Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2018 7 Apr

Nordub

von: Uli Koch Abgelegt unter: Blog | TB | 3 Kommentare

Gefunden. Da haben sich die Richtigen gefunden! Immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Klangräumen. Zugegebenerweise hätte man da sicherlich auch schon früher drauf kommen können (vielleicht werde ich jetzt zu meiner großen Freude eines besseren belehrt…) Dub mit kühlem nordischen Jazz und subtiler Elektronik zu mischen, aber dafür ist das Ergebnis nun exzellent und äußerst hörenswert. Keine Geringeren als Sly & Robbie fanden doch Nils Peter Molvaer schon immer gut und so kam es irgendwann 2016 zu einem Projekt, deren erste Einspielung mit Eivind Aarset und Vladislav Delay jetzt vorliegt. Zum Glück habe ich seit kurzem einen Subwoofer, der ordentlich hilft dieses Klangspektrum zur Geltung zu bringen. Der tiefe, wuchtige Bass, die jamaikanischen, recht experimentellen Drums und die Trompete verbinden sich mit einer entspannten Selbstverständlichkeit und dazwischen verbinden, modulieren und akzentuieren Eivind Aarsets Gitarre und die elektronische Bearbeitung Vladislav Delays und zusammen schaffen sie eine wunderbare Vielschichtigkeit, der man stets den Spaß beim gemeinsamen Jammen anhört. Ethnotrance, die sich passagenweise vor Jon Hassell verneigt und als Gruppe weit über die Summe ihrer Teile hinauswächst. Für mich jedenfalls ein klares Highlight des Jahres.

 
 
 

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 7. April 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

3 Kommentare

  1. Lorenz:

    Ja, da kann ich nur zustimmen. Die 3 aus dem Norden verweben ihre dunklen Klänge über den stoischen und packenden Grooves der beiden Reggaegroessen. Die Produktion von Jan Bang passt genau dazu. Ein wunderbar dunkler Tanz.

  2. ijb:

    Das passt ja zu unserer gestrigen Kritik bei Nordische Musik: http://nordische-musik.de/5288–Sly-&-Robbie-meet-Nils-Petter-Molv%C3%A6r-feat-Eivind-Aarset-and-Vladislav-Delay.html

  3. Lajla:

    Schön, dass sich da mal was tut.
    Obwohl der Jazz nicht meine Musik Nr.1 ist, ist mein Eindruck aufgrund von Konzertbesuchen, dass er sich mal bewegen sollte. Er kommt doch vom Boogie-Woogie.Bewegungsreichen Soul Jazz macht auch der witzige Jukka Eskola aus Finnland.

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