Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2017 10 Mai

Zehn Fuenf Siebzehn

von: Uwe Meilchen Abgelegt unter: Blog | TB | 2 Kommentare

 

Einen Teddybären, den man in Japan auf eine Sightseeing Tour schicken kann, den hatten wir hier schon vor einiger Zeit! Wie wäre es aber, man könnte in Bücher und deren Romanhandlung „einsteigen“? Zugegeben, sonderlich neu ist diese Idee nicht: Woody Allen hat in seiner Kurzgeschichte „Intermezzo mit Kugelmass“ eindrucksvoll vorgeführt, zu welchen ungeahnten Verwicklungen es kommen kann: verwirrte Studenten aller Herren Länder zum Beispiel, die das Buch im Studiengang lesen müssen und verwirrt eine neue, ihnen und den Universitätshonorationen bis dato völlig unbekannte Romanfigur Kugelmass im Buch entdecken. Und Kugelmass selbst hat auch seine Probleme: wie kann er es schaffen, bei jedem seiner Besuche im Buch aufzutauchen, bevor Madame Bovary Rodolphe Boulanger kennenlernt? Ein reizvolles Gedankenspiel bleibt es allemal, sicher auf der Couch sitzend. Zu wem und in welches Buch würde ich also reisen? Zu Gesine und D. E. in das New York des Jahres 1967? Oder mit Polly Hütchen den Mann mit dem steifen Hut durch Berlin verfolgen? Reizvolle Ideen hätte ich genug und ich wüsste auch schon, wohin meine erste Reise gehen würde.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 10. Mai 2017 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

2 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Wenn ich aus diesem Bretterbuden-Café mit Wlan rausschaue, sehe ich den ausgemergelten Lehmweg, auf dem ich gleich mit meinem elektrischen Rad in den Mischwald reinrauschen werde. Jetzt, bei einem durchweg enttäuschenden Kakao, macht es Freude, solch ein surreales Geschichtchen zu lesen, voller Abzweigungen.

    Der wildere Teil der Eifel, der mit den tiefen kleinen Seen, und da ist es herrlich deplatziert, macht aber umso mehr Spass, mir den bald erscheinenden Soundtrack von Geoff Barrow und Ben Salisbury anzuhören, diesmal, neben viel Dialog und altem Gold von CCR und Co., fast eine Hommage an den guten alten Lalo Schifrin.

  2. Jan Reetze:

    Dann mal ab in die Wüste, die, wenn ich es richtig erinnere, „das Ende der Welt“ heißt, und dort den Scheinriesen Herrn Tur Tur besuchen!


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