Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2017 30 Sep

„Dream Theory in Malaya“ – two quotes, a cover, and a story (part 2)

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 5 Kommentare

In my memory, it was a hot summer afternoon in Schwabing, 1981. There was a record shop in the underground, and I remember, on my regular visits to the city, to stop by and look for exciting new albums. And I remember at least two records I bought there, Egberto Gismonti’s „Solo“ (the material on the cover had a special feel), and Jon Hassell’s „Dream Theory in Malaya“. Both stayed with me ever since.

I had my special Hassell experience, when nearly diving into „Possible Musics“, the Hassell-Eno-collab from the year before, on a never-ending bathtub session in Würzburg, all candles on! So, to hold this album in my hands (I stumbled upon it, didn’t read anything about an imminent release), to look at the surreal Mati Klarwein cover, to see the names of Eno (gongs, bells, bass) and Lanois (mix) on the backside – that all was the perfect ticket to ride.

And this was my first contact with the world of lucid dreaming, Jon Hassell’s story about anthropolgist Kilton Stewart (dating back to 1935, a golden era of Malaysian life, before brutal colonialism left its marks) made it very clear that Freud’s dream theory urgently needed some up-dates from the everyday culture of distant, ancient tribes. Two years later I became a serious student of lucid dreaming, had read the standard books of Stephen LaBerge and Prof. Tholey (the German pioneer).

In this quite short span of time, between early 1981 and early 1983, I lived in a tiny village in the Bavarian wood. This was hard stuff for a townie, and, playing smart Alec, I tried to learn my lessons  from Henry David Thoreau. In fact, I learned more from a bunch of records, and „Dream Theory of Malaya“ belonged to the top of the pile. Now, the re-release of the album contains an extra-track, „Ordinary Mind“ (a quite misleading title for such an oceanic piece), offering, 36 years later, an undisputable, perfect ending of that classic.

 

P.S.: To work as a psychotherapist in Furth i.W. with alcoholics in the early ’80s, following a well-planned research program based on modern extensions of behaviour therapy, seems like a decent first stage of a career in psychology. On the countryside. Looking back, it was a heaven-and-hell ride, including secret road maps, love and desaster, witches and shins and hypocrites, mushrooms, dragons and, well, volleyball. Not to forget the first, very raw album of the Go-Betweens, „Send Me A Lullaby“.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 30. September 2017 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

5 Kommentare

  1. Uli Koch:

    Nachdem „Possible Musics“ bereits beim ersten Hören den Chill-Factor ausgereizt zu haben schien und kaum noch eine Steigerung möglich sein konnte, erstand ich „Dream Theory“ umgehend nach dem Erscheinen. Schon „Chor Moiré“ erreichte mich mit der unerwarteten Intensität des bislang völlig Ungehörten wie ein Schlag eines Zenmeisters mit einem Stock. Weckte mich auf. Und steigerte sich mit jedem Stück weiter. Es war für mich immer eines der archaischsten und gleichzeitig noch ganz weit in der globalen Zukunft liegenden Alben, ein Meisterwerk! Forever!

  2. Michael Engelbrecht:

    So erlebe ich das auch. Interessant ist, dass ich in den Dörfern und Städten, in denen ich seither lebte, nie einen einzigen Menschen fand, der mein Interesse an luziden Träumen in der Weise teilte, das sich so ein sich gegenseitig pushendes „lucid dream team“ gebildet hätte. In den Foren im Netz scheint es Scharen dieser Klartraumreisenden zu geben, aber das interessiert mich nicht.

    Nun gibt es seit Jahren die tolle Entwicklung mit Nootropica, die a) richtig eingesetzt, völlig unschädlich sind, und b) die Frequenz von luziden Träumen drastisch erhöhen. Geht also wunderbar auch als solitäres Spiel :)

    Dennoch erstaunlich, dass ich, der ich ja schon ein ganz guter Motovationskünstler bin, und meine Euphorien gerne um mich herum verbreite, nie, bei keinem Menschen in meiner Nähe, bei diesem Thema auf mehr als temporäre Neugier gestossen bin.

    Aber „Dream Theory of Malaya“ brachte mich zum luziden Träumen, und somit zählt diese Platte zu dem guten Dutzend von Alben, die mein Leben ganz real verändert haben. In ihrer jeweiligen Zeit. Und auf unterschiedliche Art. Und all diese besonderen Platten haben eins gemeinsam, ihr Zauber ist nie verflogen.

    Hier ein paar dieser vielleicht zwölf, dreizehn Alben, neben Hassell, die eben nicht bloss Lieblingsalben waren (da habe ich locker zweihundert:)), sondern „game changers in private life“:

    – Sgt. Pepper
    – Tonight’s The Night
    – Mahlers 6. Symphonie (chicago symphony, G. Szolti)
    – The Best of the Kinks (tatsächlich, eine Compilation!)
    – The Survivors‘ Suite
    – Taking Tiger Mountain (By Strategy)

  3. Uli Koch:

    Ich habe „Dream Theory in Malaya“ oft beim Einschlafen gehört, nicht, weil ich das Ende verpassen wollte, sondern weil ich das Gefühl habe, mit dieser Musik in die Welt „hinter dieser Welt“ ganz sanft hineinzurutschen. Sie ist in ihrer archaischen Kraft quasi schon längst da, wo der Klarträumer hingelangen möchte.

    Interessanterweise waren meine „game changers“ mit nur wenigen Ausnahmen ruhige, instrumentale Ambientalben. „Taking Tiger Mountain“ gehört zu den Ausnahmen und King Crimson’s brachiales „Red“ ebenfalls.

  4. Michael Engelbrecht:

    Ich kenne wunderbare Menschen, für die JS Bach so ein „Lebensverwandler“ war, und ich verstehe auch, was sie meinen, wenn sie von diesem Gipfel abendländischer Kultur erzählen, und was das Genie und den Zauber seiner Musik ausmacht. With all due respect, I prefer my two favourite songs from The Troggs! Sag das mal im Radio. Und du bekommst die pure Entrüstung in „Hörerbriefen“ geliefert. In dem einen Troggs-Lied geht es um Sex, unglaubliche Dynamik, mehr Sprechen als Singen, es heisst „Wild Thing“:) – das andere ist das pure romantische Gegenstück.

  5. Andy Beta:

    „To find Hassell’s trumpet here is to be spun into a hall of mirrors, the timbre of his horn stretched, chopped, twisted, and processed beyond recognition. Take the maddening glitches of “Chor Moiré.”

    Thanks to an early use of digital delay effects, it reimagines Hassell and the horn as a skipping CD—as malfunctioning birdcall, as fingernail on sandpaper—anticipating the sounds of late 1990s clicks’n’cuts and the Mille Plateux roster in just over two minutes.

    Thanks to the harmonizer effect deployed by Hassell, the trumpet’s timbre on “Dream Theory” can sound like an amplified sigh, like a divine choir, and then like a telephone wire of cawing crows at sundown.“ (from the Pitchfork review)

Kommentar hinterlassen

XHTML erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*


Manafonistas | Impressum | Kontakt
Wordpress 4.9 Design basiert auf Gabis Wordpress-Templates
44 Verweise - 0,188 Sekunden.