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2017 27 Mai

Kindheitsdinge

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 18 Kommentare

Es ist ein Kindheitsding, zu Sgt. Pepper zurückzukehren. Und wie es so ist auf Zeitreisen, ist das Ich des Reisenden ein anderes – nicht so häufig passiert es, dass auch das Zielobjekt eine veränderte Gestalt annimmt, aber diese neuen Stereo- und Surroundmixe des Sohns des fünften Beatles sind genauso verblüffend, wie es unzählige Magazine und Internetforen verkünden. Ich konnte gestern mein elektrisches Kino kaum verlassen, als ich den Tag zur Nacht machte, und das wichtigste Album meiner frühen Teenagerjahre (fucking 12) von allen Seiten auf mich einrauschte, wieder und wieder, und der unfassbare Schlussakkord des finalen Songs eine wiederkehrende Ganzkörpergänsehaut erzeugte. Vielleicht ist heute einer der Tage, an denen ich einen Wunsch frei habe: ich will, unbedingt, Pokalsieger werden. Als magisches Ritual lief heute, als Einstimmung, Grandaddys jüngstes Album, auf der Autobahn, nonstop. Ich bin nicht in aller Herrgottsfrühe aufgestanden, um den Fussballblues zu erleben. Das ist übrigens auch ein Kindheitsding. (Münster, Marktcafé, 11.02 Uhr) P.S.: DONE! Morgen dann in Dortmund, Kreuzviertel, you’re welcome!

 
 
 

 

 

von links nach rechts: 1. Reihe, Sgt. Pepper, Apfelsaftschorle, Currywurst mit Pommes Frittes und hauseigener Sauce (Strobels, neben dem Stadion) – 2. Reihe: alles Dortmunder (lauter Wesen und Dinge, die in der alten BRD und noch früher Spuren hinterlassen haben; keine Ahnung, allerdings, ob der BVB vor der Erfindung der Currywurst gegründet wurde, Uwe Timm hat mal ein Buch darüber geschrieben) 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 27. Mai 2017 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

18 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Nuri Sahin in der ARD: ganz gross!

  2. Michael Engelbrecht:

    Innerhalb der Mannschaft hat er sich mit der Degradierung Sahins offenbar keine Freunde gemacht. Das verdeutlichte Marcel Schmelzer nach dem 2:1-Sieg gegen die Eintracht. Der Dortmunder Kapitän übte heftige Kritik an der Entscheidung seines Trainers:

    „Mich hat es sehr geschockt, weil ich es einfach nicht verstehe. Wenn Julian Weigl ausfällt, ist Nuri Sahin der einzige Spieler, der es auf dieser Position mindestens genauso gut kann“, sagte er. „Deshalb hat es mich sehr überrascht, dass Nuri nicht gespielt hat und auch gar nicht im Kader war. Wir wissen alle, welche Qualitäten Nuri hat. Er ruft sie immer ab.“

    Auf die Nachfrage, ob er eine Erklärung für die Degradierung des Dortmunder Fanlieblings habe, erklärte er: „Nein, das müssen Sie den Trainer fragen. Wir alle stehen hinter Nuri und wir sind froh, dass wir für ihn und Marco Reus den Pokal geholt haben.“

  3. Andreas:

    was zum teufel läuft da falsch in dortmund ???

    ich bin mal gespannt wann sich dieser nebel endlich lichten wird……

  4. Michael Engelbrecht:

    Es wird leider noch spannender. Wenn Reus sich tatsächlich am Kreuzband verletzt hat, wie gemutmasst wird, auch von ihm selber, müsst es schon eine, wenn es so etwas gibt, harmlose Kreuzbandverletzung sein.

    Wenn das aber ernst ist, wird es noch schwieriger für Zorc und Watzke, den möglichen Weggang von Aubameyang zu rechtfertigen. Auba hat einen Vertrag bis 2020, vor Jahren bestand man bei Lewandowski auf Einhalt des Restvertrages von einem einzigeb Jahr, auch wenn dadurch eine hohe Ablöse verloren ging, aber die Champagner-Liga gleichsam gesichert wurde.

    Ähnlich wäre es bei diesem Unersetzbaren, finanzielle Not existiert nicht, er darf eigentlich nicht freigegeben werden. Will man dann 70 Millionen plus wieder in die Kategorie Schürrle und Co. investieren, was soll ein Max Kruse hier, was ein Kevin Volland, was ein tschechisches Talent, der eine einzige gute Saison (als Joker!) bei Sampdoria Genua hinter sich hat?!

    Das Misstrauensvotum des besonnenen Schmelzer macht klar, dass Tuchel wahrscheinlich Geschichte ist. Sahin hat er, meines Erachtens, kurzfristig abgestraft und kaltgestellt, weil er, vermute ich, in ihm den „Maulwurf“ vermutet, der Freddie Röckenhaus etwas zum Binnenklima des Teams erzählt haben soll.

    Die kommenden sieben bis vierzehn Tage werden wohl so spannend wie das Finale gestern.

  5. Michael Engelbrecht:

    Zurück aus der Stadt. Wie immer, trifft man an solchen Feiertagen die Besten nicht in der Kirche :)

    Good friends, and lovely strangers.

    Unfassbar. Jeder Journalist (Alkholspiegel?) kolportiert, Aubameyang entscheide, ob er gehe, trotz des Vertrags bis 2020. Hat Zorc das mal so kommuniziert, dass es eine Schmerzgrenze gibt? Für einen Unersetzlichen? Wo jetzt Reus auch noch zwischen drei und sieben Monaten ausfallen wird, und hinter Götze mehr als ein grosses Fragezeichen steht?!

    Der BVB hat ja bekanntlich eine gute Scouting-Abteilung, aber diesmal müsste diese ein goldenes Händchen haben. Wie will man denn allen Ernstes solche Verluste kompensieren? Oton Watzke, auf die Frage nach der Zukunft des BVB: „Glänzend.“

    Und wieder stellt sich die Frage nach dem Alkoholspiegel, nichts für ungut, sorry, aber wir haben auch nur das dreizehntstärkste Torhüterteam der Liga mit Bürki und Weidenfeller. Es gibt schon den Slogan, „au Mann, das war wieder ein echter Bürki“ :)

    Die Szenen mit Sahin hoch auf dem gelben Wagen sprachen Bände, da erlebte man, sechs Wochen nach dem Mordanschlag, Freunde fürs Leben, und diesmal stellt sich nicht die Frage nach einem Alkoholspiegel.

  6. Michael Engelbrecht:

    Dass er sich mit Ginter auf der 6 vercoacht hatte, statt Sahin dorthin zu stellen, konnte man eine Halbzeit bestens sehen. Die Verbannung Sahins auf die Tribüne zeigt, wie belastet das Verhältnis zu Teilen des Teams ist – trotz gekonnter Aussendarstellung Tuchels. Das hätte nach 45 Minuten voll schief gehen können, allein aufgrund persönlicher Animosität.

    Ginter statt Sahin auf der 6 – eine ganz schlechte Nummer. Gut, dass Tuchel heute oder morgen gehen wird. Richtig gut.

    Nur Auba müsste bleiben, sonst spielen wir gegen Köln um Platz 5:)

    Und wann wird der Vertrag mit Kagawa verlängert, dringend überfällig, seit vielen Wochen ein echter Leistungsträger!!

  7. Michael Engelbrecht:

    „Als Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor gut drei Wochen in Bezug auf die Bewertung des schnell neu angesetzten Champions-League-Spiels gegen Monaco erstmals öffentlich einen „klaren Dissens“ mit Tuchel einräumte, bestätigte er nur eine Entwicklung, die schon Monate vorher Fahrt aufgenommen hatte.

    Tuchel provozierte intern auf allen Ebenen Ablehnung; wohl niemand vorher hat es geschafft, so außergewöhnlich viele Menschen auf den verschiedensten Klub-Ebenen gegen sich aufzubringen. Zuletzt kritisierte ihn sogar Kapitän Marcel Schmelzer in aller Öffentlichkeit – Tuchels Beteuerungen vom „maximalen Vertrauen“ zwischen ihm und der Mannschaft war spätestens da als leere Phrase entlarvt.“ (Kicker)

  8. Andreas:

    unter diesem licht betrachtet erscheint auch der heutige tweet von tuchel, „dass er es schade findet nicht weitermachen zu können“, schon ein wenig zynisch… weitere kommentare aller beteiligten werden wohl die folge sein…

    spanned wird die regelung der nachfolge ; denn wenn die dann neben der sportlichen auch noch soziale kompetenz besitzt, medientechnisch versiert ist und sprachwitz hat, ist der echte kloppo Nachfolger gefunden.
    vorausgesetzt der mannschaftliche aderlass hält sich in grenzen, steht den höheren erfolgen dann ja auch nichts mehr im wege… ;-)

  9. Michael Engelbrecht:

    Ich glaube Aki Watzke jedes Wort in seinem „offenen Brief“. Die Sache war unumgänglich.

    Aber auch die, die das Beste des Vereins im Sinn haben, sind ja nicht frei von Irrtümern. Durch den langen Ausfall von Reus (wird nicht sein letzter sein) und die gerechtfertigten Fragezeichen hinter Götze und Schürle, droht ein grosses Sturmleck, dass durch neue Talente nicht kleiner wird. Meine Meinung: Auba darf nicht verkauft werden, sportlich absurd, finanziell unnötig.

  10. Andreas:

    ich bin ganz deiner meinung, vermute/befürchte aber das bei einem 70 mio angebot für auba die jacke bei der vereinsführung näher sein wird als die hose…

    bisher haben die verantwortlichen ja beim einkauf von offensivkräften ja zumeist ein glückliches händchen bewiesen
    ( von einer gewissen immobilie mal abgesehen ) und in der vergangenen saison war ja eher die verteidigung ein schwachpunkt/schwachraum.

    es bleibt spannend !

  11. Michael Engelbrecht:

    Das mit der Jacke und Hose zieht hier nicht, weil es grenzenlos absurd wäre, es sei denn, man holt ein bis zwei echte Granaten, aber, wie, in diesem überhitzten Markt (Premier League-Gelder, staatl. Subventionierung eigentlich hoch verschuldeter Clubs wie Real und Barca)

    Und hinten: gottogott, Toprak is ein türkischer Ginter, Wolfsburg kauft wohl den Klassemann Brooks von der Hertha, der bestens zu uns gepasst hätte.

    Und wenn die beim BVB denken, der junge Dahoud sei besser als der ausgreifte Kagawa, naht der nächste fauxpas …

    … von dem überschätzten Bürki und dem in Ehren gealterten Weidenfeller ganz zu schweigen.

    Aber ich mache hier nicht die Unke.

  12. Michael Engelbrecht:

    Eine kleine basisdemokratische Aktion, Andreas, ich habe jetzt den „Kinderdinge-Text“ mit unseren Kommentaren an Sascha Fligge gemailt, unsern Pressesprecher, mit Bitte um Weiterleitung an Aki und Susi.

    Wenn ich immer höre, was ein einsamer Schmetterlingsschlag in England so auf Anhieb in Tokyo auslösen kann, dann ist so eine Ladung geballter emotionaler Intelligenz, gepaart mit Humor, Ernst und Sachverstand, vielleicht noch eine bessere „Nummer“ als der Schmetterlingseffekt:):)

  13. Andreas:

    dahoud wird sein potential beim bvb bestimmt noch zur entfaltung bringen, aber so ganz verstanden habe ich diesen kauf noch nicht….ich hätte einen spielertyp bevorzugt der das mittelfeld auch in stürmischen zeiten zusammenhalten kann….neben weigl, sahin, kagawa….

    die vorhandenen „typen“ sind nach meinem dafürhalten in ihrer anlage zu nah beieinander, die mischung aus kreativität, struktur und kampf gilt es zu erreichen und kennzeichnet die erfolgreichsten mannschaften…

    apropos unke, die wohnt im moment bei den Sechzigern ….

  14. Michael Engelbrecht:

    Stimmt.

    den joke mit der Unke habe ich leider nicht verstanden … :)

    Ich hoffe, sehr, dass der neue Trainer die Qualitäten von Sahin und Kagawa zu schätzen weiss …

    P.S. vielleicht kommt der Afro-Schwede jetzt gross raus, aber irgendwie glaube ich das nicht …

  15. Andreas:

    afro-schwede verstehe ich jetzt nicht….meinst du dahoud ..?

    die 60er aus München steigen wohl ab ins dritte glied…

  16. Michael Engelbrecht:

    Afroschwede ist das dunkelhäutige Stürmertalent, er spielt derzeit bei den Amateuren, und ist gebürtiger Schwede. Ich komme gerade nicht auf den Namen.

  17. Andreas:

    ah, jetzt weiss ich wen du meinst, habe ihn vor augen, denn er war im jubelpulk nach dem dfb finale häufig im bild,,,

    der junge ist noch ein leeres blatt für mich, but who knows…. hat aber glaube ich noch nicht einmal mit der ersten Mannschaft gespielt….

    aber wie schon gesagt, der „typ beisser“ würde das bild neben den „spielern“ vervollständigen…..und die offensive kultur als solche erhalten….

  18. Michael Engelbrecht:

    Das wird lustig…

    Angeblich ist der Scheich, der auf den Thron der Champ-Liga möchte, bereit, dem BVB 75 Millionen Euro für Auba zu überweisen, was der BVB scheinbar dann auch für Grund genug hält, den Vertrag aufzulösen.

    Angeblich beharrt der Prösident von Nizza auf der Einhaltung des Favre-Vertrages, der BVB habe sich zu spät gemeldet.

    Mhmm… da ja irgendwie der Führungsetage schon lange klar war, dass es sich zum Saisonende austuchelt, scheint sich das Kandidatenkarussell etwas zum munter für meinen Geschmack zu drehen. Wer sitzt denn da noch alles drauf: Stöger? Bosz? Wagner? Wolf? Sousa?

    Und wann kommen die wirklich guten Nachrichten?:)


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