Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2016 26 Dez

Beat

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 4 Kommentare

 

 
 
 

Der reality check ist die Basisübung für das luzide Träumen. Dafür eignen sich, neben dem scheinbar widerspruchslosen Alltagserleben, gerne auch jene Momente, denen offenbar etwas Traumhaftes zu eigen ist. „Träum ich oder wach ich?“ An den Pforten der Wahrnehmung rüttelten etwa King Crimson mit ihrem Album BEAT, denn wenn man, auf der Landkarte von ON LAND, neben der orange leuchtenden Note, den Titel entziffert, ist man im Nu on the road mit der „Beat-Generation“, und weiss um den kleinen Zeitsprung, den dieses famose Quartett früh im New York der Achtziger Jahre anzettelte, mit einem Adrian Belew, der gerne mal die eine oder andere Sehnsuchtsmelodie auspackte (die wiederum einer ganz andern „Pilzkopf“-Zeit entsprungen schien). So könnte man der klassischen Frage der „Wirklichkeitsprüfung“ zuweilen auch eine andere an die Seite stellen: „Wann bin ich?“. 

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 26. Dezember 2016 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

4 Kommentare

  1. Ullrich Christ:

    Werter Musik-Engel,

    nun habe ich noch sehr genau im Ohr, wie Sie bei der letzten Klanghorizonte-Nacht im DLF den nächsten Termin nannten: Die Silvesternacht 2016. Jetzt frage ich mich auch, „träum ich oder wache ich?“, denn im Online-Programm des DLF steht nichts davon. Nicht am 31.12.16 noch am 01.01.17.

    Ich hatte doch nicht geträumt und mir für die Nacht in der Ostprignitz ein neues DAB-Radio gekauft nebst einer Antennenbau-Anleitung, um den Sendemast am Scholzplatz näher heran zu holen. Nachbarn instruiert, die Sendung aufzunehmen für alle Fälle.
    Jetzt erscheint in Träumen Karl Lippegaus, aber ich wollte Michael Engelbrecht.

    Wann ist er?

  2. Michael Engelbrecht:

    Nun, also, geplant war er schon, mein Einsatz, am 31.12., die ganze Nacht hindurch, aber ein unlustiger Infekt hat mich hingestreckt, und jetzt stellt meines Wissens der Chef der Jazzredaktion, H.R., die Ersatzsendung zur Verfügung. Auf ein weiteres dann am dritten Samstag im Februar!

  3. Michael Engelbrecht:

    Karl Lippegaus macht nun eine Radionacht Jazz Live.

  4. Ullrich Christ:

    {Danke für die Nachricht, schrieb meine Antwort vor dem Lesen der Neuigkeiten. In der Ost-Prignitz laufen die Uhren anders.}

    Nun hat der Sender geantwortet: Sie, Michael Engelbrecht, seien krank. Das ist kein Schnupfen. Die Silvesternacht zu gestalten könnte mit einem Beinbruch vielleicht besonders gelingen. So aber: Gute Besserung! Gesundheit im Neuen Jahr!

    … so muss ich denn doch auf die Silvesterfeier, wo man kein Radio spielen wollte und ich das Radio vorziehen wollte. Ich werde dann die Geschichte von meinem […] Musik-Engel vier mal erzählen, auch dass ich mich mangels Erfolg beim Antennenbau selbstverständlich auch auf das klare FM – Mono des neuen DAB+-Radios eingelassen hätte.

    Eine Kräutermischung hätte vielleicht für Audio in Techni-Color gesorgt. So nehme ich also CD 16 der BlackBox Rio Reiser mit, und ich werde den DJ beknien, ob er nicht zeitnah zu Mitternacht Track 7 spiele: Europa. Das ist Rio in echt, wie in so vielen anderen Perlen auf diesem akustisch bibliophilen Grabstein, Denkmal. Recht rohe Demo-Tapes, noch nicht recht ausproduziert.

    Da schmeißt der eine in ein paar Minuten einen Song aufs Papier, nimmt ihn in zwei Stunden auf, und der andere hört ihn 20 Jahre später das erste Mal und heult fast ob der Schönheit, und fasst schon wieder den Mut, gegen die Brexit-, Orban-, Fortuyn- und LePen-Stinkereien anzuargumentieren, mit dem Lächeln eines Rio-Reiser-Songs im Herzen.


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