, enthalten sind; letzteres gibt die Musiker, Komponisten, die genauen Aufnahmedaten der einzelnen Titel, die Produzenten, die Platzierungen des Stückes in den verschiedenen Hitlisten der Welt und vieles mehr wieder. Alle Titel waren in irgendwelchen Hitparaden No.1-Hits, daher der Titel der CD-Box: Motown – The Complete No.1´s.

Ich möchte jetzt hier keine weitere Top-Twenty-Hits des Motown präsentieren, aber wenigstens die für meinen Geschmack wichtigsten Titel dieser Box nennen. Vorweg noch eine Bemerkung: nur die ersten beiden Do-CDs interessieren mich wirklich, alle Titel nach 1973, 1974 gehören für mich eher in die Kategorie “No-Go”, es sei denn es geht um Stevie Wonder oder Marvin Gaye … – also los geht’s, The Very Best Of Motown from Hitsville U.S.A. :

 
 
 

 
 
 

  • The Marvelettes: Please Mr.Postman //
  • The Contours: Do You Love me //
  • Martha & The Vandellas: Heat Wave //
  • The Temptations: The Way You Do The Things You Do //
  • The Supremes: Where Did Your Love Go //
  • The Supremes: Baby Love //
  • Jr.Walker & The All-Stars: Shotgun //
  • The Supremes: Stop! In The Name Of Love //
  • Four Tops: I Can´t Help Myself //
  • Marvin Gaye: Ain´t That Peculiar //
  • Stevie Wonder: Uptight (Everything´s Alright) //
  • The Temptation: Get Ready //
  • The Isley Brothers: This Old Heart Of Mine (Is Weak For You) //
  • The Temptation: Ain´t Too Proud To Beg //
  • Stevie Wonder: Blowin´In The Wind //
  • The Supremes: You Can´t Hurry Love //
  • The Four Tops: Reach Out It´ll Be There //
  • The Supremes: You Keep Me Hangin´On //
  • Martha & The Vandellas: Jimmy Mack //
  • Stevie Wonder: I Was Made To Love Her //
  • Gladys Knight & The Pips: I Heard It Through The Grapevine //
  • Smokey Robinson and The Miracles: I Second That Emotion //
  • Stevie Wonder: Shoo-Be-Doo-Be-Doo_Da_day //
  • Stevie Wonder: For Once In My Live //
  • Jimmy Ruffin: What Becomes Of The Brokenhearted //
  • Rare Earth: Get Ready //
  • The Temptations: Ball Of Confusion (That´s What The World Is Today) //
  • Stevie Wonder: Signed, Sealed, Delivered I´m Yours //
  • Edwin Star: War //
  • Smokey Robonson and The Miracles: The Tears Of A Clown //
  • Marin Gaye: What´s Going On //
  • The Temptations Papa Was A Rollin´ Stone //
  • Stevie Wonder: Superstition //
  • Marvin Gaye: Let´s Get It On //

Im Herbst letzten Jahres fand hier das große heitere (?) Parallellesen statt, es ging um den jüngsten Roman von Thomas Pynchon, Bleeding Edge. Anfangs beginnend zu fünft, hielten vier bis zum Schluss durch. Mit meiner Begeisterung für dieses Buch fühlte ich mich nicht immer, aber doch öfters, etwas allein, besonders am Schluss, als Thomas schrieb: “Stehe ich vor meinem Bücherregal, sehe ich dort auch einige Freunde, die mich schon jahrelang begleiten. Bleeding Edge ist kein Freund.” Wolfram sah das Motiv, den Roman überhaupt bis zum Ende zu lesen, darin: “Man möchte nicht als Feigling dastehen, oder man möchte die anderen nicht mit dem dicken Buch allein lassen …” – Letzteres bestätigt Olaf, wenn er schreibt: “Ohne das Parallellesen hätte ich den Roman irgendwann zur Seite gelegt und nicht wieder angefangen, doch hat sich das Lesen gelohnt.” Und ergänzt: “Anstrengend, mit Lichtblicken” würde dem Leseerlebnis nahe kommen.

Nun lese ich in der Süddeutschen-Zeitung ein Interview mit Paul Thomas Anderson, der sich mit seinem neuen Film Inherent Vice an die erste Verfilmung eines Pynchon-Romanes herangewagt hat. Was ihm bei der Lektüre der Romane von Thomas Pynchon wichtig ist, davon erzählt er seinem Interviewpartner Roland Huschke. Hier einige Kostproben: “Die Liste der Dinge, für die ich Pynchon liebe, ist lang. Seine generelle Art, die Welt zu sehen. Die Figuren, die Farben, die schlechten Witze. Einzelne Sätze fallen mir ein, die jedes Mal mein Herz schmelzen lassen … Pynchon bietet ein Meer an Inspiration, sodass jeder etwas anderes findet. Mir ist es zum Beispiel gleichgültig, wenn ich seinen Plots nicht folgen kann … Die narrative Plausibilität ist mir egal, so lange sich die Figuren emotional plausibel verhalten. Wenn es sich wahr anfühlt, kann ich unserem Helden in jede Ecke folgen … Sein Stil ist einzigartig, niemand kann so gut Informationen pflanzen, die an anderer Stelle Früchte tragen.” Ja, das hat mich gefreut zu lesen, das kann ich alles unterschreiben. Nun bin ich natürlich auf den Film gespannt, Michael hat ihn ja in Paris zu schon gesehen.

 
 
 

 
 
 

P.S. Es gibt noch ganz andere wirklich gute Romane. Ein Autor, von dem ich auch wirklich jedes Buch lese: Stewart O´Nan, sein jüngster Roman Die Chance spielt nahe der Niagara Falls, Jan Reetze hat uns kürzlich ein Foto geschickt. Es geht um ein Ehepaar, das sich nach vielen Jahren zum Teil sehr schwieriger Zeiten, eine letzte Chance geben will, indem es sich an den Anfang der Ehe begibt, zu den Niagara Falls. Dieser Roman ist irgendwo auch das Buch zur Doku von Michael Moore: Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte.

Wenn der Tempo mit dem Jukebox-Man kommt …
 
 
Inzwischen mache ich das ja nur noch so nebenher, nur noch in zwölf Kneipen stehen meine Boxen, sechs Wurlitzer, zwei von der Firma NSM, drei Rock-Ola-Boxen und eine Seeburg. Drei Boxen habe ich in Gaststätten auf verschiedenen Nordseeinseln aufgestellt. Eine der Inseln kann man im Winter, wenn überhaupt, dann nur höchst selten erreichen. Kurz vor Saisonende machte ich mich deshalb auf, genau dieses Lokal aufzusuchen. Um diese Zeit wäre ich wahrscheinlich mit der Wirtin allein, nichts mehr los auf der Insel, und könnte mich in Ruhe um die gute alte Box kümmern. Die Kneipe ist untergebracht in einem alten Leuchtturm – urgemütlich – und in einer Ecke steht meine gute alte Wurlitzer 1900 Centennial. Voller Vorfreude belud ich meinen alten, treuen Tempo mit der Werkzeugkiste, Ersatzteilen für Wurlitzerboxen und den aktuellen Austauschplatten. An den Inselparkplätzen angekommen, galt es das ganze Gepäck zum Schiff zu bringen, zwei Stunden später atmete ich tief durch, ich war auf einer meiner Lieblingsinseln.
 
 
 

 
 
 
Und tatsächlich, meine Leuchtturmkneipe war fast leer, in einer Ecke am Fenster saß ein Mann mit Trenchcoat, trank seinen Cappuccino und einen Cognac und schrieb irgendwas in sein Notebook. Die über mein Kommen höchst erfreute Wirtin flüsterte mir warnend zu, den Herrn ja nicht anzusprechen, er sei sehr schlecht drauf, wäre wohl ein BVB-Fan, der hier auf der Insel etwas Abstand zum Bundesligageschehen suche und in Ruhe an seiner Kolumne GESCHICHTEN EINES ABSTEIGERS schreiben wolle. Okay, okay, hatte auch gar nicht vor, mit irgendwelchen Gästen Fußballgespräche zu führen, schnell wäre herausgekommen, dass ich 96er-Fan bin und viel Leid hinter mich gebracht hätte, als Hannover in den Neunzigern drittklassig geworden war. Der Gast hätte mir dann erklärt, dass man ja schließlich auch nicht Dortmund mit Hannover vergleichen könne und dergleichen Abgründe mehr und da war es doch besser, mich um die Box zu kümmern.
 
Die Wirtin hatte mir gesagt, dass es dieses Mal nur wenig zu schrauben gäbe, der Münzeinwurf würde ab und an hakeln, das Shure System sollte ich wohl mal überprüfen und dann veränderte sich der Gesichtsausdruck der Wirtin. Sie meinte – seltsam schüchtern, aber ernst – es gebe eine Menge Gäste, vor allem die Insulaner, keineTouristen, die hätten sich ernsthaft über den letzten Plattenwechsel beschwert. Was das eigentlich solle, jedes Jahr zweimal 20 aktuelle Platten zu bringen, ob eigentlich mein einziges Kriterium die Aktualität der Songs sei und überhaupt: hier, das sei die Wunschliste der einheimischen Gäste. Wenn ich wolle, dass die alte Wurlitzer weiterhin schnurre, dann solle ich zusehen, dass die gewünschten Scheiben sich bald in der Jukebox befänden. Sprachlos nahm ich die Liste entgegen. Da hatten sich tatsächlich Gäste zusammengesetzt und zwanzig Platten, erschienen zwischen 1958 und 2012 herausgesucht. Die Mischung war abenteuerlich, sie reichte von Paul Ocean bis Van Morrison, von Daniel Lanois bis J.B.Lenoir. Hier ist sie, die Liste:
 
 
Ray Davis – Other People´s Lives: The Tourist (2006)
Alison Krauss & Union Station – Paper Airplane: Bonita and Bill Butler (2011)
Jackie Leven with David Thomas – Defending Anciet Springs: Single Father (2000)
J.B.Lenoir – Eisenhower Blues: I don´t know (1958)
Daniel Lanois – Acadie: The Maker (1989)
Dave Davis – Hidden Treasures: Susannah´s Still Alive (1967/2011)
Donovan – The EP Collection: Universal Soldier (1965/1990)
Bob Lanois – Snake Road: The Vampire (2006)
Katia Labéque – Shape of My Heart: Moon over Bourbon Street (2009)
David Kitt – The Black and the Red Notebook: And your Bird Can Sing (2004)
Jason Lytle – Department of Disappearance: Matterhorn (2012)
Frank Ocean – Channel Orange: Bad Religion (2012)
Matchbox20 – Yourself or Someone like You: 3 am (1996)
Joni Mitchell – Blue: California (1971)
Phil Manzanera – 50 Minutes Later: That´s all I know (2005)
Loudon Wainwright III – Strange Weirdos: X or Y (2007)
Van Morrison – T.B.Sheets: He ain´t Give You None (1973)
Timmy Thomas – Why can´t we live together: Why can´t we live together (1972)
Gillian Welch – Time: My first lover (2001)
Gregg Allman – Low Country Blues: Please Accept My Love (2011)
 
 
P.S. Ich kann nichts dafür, aber der schreibende BVB-Fan sprach mich von sich aus an und fragte mich, ob ich Yesterday Man von Chris Andrews dabei hätte, das sei eine Platte, die könne ihn jetzt vielleicht etwas aufmuntern. Ich musste den Herrn enttäuschen, ich hatte diese schöne Single nicht im Gepäck. Ob ich ihn denn irgendwie sonst helfen könne? „Nein, nein“, meinte der Gast, „ nach den Jahren der Freude galt es schon einige bittere Pillen zu schlucken, aber das ist die bitterste. Der BVB 09, der Ballspielverein Borussia Dortmund (lassen Sie es mich gleich aus der richtigen Perspektive schreiben!) ist abgestiegen.“ Schweigend tranken wir einen Cognac (aus der geheimen Seekiste der Wirtin entnommen), dann verabschiedete sich der Gast und ging.
 
 
 

 

Gerade noch rechtzeitig führte mich mein Weg nach München, denn dort lief bis vor 10 Tagen eine Ausstellung im Deutschen Theatermuseum zu Frank Wedekind. Sein 150jähriger Geburtstag im letzten Sommer war der Anlass für die Austellungsmacher, diese wirklich interessante Werkschau auf den Weg zu bringen. Nun hätte mich Wedekind nicht unbedingt nach München gelockt, wusste ich doch außer seinem Namen nicht viel von ihm. Dann allerdings wurde “Frühlings Erwachen“, wohl sein bekanntestes Drama, Pflichtlektüre für die Schüler des Berufskollegs in Baden-Württemberg und schon war mein Interesse mehr als geweckt.
 
 
 

 
 
 
Die Ausstellungsbesucher lernten Wedekind, den Zirkusliebhaber, den Werbetexter (für die Firma Maggi), den Provokateur (führte zeitweilig zur Gefängnisstrafe), den Dramatiker, den Schauspieler und Kabarretisten kennen. In einem der Ausstellungsräume konnte man sich bequem niederlassen, Kopfhörer lagen bereit und luden ein zum Hören der Musik der Gruppe The Tiger Lillies. Wow, mir ganz unbekannte Klänge, habe nie etwas von dieser Gruppe gehört, schon gar nicht den Titel “Mirrors” aus der CD Lulu – A Murder Ballad.
 
 
 

 
 
 
Also, der Titel hat mein Interesse geweckt und nach kurzer Recherche war klar, da hab´ ich bisher etwas verpasst. Die britische Gruppe, bestehend aus Martyn Jacques (Vocals, Accordion), Adrian Stout (Double Bass, Musical Saw, Musica Saw, Vocals) und Mike Pickering (Drums and Percussion), gibt es schon viele Jahre und auch die Liste der Veröffentlichungen ist lang.

Ein Blick auf ihre Website lohnt. In der Regel veröffentlicht die Gruppe Konzeptalben, beispielsweise: Woyzeck, Hamlet, The Rime of Ancient Marinier, The Gorey End (mit dem Kronos Quartet), A Dream Turns Sour (2014) und eben auch Lulu – A Murder Ballet.
 

Zu letzter Veröffentlichung schreibt The Guardian am 3.Febr. 2014:

“Accompanying himself on accordion, piano and ukulele, Jacques combines extracts from Wedekind’s ballad with his own grisly inventions, including a morbid dialogue with Jack the Ripper, Lulu’s murderer, delivered in a mix of unearthly falsetto and a growling form of sprechstimme (or speech-singing) derived from the works of Berg and Kurt Weill.”

Die Musik ist verspielt und schräg- mein einziger Kritikpunkt: nach dem Hören mehrerer Platten stellt sich kaum mehr Überraschung ein, es wiederholt sich doch vieles.

Anyway, das Theater Dortmund kündigt vor dem dortigen Auftritt der Gruppe im Sommer 2014 an: “Ihre musikalische Bandbreite reicht von herzzerreißenden Balladen bis zu ekstatischen Klezmer-Polka Klängen – ein düsterer Mix aus Gypsy Music, radikaler Oper und postmodernem Zirkus.” Auf YouTube kann man Kostproben der Gruppe hören und sehen.

Neujahr, der Himmel grau zumeist, die Schneepracht längst weggetaut, überall liegen noch verstreut die verkohlten Reste der Raketennacht herum und ich stehe vor meinem Plattenschrank: was passt jetzt, womit das neue Jahr begrüßen? Welche Musik wäre für diese ruhige, gedämpfte, leicht depressive, aber doch erwartungsvolle Stimmung geeignet. Mir fällt ein Musiker ein, von dem ich jahrelang keine Platte mehr gehört habe, aber doch einen ganzes Plattenpaket von ihm mein eigen nennen darf: Chet Baker. Zunächst entscheide ich mich für eine alte Riverside-Platte aus dem Jahre 1959: “Chet Baker Plays Best of Lerner & Loewe”. Chet Baker spielt hier mit Herbie Man, Zoot Sims, Pepper Adams und Clifford Jarvis, Bob Corwin, Earl May und mit dem unglaublichen Bill Evans. Meine Wahl ist genau richtig, diese jahrelang nicht mehr gehörte Platte haut mich richtig um, tolle Musik, herrliche Balladen, z.B. `On the Street where you live` aus `My Fair Lady´, mit einem wunderbaren Solo von Pepper Adams oder das dunkle `I Talk to The Trees´, ein zartes Zusammenspiel mit Bill Evans und Chet Baker.

 

 

 

 
Beim Hören dieser Platte erinnere ich mich daran, einen Band über Chet Baker in Europe zu besitzen, ein hervorragendes Buch aus dem Nieswand Verlag, herausgegeben von Ingo Wulff. Beim Blättern in diesem Buch weiß ich, was als nächstes aufgelegt werden muss: “Chet Baker: The Last Great Concert”, eine Liveaufnahme aus dem Funkhaus Hannover. Hier spielte der Meister zusammen mit der NDR Bigband und dem Rundfunkorchester Hannover sein letztes Konzert, zwei Wochen später sollte er sterben. Lothar Lewin schreibt in seinem Buch Chet Baker Blue Notes – Engel mit gebrochenen Flügeln – Eine Hommage: „Das Konzert fand statt am Donnerstag, dem 28.April 1988, im Funkhaus Hannover.

 

 

 

 

Zur Probe konnte Chet nicht erscheinen, weil ihn die Pförtner nicht ins Haus hineingelassen hatten, schreibt der Produzent auf einer der beiden Platten, die das wunderbare Konzert dokumentieren. Chet spielt an diesem Abend geradezu überirdisch schön, mit einem reinen,sanften Ton voll tiefer Magie … Es war als hätte sich Chet Baker mit diesem großen, außergewöhnlichen Konzert selbst verabschieden wollen.“ Ich höre `My Funny Valentine´, `Summertime´, auch `I Fall In Love Too Easily´ und bin, was vielleicht daran liegt, dass ich zuvor Chet Baker aus dem Jahre 1959 gehört habe, wieder einmal nicht so begeistert von dieser Musik wie viele Kritiker und eben auch Lothar Lewin. Für mich sind da zu viele Streicher, zu süßlich das alles…

 

 

 

 

Es wird also Zeit noch etwas ganz anderes zu hören. Um in Hannover, dieser wunderbaren Stadt, zu bleiben, lege ich Oscar Peterson auf. Peterson war mit seinem Trio – Sam Jones und Bobby Durham – wie Baker live im Funkhaus am Maschsee am 23.Oktober 1967 zu hören und hatte als Gast auch noch Coleman Hawkins mitgebracht. Diese Platte, sie ist inzwischen wieder als CD zu haben (Titel: “The Oscar Peterson Trio Meets Coleman Hawkins – Live In Hannover 1967″), bringt jetzt wirklich frische Luft, meine Güte, wie fetzig, wie mitreißend der Meister auf dieser Platte sein Piano spielt…

Weihnachten mit Robert Wyatt

 

Weihnachten ist Wyatt-Zeit, Musik und Texte seiner Kompositionen passen so gut zum Fest, dass man sich einen der Weihnachtsabende für einen Besuch von Robert Wyatt vorbehalten sollte. Idealerweise verfügt man dafür über einige der wichtigsten Schallplatten und CDs des Meisters, ganz gut wäre es auch, wenn die Biographie über R.Wyatt von Marcus O´Dair, Different Every Time, auf dem Gabentisch gelegen hätte, dann eine gute Flasche Rotwein und, um den Abend würdig abzuschließen, vielleicht noch ein Fläschchen Lagavulin.

 

 

 

 

Um den Abend vernünftig vorzubereiten, habe ich eine Auswahl aus den Veröffentlichungen Roberts Wyatts getroffen und mich dann auch für einzelne Titel der jeweiligen Werke entschieden. Ich gehe chronologisch vor, beginne mit “Moon In June” , von Robert Wyatt und Soft Machine, allerdings wähle ich die Version, die auf der im November 2014 erschienen Doppel-CD Different Every Time enthalten ist. Diese Veröffentlichung stellt quasi die CD zum Buch, der oben genannten Biographie, dar, eine wunderbare Werkschau, mit auch für mich einigen Überraschungen und ungehörten Stücken.
1970 erschien The End of an Ear, von dieser Platte höre ich “To Carla, Marsha and Caroline”, um dann einen ersten Weihnachtsabend-Höhepunkt mit Rock Bottom aus dem Jahre 1974 zu erleben, einer von vier Wyatt-Platten, denen ich die Auszeichnung *****+ geben würde (eigentlich gibt es nur fünf Sterne, aber für die herausragendste Musik eben noch ein + obendrauf). Da der Wyatt-Weihnachtsabend auch zeitlich begrenzt ist, muss ich mich entscheiden und wähle “Sea Song” und “Little Red Robin Hood Hit the Road”.-

 

 

 

 

Schon ein Jahr später – die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Wyatt-Veröffentlichungen sollten später viel größer werden – erschien Ruth Is Stranger Than Richard, von dieser Platte lege ich “Solar Flares” auf.
Mit der 1982 veröffentlichten Platte Nothing Can Stop Us geht es mir wie mit Rock Bottom, eigentlich möchte ich wiederum die ganze CD hören, beschränke mich aber auf “Born again Cretin”, “At Last I Am Free”, “Red Flag” und “Strange Fruit”.
1986 bracht Wyatt die zweite *****+Platte heraus, Old Rottenhat, unbedingt spielen: “Alliance”, “United States of Amnesia”, “East Timor” und “P.L.A”. Spätestens jetzt weiß jeder, warum dieser Wyatt-abend zwingend sein muss!
Fünf Jahre später, 1991, erscheint die nächste *****+Platte – inzwischen war es auch so, dass jede neue Wyatt-Schallplatte meine Platte des Jahres wurde: Dondestan, ein Hammer von einer Platte. Ich lege die erste Seite auf, höre “Costa” und “Sight of The Wind”, trenne mich von der A-Seite, lege die B-Seite auf und suche “Left und Man”, das zweite Stück dieser Seite.
1997 dann Shleep, einmal sei nun doch die Besetzung genannt: u.a. Philip Catherine, Phil Manzanera, Brian Eno, Evan Parker. Von dieser CD lege ich natürlich das Catherine-Stück “Nayram” auf, das Wyatt “Maryan” titelt, höre aber auch “Blues in Bob minor”.

 

 

 

 

Cuckooland erblickt 2003 das Licht der Welt, von dieser Platte hören wir: “Old Europe”, “Forest”, Beware” und “Lullaby For Hamza”. 2007 veröffentlicht Wyatt Comicopera. Das Werk beginnt mit “Stay Tuned”, ein sehr schönes Stück, das ich mir allerdings denn doch in der Version von Anja Gabarek und Robert Wyatt anhören werde, das Stück findet sich dem Album Smiling & Waving, von Comicpera hören wir “Beautiful Peace” und “Be Serious”.
Der Abend neigt sich dem Ende zu, ein weiterer Höhepunkt naht mit der Platte …for the ghosts within aus dem Jahre 2010, das ist nun die letzte *****+Platte von Robert Wyatt. Ich lege auf: “Lullaby For Irena”, “Where Are They Now”, “Lush Life”, “In A Sentimental Mood” und mit “What A Wonderful World” verabschiedet sich Robert Wyatt.
Robert Wyatt gehört zweifellos zu meinen wichtigsten Musikern, neben Paul Bley und Olivier Messiaen.

 

 

 

 

Schöne Weihnachten!


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