Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2015 30 Mai

Dark Moon in June (and other delights with a twist)

von: Manafonistas Abgelegt unter: Blog | TB | Kommentare geschlossen

Saw the best sunset in years tonight, Gold, Pink & Crimson
strips in ribs across the sky. Best drive home, radio surfing,
following the curves of fresh blacktop, snaking empty between
clean white parallel lines, Blackthorn nodding to the sun.

(Karl Hyde, Diary)

 

Es ist mal wieder an der Zeit, MOON IN JUNE von Soft Machine zu hören. Das Original aus dem Album THIRD. In letzter Zeit gab es die eine und andere Ausgrabung von Live-Konzerten der englischen Gruppe n a c h Robert Wyatt, u.a. auch von jener Tour, bei der ich sie einst sah (in der Kleinen Westfalenhalle) und bitter enttäuscht wurde: der Gitarrist Allen Holdsworth transportierte die Band endgültig in die Niederungen der Fusion Music. Für die „reissue of the month“ rückt etwas anderes ins Blickfeld: „RADIO VIETNAM“. Würde Robert auch gefallen.  „Leaving the radio on, and getting to know each station and the rhythms of each local and distant station on the band. Basically, hours of immersion, monitoring and culling.“ Das alte Wort „kaleidoskopisch“ macht hier Sinn. Und, meine Güte, die Götter müssen verrückt sein: Wer eine packende Strandlektüre sucht, die den Kopf freipustet, mit einer ungeheuerlichen Geschichte und wilden Stürmen mit dunklem Junimond, der wird beim  „author’s cut“, der bei Eichborn jüngst erschienenen Neuübersetzung, von Neil Gaimans „AMERICAN GODS“ fündig: ja, die Thriller-Elemente rechtfertigen den Auftritt des Romans in unserer Thrillerkolumne, aller Fantastik, allen Mysterien zum Trotz. Wer meint, dass in letzter Zeit das Kulinarische bei den Manafonisten überhand genommen hat (Ölsardinen in der Sansibar, Friesentorte etc.), wird rigororos eines Besseren belehrt, in einem Buch, das den Verbindungen von gutem Essen und Philosophie nachgeht – auch Nietzsche ist dabei: klar, das Dionysische lebe hoch, im Zusammenspiel der Fusionküche aus dem „Seepferdchen“ mit alten Göttern vor dem letzten Showdown  und  verrückt spielender Gitarrenmusik!  Erinnert sei an dieser Stelle auch an ein Buch, in dem Jazzmusiker ihre Lieblingsgerichte schilderten und die passende Musik dazu empfahlen, JAZZ COOKS. Bleibt noch die Cd des Monats. Auch da geht der Blick zum Himmel: ONLY SKY.

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