Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2017 27 Feb

Quiet (in memory of Andreas Hub)

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | Tags:  | Kommentare geschlossen

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Er war einer meiner liebsten Kollegen, ich habe nur in meinem ersten Radiojahr mit ihm zusammen arbeiten dürfen, im WDR, in der „Pop Session“. Er war der Moderator, lebendig, das Herz auf der Zunge, und kluge Urteilskraft, ich gab den Gast, der immer wieder mal am Mittwoch auftauchte, um Musiker ausserhalb des Mainstreams vorzustellen, mit Interviewpassagen, und im zwanglosen Gespräch, das Kronos Quartet, Steve Tibbetts, John Zorn, Brian Eno und andere. Manchmal lud er mich in sein Haus nach Witten ein, wo Unmengen von Langspielplatten schon einen Statiker der Stadt beschäftigt hatten. Auf einer Party kam ein Spezialist für Roots Reggae vorbei, der uns mit Count Ossie verzauberte, am Wittener Waldrand, und ganz ohne Ganja. Als Andreas einmal Paul McCartney traf, war er etwas nervös, weil er einem Kindheitsheld begegnete. Später ist er für „Geo“ um die Welt gereist, ein gelungener Quereinstieg ins Fernweh und Fotografieren. Ich wusste nicht, dass er im letzten Jahr, nach schwerer Krankheit, gestorben war. Am Ende, lese ich, fühlte er sich frei, und war befriedet. Ein wunderbarer Mensch.

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