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2018 1 Apr

Es geschah in einer Nacht (1934)

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 10 Kommentare

 

 
 
 

Viele Filme verlieren mich mit der Zeit, manche bleiben, begegnen mir immerzu unverbraucht, wecken den kinohungrigen Teenager, verwandeln mich nach wie vor, schärfen meinen Witz der späteren Jahre, lehren mich, wie allerbeste Kriminalromane, das Wenden unmöglicher Situationen. Und das Scheitern mit Hurra.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 1. April 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

10 Kommentare

  1. Joanie Rotten:

    Mich lehren sie, wie gut es schon immer gelang Frauen mit aufgemalten Augenbrauen, Deppenpony, dem damals angemessenen Quantum an Hysterie (screaming lady) und sonstigen Stereotypierungen erfolgreich zu entstellen. Das trübt etwas die Nostalgiefreude. Mann, haben die mich genervt!

  2. Michael Engelbrecht:

    Haha.

  3. Martina Weber:

    Joanie, die abrasierten und aufgemalten Augenbrauen sind – unfassbar – seit einiger Zeit wieder hip!

    Filme mit solchen Ladys wie der auf dem Foto würde ich mir keine zehn Sekunden ansehen.

  4. Michael Engelbrecht:

    Der Film ist schwarzweiss, und zuallerletzt interessiert mich, ob die Augenbrauen von Claudette Colbeet aufgemalt, geschminkt oder natur sind. Die Qualität des Films, zurecht als Klassiker der screwball comedy gehandelt, liegt dann doch woanders, und tatsächlich war Frank Capras kleiner Geniestreich seiner Zeit weit voraus.

    Und mir bedeutet der Film u.a. deshalb viel, weil er stets soviel zu erzählen hatte, z.B., ganz simpel, darüber, wie man in der Liebe besser der Stimme des Herzens als der Vernunft folgt. Und er enthält, unter der Oberfläche der Augenbrauen, ein ganz subtiles Handbuch über Charme, Witz und Verführung. No risk, no love.

    Und, ich denke, nach all den feministisch bewegten Jahren, sehe ich keinen wesentlichen Unterschied zwischen Tätowierungen, aufgemalten Augenbrauen, Ringen an Brustwarzen, Lidschatten, rasierten Beinen – und Parfüm. Heisst, glaube ich, Selbstbestimmung:)

    Es gibt ja auch Frauen, die haben solch einen massiven Augenbrauenwuchs, dass das Buschige gleich an Negerstämme in Afrika denken lässt, und somit leicht beängstigend wirken könnte, ähnlich wie ein Damenbart. Also, please, Mädels, Toleranz!

  5. Martina Weber:

    Meine Bemerkung zu den Augenbrauen war doch nur ein Nebenaspekt. Ist mir schon klar, dass es in alten Filmen Interessantes zu entdecken gibt, was unter die Haut gehen kann. Ich kenne den Film, den du erwähnst, ja gar nicht. Mir geht es nur so, dass ich die Figuren in alten Filmen nie mag. Und zwar wirklich nie (die Stimmen, die Gesten, die Interaktion). Meine Weisheiten hole ich mir lieber woanders :)

  6. Michael Engelbrecht:

    Welche Weisheiten???

    Du magst Figuren in alten Filmen NIE???
    Das ist interessant.

  7. Joanie Rotten:

    Screwball comedies sind klasse, da hat der Mick schon recht. Wenn ich mir lange genug künstlerisch Wertvolles und Hochgelobtes und Bepreistes angeguckt habe, bei dem die Handlung überwiegend darin besteht dass der Protagonist bedeutungsvoll guckt, bedeutungsvoll herumläuft und bedeutungsvoll an die Ecke pinkelt und man ständig errätseln muss welche Art von Befindlichkeit jetzt wieder online ist, dann pfeiff ich mir „Extrablatt“ von Billy Wilder rein und betrauere, dass der Wortwitz langsam ausstirbt.
    Die Sache mit den Augenbrauen habe ich auch schon mit Schrecken festgestellt und – Mick- diese Mühe mit der Kosmetik muss Dich ja nicht interessieren, aber die machen wir uns nur um bei Dir auf die Ratingskala mit Punkt 10 zu kommen, das sollte jemand, der Ratingskalen aufstellt und damit Schönheitsdruck erzeugt zumindest würdigen.
    Im übrigen hatte meine Stiefmutter auch diese Augenbrauen – ist zufällig noch ein Psychoanalytiker im Forum?

  8. Michael Engelbrecht:

    @ Joanie: für den Comment, my dear, gibt es jetzt 7.1 Punkte auf der nach oben offenen Bedeutungsskala.

  9. Joanie Rotten:

    Morbus skalieriensis

  10. Michael Engelbrecht:

    Eine echte 10 :)

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