Manafonistas

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Archiv: März 2017

2017 31 Mrz

Quiet City

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„Jetzt weiß ich, warum du so schreibst, wie du schreibst“, sagte N, als ich sie in meine Wohnung einlud und sie aus dem Fenster blickte. Was hatte sie nur gesehen? Gerade Linien, sagte sie. Ich hatte jahrelang in die Wolken geschaut, und die Farben um sie herum. Das Sichtfeld auf Autos abgeklebt, da blieb das Dach des ältesten Hauses der Straße. Wie die Landschaft unsere Körper prägt. Aneinandergeklebte Häuser. Es gab eine Zeit, in der ich keinen eigenen Kühlschrank hatte, und nur Gemeinschaftskühlschränke benutzte. Es kam vor, dass das eigene nicht abschließbare Fach plötzlich leer war. „Dann klaut doch“, schrieb P in Druckbuchstaben auf einen Zettel und hängte ihn vor sein Fach. In kalter Jahreszeit oder wenn es schattig war oder wenn ich von niemandem angesprochen werden wollte, stellte ich die Butter, den Käse einfach draußen aufs Fensterbrett. Im Hotel in Esch ging das nicht. Das Fenster ging nicht nur auf eine stark befahrene Durchgangsstraße raus, sondern Richtung Osten. Der französische oder belgische Käse war also bereits halb geschmolzen, bevor ich ihn zum Frühstück hereinholen konnte. Es war aber so, dass die Sonne den Raum komplett erfüllte. Nach den verregneten Wochen in Winterpullovern ein Highlight. J sagte, der Lärm machte ihm nichts aus und wir tauschten die Zimmer. Jetzt war ich in einem Darkroom gelandet, ohne den großen Schreibtisch, aber mit der Energie von jemandem, das wahrscheinlich in den vergangenen zwei Tagen und Nächten außer einem Nachwort zu einem Gedichtband eines anderen Autors selbst schon wieder ein paar wunderbare Gedichte geschrieben hatte, die ich gern gelesen hätte. Es gab eine schmale Balkontür, dahinter eine Westseite-Terrasse mit allen Vorzügen der Nahrungsmittelkühlung für ein gelungenes Frühstück. Am nächsten Morgen war die Tüte mit dem Käse, die ich an den Außengriff der Balkontür gehängt hatte, verschwunden. Als ich nach Mitternacht ins Bett ging, begannen Vögeln zu singen, stundenlang. Ich wurde von Geräuschen auf der Terrasse geweckt. Eine Krähe pickte in meinem Joghurt herum. Als sie mich sah, neigte sie ihren Kopf zur Seite und verdrehte die Augen.

Man hat ja in diesen Zeiten auferstandener faschistischer Archetypen viel auszuhalten an Tagesschaubildern, einschlägigen Talkshows und anschließenden aufgeregten Diskussionen vor dem Fernseher. Sogar die Holländer bekamen den Nazi-Vorwurf angehängt, obwohl sie eigentlich Opfer und Gegner der Nazis waren. So nahm ich es als glücklich spät Geborener auch stellvertretend hin, wenn einem in den Siebzigern trotz Rudi Carrell in Amsterdam irgendwas mit Nazi hinterher gerufen wurde. Den Schweizern der 80er Jahre sah ich das nicht nach; ich war sehr irritiert, ausgerechnet von 2 jugendbewegten Züricher Punks als Deutscher und Nazi beschimpft zu werden. Mein Kriegsverbrechen: ich hatte keine Zigaretten dabei. Überhaupt war ich bei diesem Zürichaufenthalt mehr und mehr Mark Twains Meinung, die Schweizer seien ein kleines zänkisches Bergvolk. Unvergessen, wie mich der Führer eines öffentlichen Linienbootes auf einer einsamen Insel im Zürichsee aussetzte, nur weil ich darauf bestanden hatte, eine am Ufer erstandene Schüblig-Bratwurst an Bord in Ruhe aufzuessen statt sie in meine Hosentasche zu schieben. Wer ist hier Nazi, wer Opfer, wer Antifa? Eine Pegida-Demo kann ich auch bei ausgeschaltetem Ton von einer Kundgebung arbeitsloser spanischer Jugendlicher unterscheiden. Fußballfans machen mir keine Angst; als aber einem 12-Jährigen, der zu Besuch in Stuttgart weilt, wegen seines falschen Schals „Dich zünd’ ich an!“ hinterhergeschrien wird, fällt mir Wilhelm Reichs Buch „Die Massenpsychologie deś Faschismus“ ein. Die Masse macht Angst; die Masse gibt Geborgenheit. Sie macht Angst, weil sie Geborgenheit gibt, völlig unabhängig von den Inhalten. Ob ich bei Helene Fischer auf die 1 klatsche oder bei den Bots (grüne Landsleute von Heintje) auf die 2 aufspringe und in lustigem Dialekt „Upstan!“ gröle, bedeutet beides die Aufgabe der eigene Persönlichkeit. C.G. Jung, wohnhaft am o.g. Zürichsee, war von der Masse fasziniert, wie Luis Trenker oder Leni Riefenstahl. Und an dieser Stelle der Diskussion bringe ich stets Alphonse Mouzon ein. Das verwundert, aber ich kann mich auf Joachim Ernst Berendt berufen, und damals waren Päpste noch unfehlbar. Nur Freund Dr. Music widersprach. Das könne nie und nimmer sein, dass Berendt diesen sensiblen, seine Burg aus Schlagwerk so individuell bedienenden Musiker des Faschismus’ bezichtigt habe. Ich bin durch Dr. Music sonst leicht zu verunsichern, besonders wenn er sein Tablet aus der Jackentasche zieht. Aber diesmal war ich mit dem Original-Buch „Ein Fenster aus Jazz“ schneller: auf Seite 272 findet man ohne Angaben zur Erstveröffentlichung den Artikel „Die neue Faschistoidität in Rock, Jazz und überall“. Überall – das ist da, wo sich das Schöne, Starke, Gesunde, Mächtige über das Andere erhebt und dieses zu vernichten trachtet. Dies aber Musikern wie Jan Garbarek, John McLaughlin oderr Keith Jarrett zu unterstellen, nur weil sie „schön“ spielen, ist nicht angebracht; Dr. Music wunderte sich kurz und bestand darauf, nun die Stelle mit Mouzon präsentiert zu bekommen. Doch der war in dem ganzen Aufsatz nicht zu finden. Seither bin ich auf der Suche – rechts oben auf einer ungeraden Seite war ein Foto von Mouzon abgedruckt. Erinnert sich jemand daran oder an die Debatte, die damals sicherlich stattfand? „Joker“!

2017 28 Mrz

Spurensuche

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„Wild Man“ war der Song des Tages gestern. Trotz des guten Wetters eine virtuelle Reise in vereiste Bergregionen. Leichte Panik wiedermal, ich könne die Akkordfolgen eines dieser Sahne-Stücke, die einem nicht nur von Westcoastbuddies wie Becker & Fagen zuhauf serviert werden, schon vergessen haben. Kopfhörer auf, zur Gitarre gegriffen, war ich dann schnell beruhigt: alles noch da, beziehungsweise kam es prompt wieder – bis auf die eine dunkle Stelle, schattenhaft wie das ganze Lied zu dem Himalaya-Yeti. Eines ist ja doch beruhigend beim Trainieren des analytischen Hörsinns: das einst Erschlossene speichert sich in Sedimenten ab und das Neue wird schneller zugänglich. Mehr als nur Kompensation lückenhafter Notenkenntnisse, macht es grossen Spass, einen Song selbst zu entziffern, ihn sich geradezu kannibalistisch einzuverleiben. Er wird dann Teil des Selbst und Ahmung kommt ins Spiel. Copyright? Dass ich nicht lache! So viele Lieder sind längst im Zellgut fest verankert. Epigenetisch aktiv geworden tragen sie zur Gesundheit bei wie wichtige Vitamine: von John Martyn einst bis zu Bon Iver jüngst. Musik selbst machen oder Musik hören, beides ging immer schon mit einer Metamorphose einher, verwandelte stets, schaffte ein Ausgleichs-Ich, ein Anderes. Vielleicht spricht mich auch deshalb dieser Wilde an, den der Nebenmensch nicht fassen kann. Das Album 50 Words of Snow, auf dem er zu entdecken ist, fand ich seinerzeit grossartig. Life in the Ghosts of Kate Bush. Die Akkordfolgen sind bemerkenswert, denn wie so oft bei guten Künstlern finden sich hier originelle, unverhoffte Wechsel. Es beginnt mit A Moll, geht zu G Dur und F Dur. Aber dann: die Melodie bleibt gleich, doch die Akkorde scheren plötzlich aus zu F Dur, E Moll und D Dur. Wie genial ist das denn! Es folgt der Chorus, hier grob skizziert: E Dur, Eb Dur (die unklare Stelle!), D Dur, C Dur, H Moll. Wobei die Taktlängen hasenfüßige Schlenker machen: nichts ist hier berechenbar. Ebenfalls genial, grande dame. Schade, dass unsereins derzeit nur wenig Lust verspürt, eine Cover-Aufnahme zu machen. Die kostet nämlich Nerven und wird am Ende doch relativ schlecht bezahlt – bei zugegeben spärlichem Ergebnis.

Neid kann auch was Herzliches sein, wenn man dem Beneideten alles Gute gönnt, und sich eigentlich nur selbst an den Kopf fasst, dass man damals die Antennen nicht weit genug ausgefahren hatte. Was die Teenager-Initiationen im Mutterland des „Pop“ angeht, zehre ich heute noch von  karg gestreuten Erlebnissen mit dem Seelenfutter der Rockmusik, den Auftritten von Fleetwood Mac und Atomic Rooster in Paignton, sowie, ja, Schlüsselerlebnis, Steamhammer im Londoner Marquee Club. Sweet 16. Das war es auch schon. Und dann stellt sich am Wochenende heraus, „Klassenkamerad“ Klaus hat doch die etwas grössere Nummer erlebt, ebenfalls mit 16 Lenzen, ebenfalls in England. Er sagt „Plumpton“, ich sage: „Was?“, er sagt „Plumpton“.

 

 

Er sagt 1970, ich befrage Google, und da klappt sie auf, die Seite, die das ganze, unfassbare Festivalereignis im englischen Essex dokumentiert, mit Bilder, Berichten und Bootleglinks. Ich studiere die Namen, und frage bei jedem nach: „… und die hast du live erlebt?!?“ Hat er, Tage und Nächte lang,  ich möchte sofort die Zeitmaschine betreten. Ein englisches Woodstrock. Hardin & York, The Incredible String Band (wow!!), Fotheringay, Colosseum, East of Eden, Caravan (oh, my gosh!), Cat Stevens … aber schauen Sie selbst! Es war das Jahr, in dem Herr Stockhausen hoch oben auf einem Dach einen Fünf-Uhr-Tee zu sich nahm, und die Beatles ein letztes Mal „Hey Jude“ sangen.

2017 24 Mrz

… for bears to dance to …

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„Anything that makes you comfortable is dangerous. And routine has always been my Prozac. Writers like me, we lean hard on that Flaubert chestnut. “Be regular and orderly in your life so you may be violent and original in your work.” But if you’re too orderly, too safe, how can you ever do something harder, deeper, stranger? Because there’s the other Flaubert quote, the one that our friend Sterling Watson taught me: “Human speech is like a cracked kettle on which we tap crude rhythms for bears to dance to, while we long to make music that will melt the stars.” I want to melt the stars and that goes beyond discipline. Sometimes, I feel like Veda in Mildred Pierce, when she goes to audition for a new piano teacher. He closes the lid on the keys, almost on her fingers, and tells her there’s nothing in her fingers, but there may be something in her head. I hope there’s something in my head to make up for what I don’t have in my fingers.“ (Laura Lippman)

Zwei Riesen gab es im Musikgeschäft der vierziger und fünfziger Jahre, Columbia/CBS und RCA/Victor. Letzterer war in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts der Größte, dieser Konzern hatte alles, Radiosender, Plattenproduktion, Plattenspieler, was das Herz damals begehrte eben. Aber es gab leider nur Schellackplatten mit einer Laufzeit von höchstens 4 Minuten. 1948 wollte es der kleinere der beiden – Columbia RCA/Victor einmal richtig zeigen und präsentierte die Langspielplatte, 24 Minuten Musik am Stück waren nun möglich. David Sarnoff, Boss von RCA, muss getobt haben.

Bereits ein Jahr später, 1949, konnte er als Antwort die Single  – 45 rpm – präsentieren, entsprechende Plattenspieler konnte er gleich mitliefern. Die Single war natürlich viel erschwinglicher, vor allem für Jugendliche und so dauerte es nicht lange, bis die Single-Platte ihren Durchbruch feiern konnte: nachdem Big Mama Thornton 1953 mit Hound Dog noch eine Million Platten absetzen konnte, schaffte es Elvis Presley 1956 10 Millionen Singles dieses Titel zu verkaufen. Einsamer Höhepunkt: Elton John konnte die bisher meistverkaufte Single aller Zeiten aufnehmen: „Candle In The Wind“, weit mehr als 15 Millionen Exemplare dieser Single wurden bisher verkauft.

 
 
 

 
 
 

Und auch ich konnte als zehnjähriger davon profitieren, dass es jetzt Platten gab, die erschwinglich waren, zwar immer noch 4,75 DM teuer, aber immerhin, die LP hätte ja 21,00 DM gekostet (alles Festpreise damals! Billige Platten, zum Beispiel von EUROPA oder von UNIVERSUM boten keine Originalaufnahmen und wer wollte die schon haben). So konnte ich mir etwa 1965 „The Last Time“ von den Stones kaufen. Die Single-Platte blieb jedenfalls bis Ende der siebziger Jahre ein Format, das ich durchaus schätzte.

Wie ich auf dieses Thema komme? Nein, einmal nicht wegen meiner Liebe zu Juke-Boxen, sondern, weil ich eine ARTE-Sendereihe empfehlen möchte: Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop. Diese sechsteilige Dokureihe beleuchtet die Geschichte der Musikaufzeichnung. Und, die gute Botschaft, man kann sie in der ARTE-Mediathek noch anschauen. Nicht alle Folgen sind gleich gut gelungen, nicht alle umwerfend interessant, aber manche wirklich begeisternd.

In der Folge, von der ich oben erzählt habe, geht es um Tonträger und Audioformate:

“ … ein Thema, das trotz seiner Relevanz in der Musikgeschichte oft vernachlässigt wird. Ob Schallplatten, Kassetten, CDs oder MP3-Formate – sie sind immer mehr als reine Speichermedien. Sie sind Abbilder ihrer Zeit, haben gesellschaftliche Bedeutung und sind oftmals Ausdruck für einen gewissen Lifestyle. Ihre Möglichkeiten und Grenzen regen nicht zuletzt auch die Musiker zu künstlerischen Innovationen an.“

 
 

 

2017 24 Mrz

Gus und Al (Bonn 1975)

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Als der Bus  weit hinten in der Allee auftauchte, ein guter alter Bus, der auch in Spielfilme der späten Fünfzger Jahre gepasst hätte, kam auf einmal ihr schnittiger weisser Sportwagen um die Ecke gebogen, bereit, mich schnell hinein springen zu lassen. Ein Zweisitzer, was sonst? Ich gab ihr ein Zeichen wegen des Busses, und sie fuhr auf den Bürgersteig, blockierte nicht mehr die Kreuzung, damit der Bus ungehindert in seine Haltestellenbucht fahren konnte. Ich war sowieso auf dem Weg zu ihr, und nun war es natürlich viel einfacher, ihre versteckte Villa am Stadtrand nah der englischen Botschaft zu erreichen. Ihr Mann war vor einiger Zeit gestorben, ihren Lover hatte sie verabschiedet, als sie mich getroffen hatte, und etwas Junges haben wollte. Ich war gerade mal am Anfang meiner Zwanziger Jahre angekommen, hatte sie auf einer Party kennengelernt, in der altes deutsches und altes britisches Geld geradezu vom Mauerwerk bröckelten – grosses Tamtam und wenig guter Geschmack. Irgendwann, beim ersten Mal, landeten wir auf ihrer Ledercouch, und hätten aufregenden Sex gehabt, wenn nicht der gekränkte Lover noch einen Auftritt hingelegt hätte. Nun also, summertime, and the living is easy, hatte sie mich vor dem „bus stop“ aufgegabelt, gab mir einen schnellen Kuss und stellte das Radio an, aus dem Gus Backus ertönte. Wir kamen nie in ihrer Wohnung an, denn ich erwachte. Hätte der Traum nur ein gemächlicheres Tempo angeschlagen, ich wäre  mit dem Bus zu ihr gefahren, hätte die Strasse mit dem seltsamen Namen gefunden, die Sommerwinde eingeatmet, sie hätte ihre Lieblingsplatte von Al Stewart aufgelegt und die grosse Badewanne vorbereitet, die gut auch in einen Chabrol-Film der frühen Siebziger Jahre gepasst hätte.

2017 24 Mrz

Humanz

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It’s been a good week in music. Enjoying Fiction/Non-Fiction, then the new Drake mixtape appeared, with some ace tracks like Madiba Riddim (potential lifer) lovely stuff. Then 4 Gorillaz tracks appear on YouTube, complete with animated clips.

The Gorillaz tracks are affecting, especially „Andromeda“ with its joyful but fucked-up feel and repeated phrase „take it in your heart“. An intriguing mix.

So you go find an interview, and you find this: Simply put, we’re in transition, we’re turning into something else,” Albarn said of the album’s narrative. “The album kind of came from this dark fantasy. Just imagine, the weirdest, most unpredictable thing that changes everything in the world. How would you feel on that night? Would you go and get drunk? Would you stay at home? Just watch TV? Would you talk to people?

Wow.

Here is a photo picked at random to go with this post:
 
 
 

 

2017 22 Mrz

Robert Foster: One more coffee and I go

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(45) Songs from the West Coast (2001) ****

Finally, a new Elton John studio album! Finally, a new producer – Patrick Leonard instead of standard Chris Thomas, who’d been around for 20 years, way too long. Released on September 11, 2001. I actually bought it at the West Coast, at Tower Records in Hollywood, where Elton lived at the time. No doubt this is his best album in 25 years – since Blue Moves, I’d say. (Others might say since Too Low For Zero, which is just as acceptable.) 16 years later, this verdict still holds up, only The Diving Board surpassing it. Songs from the West Coast  is much more than a solid, professional effort like Made in England or The One, and it’s neither an imitation of his 70’s sound and style as many reviewers claimed, but a mature and diverse collection of songs by John and Taupin in their mid-fifties. Only in the latter part, one or two songs could have been left as b-sides.

Standout tracks: Dark Diamond, Birds, The Wasteland, Original Sin.

(46) Peachtree Road (2004) ***

Peachtree Road continues where Songs from the West Coast ended – just more respectable, and therefore slightly boring. Elton produced the album himself, which may not have been the best decision. Some fairly good songs, though this time with a few more references to earlier hits and albums. Some of the lesser songs play like they were made for „Wetten dass…?“, though, and the first half is much stronger than the second one, with the overall atmosphere and sound becoming too uniform.

Standout: Porch Swing in Tupelo.

(47) Billy Elliot – musical cast recording (2005) *½

Another musical, this time an immensely successful one based on the successful British film. This time it’s a cast recording instead of an all-star album. Does anyone care? I guess not.

(48) The Captain & the Kid (2006) ***¾

Conceived as a follow-up to Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy, a kind-of autobiography, telling the story of Elton’s and Bernie friendship since that previous album. A mature collection of songs, not overly fantastic, but very good. A nice piano album recreating „the old sound“ of the seventies.

Standout tracks: The Captain and the Kid, And the House fell down, The Bridge (finally, a solo piano song).

(49) Lestat (2006)

Lestat is another Broadway musical, the first one by Elton and Bernie, based on Anne Rice’s Vampire Chronicles. A cast recording was reported to be finished, produced by Guy Babylon (who played in Elton’s band from 1988 until his untimely death in 2009) and Matt Still (who co-produced The Captain & the Kid). After the show’s closing however, EJ’s management stated „there are no plans to release the recording at the present.“ Since I have not seen the show on Broadway, I have never heard the music and therefore can’t give any opinion about it.

(50) The Union (Elton John and Leon Russell, 2010) ****

Leon Russell had been Elton’s idol and influence on the late 1960s and early ’70s, but when Elton noticed Russell and his songs had been forgotten about, he initiated a collaboration album, produced by T Bone Burnett. They composed and recorded 16 new songs, backed by a committed band that includes Marc Ribot and Booker T, among others. Neil Young and Brain Wilson came around to sing on a song each, and Cameron Crowe made a documentary about the recordings.

The Union continues the retrospective line of The Captain & the Kid. It’s a thoroughly enjoyable album with strong performances, sounding very down-to-earth, thanks to Burnett. However, not all of the 16 songs are equally captivating, in particular the second half drags on a bit. (The standard version is 63 minutes, and the deluxe edition is almost 72 minutes, with 16 songs.)

Standout tracks: If it wasn’t for bad, Hey Ahab, Gone to Shiloh (with Neil Young), There’s no tomorrow.

(51) Gnomeo and Juliet (2011)

I don’t really know what that is. Never heard it. I believe it’s a mix of (mostly) old and (a couple of) new songs for another animated movie.

(52) Good Morning to the Night (Pnau feat. Elton John) **½

Provided with 100% creative freedom, Australian dance pop duo Pnau were invited to produce mash-ups from Elton’s recordings of the 70s. As a matter of fact, the results could have been less respectful, but they sound nice, evoking a very 70s disco feeling. It’s not really good. But it’s also not that bad either. It’s what it is.

 

 
 

(53) The Diving Board (2013) ****½

The Diving Board was announced as – at last! – the album to feature only Elton and his piano. Unfortunately, the final album (the release was postponed after its first announcement and re-recordings were executed) is mostly a full band album, save for the opening song and some other sections throughout the 15 tracks, including and two short instrumentals. However, producer T Bone Burnett has helped arrange the songs and a third instrumental in a cautious and unpretentious way; the piano is always in focus of the songs, and 2 cellos, bass (Raphael Saadiq), drums, and, on a few occasions, a choir or a horn section, have usually been mixed in a supportive manner.

It’s furthermore notable that there are no pop songs intended to stand out, no hits, with the album having been conceived as a mature late work, in parts melancholic, in parts joyful, with the odd wink to the past (Can’t stay alone tonight strongly references I guess that’s why they call it the Blues). An arresting album of immensely inspired songwriting. The closing title track is arguably one of Elton’s best compositions ever.

Standout tracks: The Diving Board, Ocean’s Away, The Ballad of Blind Tom, Oscar Wilde gets out. 

(54) Wonderful Crazy Night (2016) ***

Another T Bone Burnett production. Unfortunately, after The Diving Board, this is a disappointment. After three rather somber and introspective studio albums, Wonderful Crazy Night was announced as a return to the colorful and extrovert sound and performance of the 1970’s albums, which is why it’s the first album with the usual live band since The Captain & the Kid. A pity there are hardly any memorable songs on this one. Painting by numbers. And the cover art is just awful and as tasteless as it could possibly get.

Standout songs: The Open Chord, In the Name of you, I’ve got two Wings.

(55) Deep Cuts (2016/2017) ****/*****

So, after you have read through all of this, here is something else I prepared for you: A year ago, around the release of Wonderful Crazy Night, Elton created a Spotify playlist with 20 „Deep Cuts“, i.e. non-hits from his back catalogue:

 
 

 
 

It’s a nice and interesting selection, of which I made a playlist of for my iTunes. Having taken a look at it again after I finished this 5-part blog entry, I am not surprised to see several of my „standout track“ choices in this list (My Father’s Gun, Have Mercy on the Criminal, Amoreena, Razor Face, The King must die, even the very unusual choice Too Low for Zero in addition to Crystal, about both of which I assume none of you co-manafonistas would like). I am rather surprised about the inclusion of a few not-great tracks, such as Leather JacketsLive Like Horses, Shoot down the Moon and Restless. For all those among you who would like to listen to the 20-track collection, I’ve put the iTunes playlist into my Dropbox for you to download. You’ll find a link in the comments. [Non-commercial offer, for private use.]

But, as I don’t really agree with this selection (I think it is, in parts, a missed opportunity) and would like to present a much better one, I have created my very own Deep Cuts collection for you, as a 70th birthday present. I don’t assume you’ll like all of those songs, but I can promise you that anyone with open ears and a love for accomplished songwriting and arrangements will find more some of these choices worth listening to – and will hopefully enjoy as much as possible in this playlist. I’d make a bet that everyone of you will find surprising things in there. Even though it was tough, I forced myself to keep the playlist run under two hours. The first half is more straightforward, whereas the latter part includes a few peculiar choices. I’ll add a download link to this selection as well. Enjoy! (NB: Only two or three of my selected songs overlap with Sir Elton’s own Deep Cuts playlist.)

I just found a readers‘ poll in Rolling Stone (from 2015) which offers ten „deep cuts“ and adds some interesting background information about several of the songs in these two playlists.

previously: part 1part 2, part 3, part 4


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