Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2018 22 Mrz

Mind the gap

von: Lajla Nizinski Abgelegt unter: Blog | TB | 1 Kommentar

SAÂDANE AFIF ist ein zeitgenössischer, französischer Installationskünstler, der auf raffinierte Weise aus dem Betrachter einen Konzeptkünstler herauskitzeln will. Dass er das mit einem der trostlosesten Orte zwischen Köln und Paris versucht, ist erstaunlich. Immer bin ich froh, wenn der IC nach Liège keine Panne in Düren hat und  ich von der tristen Vorstellung, auf dem öden Bahnsteig auf den nächsten Erleichterungszug warten zu müssen, verschont bleibe.

Am Wochenende habe ich in Brüssel im Wiels Museum seine Klanginstallationen besichtigt und die meiste Zeit in dem Raum verbracht, wo der originale Laternenpfahl mit zwei Lautsprechern dem Bahnhofsschild DÜREN  steht. Man hört monotone Durchsagen: „Bitte hinter der Bahnsteigkante zurücktreten“ und sieht an den Wänden zwei große Papierposter hängen, die die Wörter  „Ici“ (hier in Düren) und Là-bas (dort) zeigen. Sie sollen den Betrachter stimulieren, seine Gedanken zu formulieren und aufzuschreiben. An den Wänden sind einige Gedichte und Songtexte angepinnt. Ich habe einige abfotografiert.
 
 
 


 
 
 
Hier meine kleine Inspirationseingabe :
 
 

„Meine Tasche mit dem weichen Badetuch wiegt nicht schwer.

Wenn er nicht mit dem nächsten Zug kommt, weigere ich mich, noch länger die monotonen Lautsprecherdurchsagen anzuhòren.

In die Carolus-Thermen werde ich mich begeben und ihn beim Spaziergang durch die orientalische Badewelt gegen neue Götter eintauschen.“

 
 
Möchte noch jemand texten?

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 22. März 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

1 Kommentar

  1. Lajla Nizinski:

    Introduction: „SAÂDANE AFIF describes himself as a talkative conceptual artist. His diverse practice -shot through with humour – calls upon the savoir-faire of others, whether artisans, muscians, or writers.He creates projects that question the very concept of the unique artwork or individual creator. Instead, he simultaneously collapses and expands notions of authorship by chains of collaborations that function as feedback loops or echo chambers.“

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