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2017 6 Okt

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (146)

von: Gregor Mundt Abgelegt unter: Blog | TB | 2 Kommentare

Am 13.10.2017 erscheint eine neue CD von Robert Plant, der Titel: Carry Fire. Für mich ein Grund, mich an zweierlei zu erinnern: Zunächst an die wunderbare Zusammenarbeit Plants mit Alison Krauss (2007) auf dem Album Raising Sand. Besonders das Stück Your Long Journey hatte es mir seinerzeit angetan. Michael, entsinne ich mich, hat damals in den Klanghorizonten diesen Titel mit Field-Recordings eingeschlossen, man hörte Regen, Wasserrauschen und Gewitter und dazwischen Robert Plant & Alison Krauss. Großartig. Dann: Ja, und dann steht Robert Plant, mal ganz abgesehen von Led Zeppelin, für meine Entdeckung des Festival au Désert, an dem er 2003 teilgenommen hatte. Seit dieser Zeit verfolge ich die Geschehnisse um dieses Festival. Entwicklt hatte sich das Festival au Désert aus einem traditionellem Tuareg-Fest. 2001 wurde daraus erstmals ein Festival unter Beteiligung von Musikern nicht nur aus Mali, neben den Tuareg waren auch Musiker der Nachbarstaaten beteiligt und dann eben auch internationale Gäste, 2003 zum Beispiel Robert Plant. Unter dem Titel Le Festival au Désert ist dieses Konzert als CD oder DVD käuflich zu erwerben.

 
 
 

 
 
 

Aber was ist aus diesem wunderbaren Wüstenfestival geworden? Ab 2007 wurde es wohl aus Sicherheitsgründen immer schwieriger das Festival stattfinden zu lassen. 2010 organisierte man es am Stadtrand von Timbuktu, ein Jahr später machten islamische Terrorgruppen ein Festival zu einem nicht mehr zu tragendem Risiko. 2014 zog dann das Festival sogar einmal ins Exil, nach Berlin.

2017, so lese ich im The Guardian vom 30.01.2017, hätte es dann wieder in Timbuktu verantstaltet werden sollen, aber „Mali cancels return of famous music festival after al-Qaida attack …“ (The Guardian). In Timbuktu war Musik von den neuen Herrschern verboten worden, deshalb war es so wichtig, mit der Durchführung des Festivals ein kräftiges Zeichen zu setzen. „The festival left Timbuktu because music was forbidden. It was very important for everyone that it should go back“, Ansar (Direktor des Festivals) said. „All the artists I contacted wanted to go. It was the message that was important.“ … „A music producer who has organised concerts all over Mali in spite of security concerns said that the festival in the desert was about far more than just the music – it was about bringing people together, and reconciling past grievances if need be.“ (The Guardian)

 

(Siehe auch die DVD: Woodstock in Timbuktu – Die Kunst des Widerstands)

 

Und die neue Platte von Robert Plant? Naja, manche Stücke erinnern entfernt an Le Festival au Désert, manche an Led Zeppelin, und gefallen mir durchaus, aber überragend oder irgendwie überraschend ist diese Scheibe eher nicht.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 6. Oktober 2017 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

2 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Die fantastische aktuelle Platte von Tinariwen ist sicher aus unser beider Top-Twenty-Liste des Jahres nicht wegzudenken! :)

  2. Gregor:

    Na klar!!

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