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on music beyond mainstream

2011 31 Aug

Colin Vallon: Rruga

von: Jochen Siemer Abgelegt unter: Blog,Gute Musik,Musik aus 2011 | TB | Tags: , | 1 Kommentar

 
 

 
 
 
Der erste Eindruck täuscht selten. Das gilt für Dinge, Menschen, Situationen, Atmosphären – und Musik. Als ich vor einiger Zeit ein paar Takte des Colin Vallon Trios wahrnahm – es wurde wohl in Deutschlandfunks´ Jazzfacts oder den Klanghorizonten gespielt, vielleicht sogar im Kontext von Klaviertrioformationen – da fand ich es gleich gut.

Jetzt höre ich genauer hin und stelle fest: es hebt sich ab von Anderem. Als wenns nichts weiter wollte als Musik sein, klingt es einerseits recht simpel, andererseits nach ECM-Jazz par excellence. Wichtig ist der Impuls, den die Musik beim individuellen Zuhören subjektiv bewirkt. Hier unterscheidet unsereins gottseidank noch zwischen all dem Info-Inflationären, das einem täglich so um die Ohren flattert und dem, wovon Bauch, Herz und Sinne sagen: dies ist eindeutig meins.

Dann will man natürlich mehr wissen über Künstler, die man noch nicht kennt – denn Kunst kommt von Kennen – und so googelt man sich langsam ran an die Materie: schaut auf die Homepage; liest, was in Amazon-Rezensionen und Magazinen so geschrieben steht – und bekommt hier bei den Manafonistas schonmal vorab eine warmherzige Scheibe …

Wärmstens Empfohlen!

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 31. August 2011 und wurde abgelegt unter "Blog, Gute Musik, Musik aus 2011". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

1 Kommentar

  1. Jochen Siemer:

    Es gibt Dinge, die erkennen wir erst, wenn wir an ihnen vorbeisehen. In der Kunst (und zumal in der Improvisation) ist Konzentration nicht immer eine Qualität. Manches verpassen wir gerade deshalb, weil wir uns besonders inständig darum bemühen. Einfälle fallen nicht vom Himmel, aber erzwingen lassen sie sich auch nicht.

    Colin Vallon, der dreißigjährige Schweizer Pianist, der mit dem Bassisten Patrice Moret und dem Schlagzeuger Samuel Rohrer seine erste CD bei ECM vorlegt, erzählt, wie sein Stück Home entstand: Es “schrieb sich selbst, nachdem ich es aufgab, es schreiben zu wollen”.

    Die Geste des Loslassens spürt man bei dieser dichten, entspannten Musik insgesamt … dies und mehr dazu schrieb Peter Rüedi in der ZEIT.


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