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2018 1 Mrz

Die ewige Wiederkehr

von: Lajla Nizinski Abgelegt unter: Blog | TB | Tags:  | 3 Kommentare

„Geht ein Zwerg durch die Lüneburger Heide …“ – Wie, Ihnen ist nicht nach Witzen?

Ok, vielleicht erzähle ich Ihnen dann von dem Zwerg im Zarathustra. Nein? Ist auch nicht gewünscht? Ja, Sie haben Recht, die Gedanken sind zu schwer. Dann versuche ich´s einmal mit Berichten über Filme, über solche, die im hohen Norden gedreht wurden. Zum Beispiel auf Utoyo. Warum der Regisseur Erik Poppe sich ausgerechnet mit diesem schweren Stoff beschäftigte, erschließt sich mir nicht ganz. Ein Drama über solch ein unvergessliches Ereignis zu drehen, muss einen Sinn machen. Wissen Sie vielleicht welchen? Der Regisseur will der OPFER gedenken. Niemand soll sie vergessen. Ich meine, dass jeder, der ein Opfer zu beklagen hatte, sein Leben lang diesen Schmerz mit sich herumtragen wird.

Um es Ihnen in dieser scheusslichen Welt einen Augenlick angenehmer werden zu lassen, empfehle ich Ihnen, der klaren Stimme einer schwedischen Kulning-Sängerin zuzuhören. Mit dieser freundlichen Gesangstechnik geht Andrej Tarkovsky in seinem Film OPFER sehr einsatzbewusst um. Dieser Film wurde 1986 auf Gotland gedreht. Es war leider sein letzter Film. Welch grosses Nachdenken über die Welt wie sie ist, was sie ist, verbunden mit Zuversicht (Am Ende sagt der kleine Junge: „Am Anfang war das Wort. Papa, warum?“). Diese grossen Fragen sind nicht in dem mit dem Goldenen Bären 2018 ausgezeichneten Film Touch me not enthalten. Wen interessiert das Sexualverhalten irgendwelcher Protagonisten? Wenn Tom Twyker meint, dass hier die Zukunft bewertet wurde, dann lege ich ihm nahe, bei Sloterdijk nachzulesen, was dieser kurz und bündig auf die Frage nach seinem Sexualverhalten geantwortet hat: „Ich bevorzuge die Missionarsstellung.“

Halten Sie es auch für bedauernswert, dass die deutschen Filmkünstler ziemlich stiefmütterlich abgetan wurden? In den Gängen von Thomas Stuber, oder der beeindruckende Schauspieler Rogowski, oder meinetwegen der Gabelstapler hätten honoriert werden müssen. Aber so ist das mit der Salonpersonnage, Preise für Müllart allüberall.

Nun komme ich zu dem Teil der Kunst, der Ihnen als angenehm erscheinen dürfte. Lehnen Sie sich nach Brecht Geheiss zurück und pflegen Sie deep listening mit Werken aus hochbegabten Schöpfertagen:
 
 

Reflection Steamhammer
Red White Blues Image
On time Grand Funk Railroad
T.B. Sheets Van Morrison
Just for love Quicksilver
Pickin‘ up the pieces Poco
The Flying Burrito Bros

AND DON’T FORGET THE BLUES
Jimmy Reed Shame
Jimmy Page Shake
T- Bone Walker Stormy Monday

 
 
Zarathustra: „Was that life? Well, then once again!“

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 1. März 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

3 Kommentare

  1. Jochen:

    Ok, Zarathustra, deal. Aber nur mit kleinen Korrekturen … ;)

  2. Lajla:

    D’accord.

  3. Jochen:

    „A celebrity philosopher explains the populist insurgery“ (newyorker.com)

    (thanks to Lajla for sending the link)

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